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Zuhause alt werden – so muss man das Eigenheim umbauen

8. Dezember 2020

Viele Menschen möchten zuhause alt werden, doch dies gestaltet sich oft nicht so einfach wie erhofft. Um seniorengerecht zu renovieren, sind einige Punkte zu beachten. Um das perfekte Eigenheim zu schaffen, in welchem man alt werden kann, haben wir hier einige Tipps.

Barrierefreiheit

Senioren können manche Sachen aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mehr tun. Dazu zählt beispielsweise das Treppensteigen oder auch der Einstieg in die Dusche. Um sein Eigenheim seniorengerecht zu renovieren, sollte ebenfalls daran gedacht werden, dass ab einem gewissen Alter möglicherweise ein Rollator oder gar ein Rollstuhl zu Einsatz kommen muss. Um die gleich mit einplanen zu können, sollten Türschwellen oder andere Stolperfallen entfernt werden. Dies kann man oftmals mit kleinen Rampen einfach und kostengünstig bereits erledigen. Wer beispielsweise Treppen hat und diese essenziell benötigt, könnte sich bereits Gedanken über einen Treppenlift machen. Dazu kann sich gerne im Schweriner Treppenlift Fachbetriebinformiert werden. Zur Barrierefreiheit gehört ebenfalls eine Dusche ohne Wanne. Begehbare Duschen mit einem Duschhocker sind dann kein Problem mehr für körperlich eingeschränkte Senioren.

Rutschfeste Böden

Um die Gefahr eines Sturzes zu vermeiden, sollte auf rutschige Böden verzichtet werden. Laminat und Fliesen sollten deshalb durch griffigere Beläge wie beispielsweise Kunstofflinoleum oder Kork ersetzt werden. Gerade im Badezimmer ist es schnell passiert, dass man auf den Fliesen ausrutscht und stürzt. Wer das vermeiden möchte, sollte sich über alternative Bodenbeläge informieren.

Bad sicher machen

Da wir gerade vom Badezimmer sprechen, sollten hier gleich mehrere Punkte erwähnt werden. Wir oben bereits angesprochen, sollte eine ebenerdige Dusche mit einem Duschsitz oder -hocker eingebaut werden. Haltegriffe an Dusche und an der Toilette geben nochmals ein Stück mehr Sicherheit. Wer eine Badewanne besitzt, sollte hier auch an eine Badewannentür oder einen Lift denken. Dies erleichtert den Einstieg deutlich und vermindert die Verletzungsgefahr. Ebenso sollte an Sanitäreinrichtungen gedacht werden, welche sich gerade für Senioren eignen. Dazu gehört ein höhenverstellbarer Waschtisch, damit man sich auch einmal setzen kann, und eine ausziehbare Schlauchbrause zur Gewährleistung einer gewissen Selbstständigkeit. Im Badezimmer sollte wie bereits erwähnt auf Fliesen und rutschige Böden verzichtet werden.

Türen

Schwere Schiebetüren sowie nach innen öffnende Türen sollten auf jeden Fall ersetzt werden. Hier eignen sich Türen, welche sich problemlos nach außen aufmachen lassen. Dies erfordert für den Senior weniger Kraftaufwand und dementsprechend eine Erleichterung, sich von Raum zu Raum zu bewegen.

Bedienerfreundliche Steckdosen

Natürlich benutzen auch Senioren elektrische Geräte. Hier ist es zusätzlich erleichternd, wenn die Steckdosen in einer angemessenen Höhe angebracht werden. Es wird vermieden, dass die Senioren sich unnötig bücken müssen. Hierzu eignen sich Steckdosen, welche beispielsweise direkt auf der Küchenzeile oder auf Höhe des Fernsehers angebracht werden. Steckdosen lassen sich meisten ganz einfach von einem Elektrofachmann versetzen.

Treppenlift

Wie weiter oben bereits angesprochen, sind Treppen manchmal essenziell. Um auch hier seniorengerecht renovieren zu können, sollten Treppenlifte angebracht werden. Diese etwas teurere Anschaffung kann für Senioren sehr erleichternd sein. Treppen zu steigen, erfordert im hohen Alter sehr viel Energie, welche manche Senioren gar nicht mehr besitzen. Das Wohnen in einem mehrgeschossigen Haus, ist ohne Lift fast nicht mehr möglich. Wer hier eine große Auswahl entdecken möchte, kann den Schweriner Treppenlift Fachbetrieb besuchen und sich über die verschiedenen Lifte und Preisklassen informieren. Ebenso übernehmen viele Krankenkassen einen gewissen Betrag oder bezuschussen den Treppenlift bis zu einem gewissen Betrag.

Beleuchtung

Die meisten Senioren können im Alter schlecht sehen. Umso wichtiger ist es, die Beleuchtung so hell wie möglich zu gestalten, um auch eine Verletzungsgefahr durch das Übersehen von gewissen Dingen zu vermeiden. Durch schwache Beleuchtung können Senioren auch stürzen und sich stark verletzen. Deshalb sollte die Beleuchtung ausreichend und hell in allen Räumen vorhanden sein. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass Lichtschalter leicht zu finden und auf einer angemessenen Höhe angebracht sind. Manchmal helfen auch Bewegungsmelder, sollten die Senioren den Lichtschalter im Dunkeln schwer finden. Am besten sollte man sich diesbezüglich mit einem Elektrofachmann austauschen und sich dort informieren.

Die Finanzierung

Nun stellt sich natürlich noch die Frage, wer diesen Umbau bezahlen soll. Die Kosten für eine seniorengerechte Renovierung sind meistens sehr hoch. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten Unterstützung zu erhalten.

KfW – Förderung: Altersgerecht Umbauen

Der Staat bietet hier seine Hilfe an, indem er Bau- und Umbaumaßnahmen für die Barrierefreiheit fördert, und zwar völlig unabhängig vom Pflegegrad. Eine Förderung ist ein günstiger Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese ist eine der wichtigsten Förderbanken in Deutschland. Sie kann von Unternehmen, Privatpersonen, Städte, Gemeinden und sogar sozialen und gemeinnützigen Organisationen beansprucht werden.

Zuerst stellt sich allerdings die Frage, was alles umgebaut werden muss. Anhand der oben genannten Tipps kann entschieden werden, welche Umbaumaßnahmen erforderlich sind. Anschließend wird der Kredit auf dem Förderprogramm ausgewählt und das Vorhaben mit der KfW besprochen. Enthalten in diesem Beratungsgespräch ist die Auswahl des Finanzierungspartners, damit man sich darum nicht auch noch kümmern muss.

Eines der Förderprogramme bietet einen zinsvergünstigten Kredit bis zu 50.000EUR oder auch einen Zuschuss bis zu 6.250EUR pro Wohneinheit. Ob das Programm genutzt bzw. beansprucht werden kann, hängt von diversen technischen Mindestanforderungen ab. Je nachdem werden Umbauten im Außenbereich oder barrierefreie Zugänge sowie Umbauten in der Wohnung übernommen.

Förderung der Pflegekasse

Eine weitere Fördermöglichkeit ist die Förderung durch die Pflegekasse. Hier können Pflegemittel sowie Maßnahmen nach § 40 Abs. 4 SGB XI zur Veränderung bzw. Verbesserung des Wohnumfelds beansprucht werden. Dies bezieht sich ebenfalls erneut auf die Barrierefreiheit der Wohnung oder des Hauses. Weiterhin wir angestrebt, dass der Pflegebedürftige seinen Alltag möglichst selbstständig gestalten kann und die pflegende Angehörigen zu entlasten. Die Voraussetzung, damit sich die Pflegekasse an den Kosten beteiligt, ist der Pflegegrad 1 des Pflegebedürftigen.

Mit einer maximalen Unterstützung von 4.000EUR für alle Maßnahmen, welche die Barrierefreiheit unterstützen, fördert die Pflegekasse den Versicherten. Diese Förderung wird allerdings nur einmalig, dafür allerdings für alle Maßnahmen, ausgezahlt. Hier entscheidet der Gesundheitszustand des Versicherten zum Zeitpunkt der Antragsstellung. Weiterhin entscheidend ist, dass die Maßnahme die Lebenssituation des Pflegebedürftigen deutlich verbessert. Einschränkungen sollen damit sinnvoll und effektiv behoben werden. Die Pflegekasse ist allerdings dazu bereit, einen erneuten Zuschuss auszuzahlen, sollte sich die Lebenssituation des Bedürftigen verändert oder eine Maßnahme erforderlich wird, welche vorher nicht absehbar und von Nöten war. Der erneute Zuschuss beträgt 4.000EUR. Des Weiteren können Hilfsmittel, wie beispielsweise Haltegriffe, von einem Arzt verordnet werden und per Rezept von der Krankenkasse erstattet werden.

Wer sich hier allerdings noch genauer informieren möchte, sollte sich bei seiner zuständigen Pflegekasse informieren und im Falle eines aktuell benötigten Zuschusses, seinen Fall schildern.


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