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Zu großer Tiefgang: Vorläufiges Fahrverbot für „Greta van Holland“

3. Mai 2019

Dem Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ droht das Aus. Wie das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt jetzt mitteilte, könnte das 39,5 Meter lange Schiff, das an der Müritz schon mehrfach für negative Schlagzeilen sorgte, zwar nochmal in Waren auftauchen. Allerdings nur mit einer Ausnahmegenehmigung. Der Grund: Das alte Schiff hat einen zu hohen Tiefgang für die Müritz-Elde-Wasserstraße und im Augenblick auch für die Müritz-Havel-Wasserstraße von Rechlin bis Mirow. Auf beiden Abschnitten dürfen Schiffe maximal 1,20 Meter Tiefgang haben, südlich von Mirow sogar 1,40 Meter. Aber dort ist ja die Schleuse Zaaren in Richtung Berlin gesperrt.

Das Problem mit dem Tiefgang des Schiffes, das aus den Niederlanden stammt, war lange Jahre anscheinend niemandem aufgefallen. Dann war der Flusskreuzfahrer über die Elbe zu Ostern via Dömitz in die Müritz-Elde-Wasserstraße geschippert. Dort fuhr sich das Schiff hinter Grabow am Ostersonntag fest. „Vermutlich war es zu lang für die Kurve und konnte nicht weit genug in der Mittellinie bleiben“, erläuterte ein Experte. So  setzte der Boden auf und seitdem blockierte das Schiff mehrere Stunden die Ausweichroute für alle Hobbykapitäne und andere Skipper, die von Schwerin oder von der Müritz zur Elbe und Richtung Berlin oder Hamburg wollten.

Noch ist genug Wasser in der Wasserstraße, so dass die Schleusen so geöffnet und geschlossen wurden, dass sich das Wasser anstaute und die „Gretha van Holland“ freikam. Doch sie musste an der nächsten Schleuse – Hechtsforth – festmachen und bleiben. „Wir müssen sicherstellen, dass sich das Schiff nicht wieder festfährt“, argumentierte die Wasserschutzpolizei.

So musste sich das Schiff mit holländischen Papieren, tschechischem Personal und polnischen Eignern einer Vermessung unterziehen. Heraus kam: Es hat 20 Zentimeter mehr Tiefgang – ohne Beladung, was auch ohne Gäste und deren Gepäck heißt – als erlaubt. Nun soll der Kreuzfahrer nicht wie geplant, Passagiere in Schwerin aufnehmen, sondern die Oberseen über Plau ansteuern. Dort sei eine größere Tiefe, hieß es. Der Bescheid ist aber noch vorläufig.

Erst soll das Schiff in eine Werft und einen „Tiefgang-Anzeiger“ bekommen, was Vorschrift wäre. Unter Aufsicht von Fachleuten, die das auch abnehmen, hieß es. Dann soll der Sachverhalt noch einmal endgültig bewertet werden.

Das Flusskreuzfahrtschiff sorgte in Waren bereits mehrfach für Verärgerung und Feuerwehreinsätze, weil aus dem Schiff Kraftstoff in die Müritz lief.


4 Antworten zu “Zu großer Tiefgang: Vorläufiges Fahrverbot für „Greta van Holland“”

  1. meckerkopp sagt:

    Hallo, die Spritpreise auf Spitzenwert, der Wasserstand auf Minimum, dazu noch das Diskutieren über die Grundstückssteuer und das Geplänkel in den Bundesländern um Impfzwang !
    Das Rumgekasper in der Politik läßt es einem Wütend werden.
    Wen soll man denn noch wählen, -es ist keiner da, der es packen könnte!

    Armes Deutschland
    Meckerkopp

  2. weniger meckern sagt:

    Was soll denn der Politiker am Wasserstand ändern?
    Einen Regentanz aufführen?

  3. Franz Frantzen sagt:

    Was hat das mit Greta zu tun?

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