
Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im April bei 13.871 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat März (-477 Personen bzw. -3,3 Prozent) und sank verglichen mit April 2025 (-106 Personen bzw. -0,8 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 3.691 Personen (482 Personen weniger als im Vormonat, aber 13 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 8.130 Arbeitslose registriert (49 Personen mehr als im Vormonat und 226 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 69 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1.983 Personen arbeitslos. Davon kamen 657 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.435 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.110 eine Erwerbstätigkeit auf.
Stellenangebot
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeiter: 431 Stellen wurden im April neu gemeldet (106 weniger als im Vormonat und 643 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Aktuell befanden sich damit 2.531 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Bürgergeld
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 502 (entspricht -4,2 Prozent) auf insgesamt 11.337. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 14.085 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 649 Personen weniger (-4,4 Prozent) als vor einem Jahr.
„Im April verzeichneten wir einen weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat. Die saisonale Arbeitsmarktentwicklung setzt sich damit weiter fort.“, sagte Andreas Wegner, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur. „Die saisonale Belebung fällt allerdings etwas geringer aus als im April 2025. Hier schlagen sich die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen auch in unserer Region nieder“, so Wegner. „Positiv gesehen halten die regionalen Arbeitgeber an ihren Fachkräften fest, so dass es nicht zu größeren Entlassungen kommt. Die negative Seite ist, dass die wirtschaftliche Unsicherheit die Bereitschaft, neue Mitarbeiter einzustellen, reduziert.“ Andreas Wegner ist dennoch für die nächsten Monate optimistisch, dass der regionale Arbeitsmarkt sich weiterhin robust zeigt.
Lage auf dem Ausbildungsmarkt im April
Im Bereich der Agentur für Arbeit Neubrandenburg waren bis April insgesamt 1.030 Interessierte als Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 121 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Von den 1.030 Bewerbern waren zahlenmäßig 206 Personen (-16,7 Prozent) weniger als im April 2025 gemeldet. Aktuell suchen 694 Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.202 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (143 Stellen bzw. 10,6 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 88 Bewerber . Aktuell sind 626 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Fachkraft – Lagerlogistik und Berufskraftfahrer/in.
Die Berufs- und Studienberatung ist von überall telefonisch und per Videotelefonie erreichbar und bietet individuelle Beratungen an: Hotline 0800 4 5555 00.






