
Den Wirtschaftskammern zufolge pendelt jeder 4. Azubi mehr als 90 Minuten zur Berufsschule. Mindestens jeder zweite Ausbildungsbetrieb ersetzt ganz oder teilweise bereits heute schon die Fahrt- oder Unterbringungskosten oder zahlt Zulagen zur Ausbildungsvergütung.
Die Kammern sind sich einig: „Wir werben bei den Unternehmen dafür, die Azubis bei deren Mobilität weiter zu unterstützen. Doch auch das Land muss seinen Beitrag leisten. Mecklenburg-Vorpommern ist bald das einzige Bundesland in den neuen Ländern, in dem es noch kein Azubiticket gibt. Zum 1. Januar 2021 wird auch Sachsen-Anhalt ein Azubi-Ticket einführen. Das ist auch für unser Flächenland längst überfällig, zumal die Berufsschullandschaft im Län- dervergleich hier am weitesten ausgedünnt ist – denn wir befinden uns nicht nur im Wettbewerb zur Alternative Studium, sondern auch zu angrenzenden Regionen wie Hamburg und Berlin-Brandenburg, wo es das Azubiticket längst gibt.“
Wer die Berufsschullandschaft sowie teilweise auch das ÖPNV-Angebot ausdünne, müsse nun auch dafür Sorge tragen, dass die Attraktivität der ländlichen Räume und der Berufsausbildung durch Maßnahmen wie das Azubiticket erhöht werde, so der einhellige Tenor. Daher setze die regionale Wirtschaft fest auf den Start des Azubitickets zum 1. Februar 2021.







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