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Schlagabtausch: Braucht Waren weiterhin eine Angestellte für die Flüchtlingshilfe?

7. Oktober 2016

Ordner mit FlchtlingeSchlagabtausch um eine Stelle in der Warener Stadtverwaltung: Seit knapp einem Jahr arbeitet in der Behörde eine so genannte Integrationslotsin. Sie kümmert sich gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen in der Stadt um die Flüchtlinge, hilft ihnen in vielen Belangen, soll aber vor allem dafür sorgen, dass die Integration schnell klappt.
Eingestellt wurde die Mitarbeiterin nach einer 20 000-Euro-Spende des Mecklenburger Metallgusswerkes, jetzt bat die Verwaltung die Stadtvertreter, die Stelle um ein Jahr zu verlängern. Kostenpunkt: Mehr als 35 000 Euro. Der Antrag ging durch, doch nicht ohne kontroverse Diskussion.

„Auch wenn die Zuweisungen in den vergangenen Monaten rückläufig waren, hat sich dennoch gezeigt, dass es gerade bei der Integration der Flüchtlinge täglich neue Herausforderungen gab und auch weiterhin geben wird“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die anstehenden Aufgaben seien alleine durch die Ehrenamtlichen nicht zu leisten, vielmehr wolle man die freiwilligen Helfer durch die Expertin in der Verwaltung auch motivieren.

Durch die Gesetzesänderung sei nach Auffassung von Bürgermeister Norbert Möller davon auszugehen, dass künftig mehr Flüchtlinge nach Waren kommen, denn sie müssten wieder in die Bundesländer zurück, in denen sie aufgenommen wurden.

jarchowWährend die CDU-Fraktion normalerweise ziemlich geschlossen auftritt, scheint dieses Thema auch die Christdemokraten zu spalten. Norbert Jarchow (Foto links) jedenfalls sprach sich gegen eine Verlängerung der Stelle aus. „Wir verlangen seit langem ein tragfähiges Personalkonzept, stattdessen werden immer neue Stellen geschaffen. In einer Verwaltung mit rund 200 Mitarbeitern muss es möglich sein, diese Aufgabe ohne Neueinstellung zu lösen“, meinte Norbert Jarchow und bekam unter anderem Zustimmung vom FDP-Mann Toralf Schnur.

schnur-kopieDer ging sogar noch weiter: „Die Stadt Waren gibt für die Sportförderung von 1000 Kinder 50 000 Euro aus und für die Integrationslotsin fast 40 000 Euro. Das kann nicht sein“, sagte er und fügte gleich hinzu, dass es sich wegen dieser Meinung nicht in die rechte Ecke stellen lasse, nur weil dem einen oder anderen seine Meinung nicht passe.

Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hält Schnurs Aussage für unfair und nennt sie einen Vergleich von Äpfel und Birnen. Besonders entsetzt über diese Äußerung zeigte sich CDU-Abgeordneter Andreas Handy, der selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv ist. „Das ist Wasser auf die Mühlen von NPD, AfD und Pegida. Ihre Behauptung, dass Flüchtlinge mehr bekommen als deutsche Staatsbürger ist haltlos. Damit haben Sie sich ein Eigentor geschossen.“

Das sieht auch SPD-Fraktionschefin Petra Klebba so, die noch einmal ausdrücklich die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer lobte. „Ich ziehe den Hut vor jedem einzelnen“.

Stadtvertreter Schnur hatte aber noch ein anderes Argument: „Wir unterstützen damit mal wieder den Rückzug des Landkreises, der eigentlich für die Integration sorgen muss.“

Letztendlich entschieden sich Warens Stadtvertreter, die Integrationslotsin ein weiteres Jahr zu beschäftigen.


17 Antworten zu “Schlagabtausch: Braucht Waren weiterhin eine Angestellte für die Flüchtlingshilfe?”

  1. 00Schneider sagt:

    Die Diskussionen über die Integrationslotsin sind durchaus berechtigt. Wo soll die Kohle herkommen? Das Cjd ist mit zahlreichen lotsen bereits im Lk unterwegs und das machen sie schon seit Jahren. Kennen sich aus. Brauchen wir eine 1:1 Betreuung für die Flüchtlinge? Sicher nicht. Außerdem hat die Bundesregierung 50 Mio. Euro bereitgestellt für Integration im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Warum ist dieser Topf nicht angefasst worden? Wahrscheinlich weil sich in der Verwaltung niemand damit beschäftigt hat. Es gibt auch Eu-Projekte die die Personalkosten fördern. Schwache Nummer von der Verwaltung. Noch scheint der Geldsack ja voll zu sein. Ich frag mich nur, wann endlich mal was für Warener gemacht wird.? Die Gleichstellungsbeauftragte hat nen Halbtagsvertrag, für knapp 300 Flüchtlinge wird eine Vollzeitstelle geschaffen. Was macht die Lotsin? Noch nix gelesen darüber. Das Geld hätte man besser den Ehrenamtlern geben sollen. Die haben ein großes Netzwerk und machen einen guten Job. Nichts gegen Hilfe, letztlich müssen diejenigen die zu uns kommen auch selber etwas tun damit sie hier ankommen. Aber genau darüber scheint eine Diskussion unmöglich. Da wird gleich die rechte Keule rausgeholt. Und es ist gut,dass es Stadtvertreter gibt, die auch mal hinterfragen.

    • Stefan sagt:

      Es ist doch Blödsinn ,wenn behauptet wird von Herrn Handy das niemandem Geld weggenommen wird und den Flüchtlingen gegeben wird. Noch sind es unsere Steuergelder von denen alles bestritten wird . Es ist das gute Recht der Bürger zu fragen und nachzubohren ob mit den Geldern vernünftig umgegangen wird. Das hat überhaupt nichts mit Hetze u.s.w. zu tun. Ich bin sogar der Meinung das der Bürger ein mitspracherecht bekommen sollte wer und was mit den Steuergeldern bezahlt wird , dann hätte sich das Thema Stadtpräsident bestimmt schon erledigt gehabt.

  2. privaten sagt:

    Ich weiß nicht, was seine Stelle in der Stadt kostet . Aber sie ist in meinen Augen vollkommen überflüssig. Vielleicht sollte man da sparen.
    Ein Bürgermeister reicht auch um die Stadt zu präsentieren.
    Die kosten könnten auch genutzt werden.

  3. private sagt:

    Ich weiß nicht, was seine Stelle in der Stadt kostet . Aber sie ist in meinen Augen vollkommen überflüssig. Vielleicht sollte man da sparen.
    Ein Bürgermeister reicht auch um die Stadt zu präsentieren.
    Die kosten könnten auch anders genutzt werden.

  4. Wolfram Goetze sagt:

    Herr Schneider, ich will Ihnen nicht Unrecht tun. Aber die Sache stellt sich so dar: Die Ehrenamtler sind, das weiß ich unmittelbar, mehr als ausgelastet. Sie brauchen einen ständigen Ansprechpartner in der Verwaltung und moralische Unterstützung. Geld wäre auch gut, aber wo ist das nicht so?
    Alle, auch ich, klagen schon mal über Kriminalität und wir meinen, dass man gegen diese präventiv vorgehen muss. Die Integrationsarbeit tut dies. Manche arbeiten bis zum Umfallen mit den Neuwarenern zusammen, sei es, dass sie nach Feierabend kostenlos Deutschkurse oder den Schülern Nachhilfe in Geschichte geben, verängstigte Frauen zum Arzt und Behörden begleiten, Männern beibringen, nach Kriegserfahrungen in Ruhe eine Schraube einzudrehen oder dass man den Frauen Vortritt gewährt und was in einer Disco angeraten ist und was nicht. Der Erfolg wird schwer messbar sein.
    Fakt ist, dass es zwar viel Kriminalität gibt (Klau von Bootsmotoren, Diebstähle, Trickbetrüger, Einbrüche in Gebäude und sogar in Kirchen und Kapellen. Wieviel davon Flüchtlingen zuzuschreiben ist, wissen wir ungefähr: Praktisch nichts. Das das der Stadt etwas wert ist, dafür dürfen Sie danken, denn sonst würde es am Ende auch für Sie viel teurer.

    Ehrenamtler allein können das nicht leisten. Es gibt zu wenig davon. Fassen Sie sich dazu doch mal an Ihre eigene Nase. Wieviel Hilfe geben Sie wöchentlich? Es hat keinen Sinn, die Arbeit und die Kosten woanders hin zu verschieben, denn es bleiben Steuermittel. Schlimm wäre nur, zu meckern, alte und neue Warener voneinanader zu spalten und selbst nichts zu tun.
    Die Stadt hat sich der Aufgabe mit klarer Mehrheit gestellt. Danke.

  5. 00Schneider sagt:

    Herr Goetze, am Thema vorbei. Es hat niemand bestritten, das Hilfe nötig ist. Das in einen Kontext zu setzen mit Kriminalität ist absoluter Blödsinn. Darum geht es nicht. Es ist aber nicht originäre Aufgabe der Stadt. Das ist der Fakt. Genauso wie es nicht Aufgabe der Stadt ist für den Personenverkehr oder die Müllentsorgung zu sorgen. Wieso betrachtet man nicht einfach nur die Fakten. Im übrigen suggerieren Sie ja, dass es ohne die Ehrenamtlern mehr Kriminalität gebe. Und das halte ich für vermessen. So werden genau die Klischees bedient die kein Mensch braucht. Und ganz nebenbei: wenn soviel zu tun ist. Warum gibt es nur eine Stelle? Ist es realistisch anzunehmen, dass die junge Frau das schafft? Nein, ist es nicht. Alles nur Alibi. Und seien Sie sicher- ich weiß wovon ich rede. Fakt ist- die Stadt hat kein Geld mehr.

  6. Nils F. sagt:

    00Schneider ich teile ihre Auffassung in vollem Umfang. Für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, wie auch im Handel oder in der Wirtschaft gibt es eine sogenannte Tätigkeitsbeschreibung. Hat denn jemand unserer Stadtvertreter nach so einer Arbeitsplatzbeschreibung mal gefragt? Was macht diese Person tatsächlich. Und wie wird ihre Arbeit bewertet. Ich hatte vor kurzem beim Ordnungsamt angerufen und bat um Hilfe. In einem netten Gespräch teilte mir ein Mitarbeiter mit, dass ab diesem Jahr nur noch eine Saisonkraft beschäftigt wird. Vor 4 Jahren waren es noch vier (!)…. Kein weiterer Kommentar!
    Und an die Adresse von Herrn Handy: Das Argument dieses Thema ist Wasser auf die Mühlen von NPD, AfD und Pegida ist abgedroschen

  7. Elmar sagt:

    Liebe Leute,
    Integration ist nicht in erster Linie Kriminalitätsbekämpfung, zu einem Teil aber auch. Müsste es nicht allen darum gehen, dass uns die hier gestrandeten Flüchtlinge nicht auf der Tasche liegen und dass sie sich in unserer Gesellschaft gut aufgehoben fühlen, zupacken und nicht krank werden? Das kleinherzige Gestänker um Geld kann nur von Leuten kommen, die nichts aber auch garnichts dazu beitragen. Sicher gehören sie zu der Hälfte, die gut im Nehmen aber schlecht im Geben sind und denen nie was genug ist und von daher pessimistisch.
    Zum Mitschreiben: Waren ist vorbildlich und erfolgreich mit der Integration. Sie gelingt, wenn sie auf allen Ebenen stattfindet, und zwar über das Notwendige hinaus. Das tun die Ehrenamtler seit 1 1/2 Jahren. Die Stadtvertreter sehen das auch überwiegend so.
    Herr Schnur will hingegen alles den Ehrenamtlern aufdrücken, ohne mit ihnen gesprochen zu haben. Vollblutpolitiker, Testosteron, kein Realitätsbezug. Soll ein unbezahlter Freitag-zum-Feierabend-Hobbylehrer Dienstag Vormittag einer neu zugewiesenen afghanischen Flüchtlingsfamilie durch´s Dickicht an Paragraphen zur eventuellen Erlangung irgendeines Status helfen? Mal schnell kurdisch, paschtunisch, arabisch und ukrainisch lernen, dann per Telefon beraten?
    „Moment mal Chef, ich muss grad´mal ´ner Flüchtlingsfamilie sagen, dass sie mit dem grünen Zweitexemplar des Antrags zuerst woanders hin müssen aber nicht bevor sie… „

  8. w sagt:

    Ein armer Schneider, des sich in der Tür geirrt hat und nun aus der mit 00 kommt, legt fest, worum es geht, was nicht dazu gesagt werden darf und wer blöd ist.

    Ein Nils ohne Holgersson trennt zwischen dem, was für die ach so fremden Fremdlinge und für die (vom Arsch des Großvaters) breit Eingesessenen aufgewendet wird. Das ist kein Mühlwasser für die Nazis sondern selbst Rassismus.

    Ein private und ein privaten (was eigentlich?) wissen wortgleich ganz genau, was die Integrationsbeauftragte den ganzen Tag trieb und schlussfolgerten: Überflüssig.

    Boahhh

    Wege der in Worte gegossenen Unwissenheit möchte ich mal etwas Nachhilfe geben:

    a) Eine detaillierte schriftliche Tätigkeitsbeschreibung ist kein Muss für den Arbeitgeber. Ich selbst arbeite seit Jahrzehnten ohne, hoffentlich zur vollen Zufriedenheit meines Arbeitgebers. Nicht, weil sie vergessen wurde, sondern weil es ein gutes Betriebsklima gibt in der ich mich einbringe, mit Vetrauensarbeitszeit und ohne Leistungskontrolle.

    b) Ob die junge Dame ihren Job gut macht, kann ich nicht beurteilen. Sie offenbar auch nicht. Das obliegt ihrem Dienstherren in der Verwaltung. Warum hätte der Bürgermeister die Stelle verlängern wollen, wenn sie nutzlos war?
    Weil er von dunklen Mächten dazu gedrängt wurde? Bielefeld gibt es nicht.

    c) Wer bezahlt eigentlich die städtischen Busverbindungen? Bin mir da nicht ganz sicher.

  9. 00Schneider sagt:

    Lieber Herr Elmar, auch sie muss ich korrigieren. Wenn eine afghanische Familie hier ankommt, sind die Anträge gestellt. Dann heißt es warten. Das geht in mv recht schnell. Dann haben sie einen Status- oder nicht. Dagegen kann man etwas tun. Da kommen dann die Paragraphen ins Spiel. Und dafür gibt es Profis wie die Flüchtlingshilfe. Letztlich hat aber schon mal eine Behörde eine Entscheidung getroffen und glauben sie mir, da wird nicht nach Gutdünken entschieden. Obwohl auch da manchmal Fehler passieren. Wir haben hier in Deutschland ein professionelles System. Das hat auch bei 2 Millionen Spätaussiedlern funktioniert. Klar geht es um Geld. Das tut es immer. Man muss es aber nicht aus dem Fenster werfen. Und letztlich ist es begrüßenswert wenn Stadtvertreter hinterfragen. Ob die Schnur oder Jarchow heißen ist dabei Wurst. Den meisten ist es doch eh egal. Einige kommen in der SV an und haben nicht mal die Vorlagen gelesen. Aber dann mit dem Finger auf andere zeigen. Und bloß nicht politisch unkorrekt auffallen- da spielt man ja der afd zu. Ein Blödsinn ohnegleichen, suggeriert es doch, das hier keiner mehr denkt, ausser die Hobby-Politiker. Und diskutieren fällt auch aus. Lieber die Leute angreifen, beschimpfen, diskreditieren- armes Deutschland. Immer schön im Strom schwimmen.

    • Elmar sagt:

      00 S. , 10 Fragen

      1. Wieso geht das Warten in MV schnell? Die Mehrheit der Flüchtlinge trinkt keinen Alkohol.
      2. Was meinen Sie mit Profis in der Flüchtlingshilfe? Die Integrationslotsin? Um Ihnen die Antwort zu erleichtern folgende Fakten: Die Ehrenamtlichen sind keine Profis. Verwaltungsleute und professionelle Lehrer und wer sich sonst noch für Geld damit beschäftigt, tun nicht das, wovon ich schrieb.
      3. Ist Ihnen nicht bekannt dass sich der Status zuweilen ändert?
      4. Womit, meinen Sie, würde Geld aus dem Fenster geworfen? Das bedeutet doch, dass Sie das abschließend beurteilen können, oder?
      5. Ich war in der Stadtvertretersitzung und hatte nicht den Eindruck, dass die Vorlagen nicht gelesen wurden. Im Gegenteil. Abgesehen von Frau Zutt (NPD), die sich nur für einen am Anfang behandelten TOP zu Eignung des Stadtpräsidenten interessierte und dann verschwand, wirkten auf mich alle kompetent. Sie waren sicher auch da, sonst hätten Sie sich dazu ja nicht äußern können. Wer hat, Ihrer Meinung nach, mal eben von nix Ahnung ,einfach mit der Mehrheit gestimmt?
      6. Wer hatte als erster Kommentator jemanden persönlich als Erster angegriffen? Kleiner Tipp: da kam das Wort „blöd“ vor.
      7. Ist Ihrer Meinung nach jeder Kommentator (außer Sie selbst) Hobbypolitiker oder nur die, die eine andere Meinung haben? Oder meinen Sie die Stadtvertreter? Die machen das nämlich auch nebenberuflich.
      8. Woher nehmen Sie eigentlich, dass ich mit dem Strom schwämme? Wenn Sie wüssten…
      9. Sie wiederholen Sie die Silbe „blöd“. Drückt das Ihre Achtung gegenüber Anderen aus? Haben Sie die Weisheit gepachtet? Geben Sie mir davon bitte etwas ab. Sie teilen doch sicher auch gern, oder?
      10. Warum tragen Sie 00 vor dem Namen. Ist das die Klotür oder die Lizenz zum (hoffentlich nur verbal) Töten?

  10. Norbert Jarchow sagt:

    Liebe Kommentatoren/innen,
    wer auf der Stadtvertretersitzung war konnte meinen vollständigen Wortlaut als Begründung für ein „Nein“ hören. Dies war mir wichtig, um zu vermeiden, dass ein Nein zum Fortführen einer zusätzlichen Personalstelle gleichlautend mit einem „Nein“ zur Integrationshilfe zu setzen ist. Es ging auch nicht um eine, oder die Person. Zum einen wurde schon jetzt die Stelle nicht vollständig durch die großzügige Spende der MMG abgedeckt und in sofern gibt es auch keine massive Gehaltserhöhung! Bereits im letzten Jahr wurden Großteile der Kosten aus dem städtischen Haushalt berechtigt abgefangen. Auch soll die Stadt sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Es muss aber berechtigt sein, von einer Verwaltung unserer Größenordnung solche plötzlich und zusätzlich auftretenden Koordinierungs- und Betreuungsaufgaben durch Umverteilung im bestehenden Personalbestand, welcher eh berechtigt auf dem Prüfstand steht, zu erledigen. Es ging auch nicht um ein „Nein“ zu weiterer Unterstützung. Im Gegenteil, wenn notwendiger Bedarf angemeldet und erkennbar ist, sollten diese Mittel soweit haushälterisch vertretbar gezielt an der Basis zur Unterstützung des Ehrenamtes eingesetzt werden. Wenn notwendig sogar über das Maß eines gesunden Haushaltes befristet hinaus. Jeder der mich kennt, weiß, dass auch ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten in der hiesigen Integrationsunterstützung einbringe. Somit sollte nicht jede maßvolle Haushaltsdisziplin mit einer falschen politischen Einstellung, welche ich zu tiefst verachte gleichgesetzt werden. Erst ein unachtsamer Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln führt doch zum Unmut in der Bevölkerung und treibt Teile davon in die Arme der „rechten Gesinnung“. Lassen sie uns die Probleme, wenn es denn welche sind sachlich und emotionslos anpacken und gemeinsam meistern. Es ist auch sehr lobenswert, wenn hier die Arbeit der jetzigen Mitarbeiterin als überaus positiv bewertet wird. Wenngleich ich das auch bei einer motivierten Fachkraft voraussetzen muss. Aber Lob tut immer gut und ist auch berechtigt. Aber in jedem Unternehmen/ oder jeder Behörde dieser Größenordnung muss das abgefangen werden. Hier gibt es jedes Jahr auch ganz normale Personalabgänge in den wohlverdienten Ruhestand, wo ich dann prüfen muss, deren bisherigen Aufgaben auf die anderen Fachkräfte umzuverteilen. Somit wäre eine Fortführung dieser neuen Aufgabe bereits gesichert. Man muss es nur wollen. Es gibt auch immer Aufgaben, welche einmal akuten Bedarf hatten und heute nicht mehr so relevant sind. Dies muss man nur erkennen und nicht immer weiterführen, weil es eben immer so war. Das ist Ressourcen- erkennung und Anpassungsfähigkeit an den aktuellen Bedarf. Und so gesehen absolute Leitungsaufgabe. Die Schaffung immer neuer zusätzlicher Stellen kann nicht die Lösung sein und nur im absoluten Ausnahmefall angewendet werden! Ich hoffe, so etwas mehr zur Versachlichung der Entscheidung einiger Stadtvertreter beigetragen zu haben. Es gibt natürlich auch, wenn bei uns auch nur ein Einzelfall auch eine anders politisch motivierte Einstellung. Diese war zu diesem Zeitpunkt des Tagesordnungspunktes bereits nicht mehr zugegen. Hiervon distanzieren wir uns ausdrücklich und haben dies auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht!

  11. Fritz sagt:

    Wir können die Flüchtlinge nicht sich selbst überlassen. Vertrieben, entwurzelt und vom Tode bedroht, kommen diese Flüchtlinge in der Hoffnung auf verständnisvolle Hilfe bei uns an. Aus einem völlig anderen Kulturkreis stammend, müssen sie hier erst einmal unsere Sitten und Gebräuche kennenlernen, müssen lernen, sich bei uns in einem völlig fremden Umfeld zurechtzufinden. Es ist leicht zu begreifen, daß das nicht ganz einfach ist. Dazu bedarf es qualifizierter, professioneller Hilfe und verständnisvoller freiwilliger, ehrenamtlicher Unterstützung. Insofern ist der Stadt für die Weiterbeschäftigung der Integrationslotsin, wie auch den vielen freiwilligen Helfern für ihr großes Engagement zu danken. Zu dieser Unterstützung gibt es keine Alternative, „kein wenn und aber“ !

  12. 00Schneider sagt:

    Herr Elmar. Nein ,ich bin nicht weise. Und das ist auch gut so. Entscheidend sind doch Gesetze. Klar ich wünsche mir, dass die Rheumaliga mehr Geld für Ihre Selbsthilfegruppe erhält. Ja, ich wünsche mir, dass das Blindengeld erhöht wird,ich will dass Schuldner auch weiterhin kostenlos beraten werden und, ja ich will das die Tafel auch im nächsten Jahr ein Frühstück für Schüler anbieten kann. Und ja ich will dass geflüchtet Menschen ihren Platz finden. WUNSCHTRÄUME! Leider nicht realisierbar in vollem Umfang. Der Grund- fehlendes Geld. Wir haben Gesetze, ob sie uns passen oder nicht. Und ich habe ja auch Möglichkeiten aufgezeigt:BUNDESFREIWILLIGENDIENSTES. EU- PROJEKTE . HOBBY- POLITIKER NENNT mal diejenigen, die mit Politik kein Geld verdienen, also kein Gehalt bekommen als solche. Und schon mal was von Helge Schneider gehört? 00schneider ist seine Kreation- Ein Kommissar:) Ich bin für Debatten. Aber dann mit Niveau. Wir müssen nicht alle einer Meinung sein. Und wer Flüchtlinge sofort mit Kriminalität in Verbindung bringt- Sorry da liegt Blödsinn auf der Hand. Nicht deswegen müssen sie integriert werden, sondern weil sie Menschen aus einem anderen Kulturkreis sind und sich an- und einpassen müssen. Mit oder ohne Ehrenamt.

  13. HaPe sagt:

    Die allermeisten Beiträge zu diesem Thema sind bemerkenswert langatmig und führen um das Kernproblem unnötig ausschweifend herum. Der Beitrag von „Fritz“ trifft in Kürze und präzise das, was zu diesem Thema zu sagen ist. Persönliche Befindlichkeiten und Animositäten haben hier keinen Platz. Tätige Hilfe zur Integration ist angesagt und dringend erforderlich.

  14. Elmar sagt:

    Eben und das tut auch die Stadt. Danke an den Bürgermeister, Die Stadtvertretung und alle, Die nicht gleich wegen dem Geld aufheulen. Mangels Integration von beiden Seiten haben wir eine Parallelgesellschaft der Nachkommen von Gastarbeitern (heute im Deutschlandfunk). Wo diese besonders ausgeprägt ist, ist die Kriminalität signifikant höher als im Durchschnitt. Das will ich nicht, auch wenn es Helge Schneider blöd findet.

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