Anzeige
Anzeige

KUHNLE-TOURS verlegt großen Teil seiner Flotte nach Brandenburg

13. Mai 2021

Das Charterunternehmen KUHNLE-TOURS zieht Konsequenzen aus der Corona-Politik des Landes Mecklenburg-Vorpommern und wird einen Teil seiner Flotte von der Müritz nach Brandenburg verlegen. Das teilte Geschäftsführer Harald Kuhnle, der die Firma vor 40 Jahren als Studenten Start-Up gegründet hat, am Hauptsitz der Unternehmensgruppe in Rechlin an der Müritz mit. „In den nächsten Tagen werden wir die ersten 20 Boote nach Zehdenick überführen“. Weitere Hausboote der größten deutschen Charterflotte werden nach Fürstenberg gebracht.
Grund für größte Überführungsaktion der Firmengeschichte ist die Ankündigung der MV-Ministerpräsidentin Schwesig, den Tourismus-Lockdown um einen weiteren Monat zu verlängern.

„Während Brandenburgs Ministerpräsident Woidke sein Land vorsichtig und mit Augenmaß für kontaktarme Urlaubsarten öffnet, hat Frau Schwesig alle Einwände des Tourismusverbands MV, der drei Industrie- und Handelskammern und der Unternehmen im Land ignoriert“, so der Firmenchef.

Und: “Allein der DEHOGA-Präsident von MV, Lars Schwarz, wurde in der gestrigen Pressekonferenz ausdrücklich von Frau Schwesig für seine Kooperation gelobt. In der Konsequenz ist KUHNLE-TOURS aus dem DEHOGA-Landesverband MV ausgetreten. Fürs Ja-und-Amensagen’ brauche ich keine Interessenvertretung“, empört sich Kuhnle, der am 4. Oktober 1990 die Mecklenburger Filiale von KUHNLE-TOURS gründet hat und seit 30 Jahren hier Hausboote vermietet, die seit 25 Jahren in der eigenen Werft an der Müritz gebaut werden.

Mitarbeiter wandern ab

Die Verlegung der Boote sei wichtig, um nicht noch mehr Bootstörns stornieren zu müssen. Das Land Brandenburg öffnet – anders als Mecklenburg-Vorpommern – am 21. Mai das Land für Geimpfte, Genesene und negativ getestete Bootscrews. „Brandenburg hat verstanden, dass es unterschiedliche Urlaubsformen gibt, von denen unterschiedliche Infektionsrisiken ausgehen. Frau Schwesig schert den gesamten Tourismus mit einem Kamm und lässt die Branche damit auch gemeinsam über die Klinge springen“, sagt Kuhnle, in dessen Unternehmensgruppe noch kein einziger Corona-Fall aufgetreten ist.

Für die touristische Zukunft des Landes sehe er schwarz. „Die Landesregierung hat mit den gestrigen Beschlüssen das touristische Tafelsilber von MV zur freien Bedienung feilgeboten.“ Zum Tafelsilber des ehemals führenden deutschen Reisegebiets gehören die gut ausgebildeten Menschen, die inzwischen in die Nachbarbundesländer und in ausländische Tourismusdestinationen abwandern und die vielen familiengeführten Betriebe, deren Liegenschaften längst auf den Einkaufslisten der verschiedensten Investoren stünden, so Kuhnle. „Nur weil man als Landesregierung in einer Krise nichts tut, heißt das nicht, dass die anderen auch schlafen.“

Er befürchtet, dass sich die mittelständische Tourismusstruktur des Landes nach einem derartigen Ausverkauf von Immobilien und Manpower vom Urlaubserlebnis für alle mehr zum Wochenendsitz für wenige entwickeln wird. „Unser neues Motto wird dann sein: ,Wir waren Urlaubsland’“, fügt Harald Kuhnle bitter hinzu. Und zeigt auf den Werbeslogan im Nachbarland: „Brandenburg. Es kann so einfach sein.


Anzeige

31 Antworten zu “KUHNLE-TOURS verlegt großen Teil seiner Flotte nach Brandenburg”

  1. Hermann W. sagt:

    Endlich mal einer der Nägel mit Köpfen macht. Leider hat nicht jeder diese Möglichkeit.

  2. Sylvia sagt:

    Es ist schade, daß MV die restlichen Tage im Mai, einen der schönsten Monate im Jahr, für die deutschen Urlauber nicht nutzt um den hier lebenden Menschen, sowie besonders den hier wirkenden Unternehmen, einen kleinen Hoffnungsschimmer auf Normalität zu geben.

  3. Kranichtanz sagt:

    Hallo Herr Kuhnle,
    Lassen sie doch ihre Flotte hier, die Region braucht innovative Unternehmen und wenn es ganz schlimm kommt, geht Frau Schwesig zurück nach
    Brandenburg, an die Seelower Höhen, was ich mir ja wünschen würde. Damit hätten Sie dann wieder das Problem die Flotte verlegen zu müssen.
    Sie hat hier versagt, aber was soll‘s? Gewählt hat sie ja sowieso keiner.

  4. Eckhard Kloth sagt:

    Eine gute betriebswirtschaftliche Entscheidung, Herr Kuhnle. Es ist wirklich rational nicht mehr nachvollziehbar, dass es für die tolle Urlaubsform “Hausboot” immer noch keine grünes Licht in MV gibt. Jeder Monat zählt im Tourismus. Also, weiter allzeit gute Fahrt für Ihre Flotte!

  5. Simon Simson sagt:

    Was am Geschäftsmodell, die Müritz mit Diesel betriebenen, nach Einwirkung auf die Politik führerscheinfreien Hausbooten zuzupflastern, innovativ sein soll, erschließt sich mir nicht. Die Lücke wird in einiger Zeit von anderen gefüllt. Dazu kann überprüft werden, welche Uferzone der Herrn Kuhnle gehören und über welche wir, die Öffentlichkeit mit unseren Verwaltungen verfügen. Die Landkarte mit MV grau und Brandenburg rot erinnert mich an Zeiten, in denen über den Westen nur mit Schwarz-Weiß-Filmchen berichtet wurde. Wenn Herr Kuhnle seine elend schweren, langsamen, kraftstoffschluckenden Stahlpötte abzieht, wird Platz für Innovatives, z.B. Boote mit GFK-Rümpfen und LPG- oder elektrischem Antrieb und anteiliger Solarversorgung. Die Kostenreduktion beim Kraftstoff kann sich kaufmännisch darstellen lassen. Günstige Produkte dazu gibt es längst. Die Politik sollte sich nicht erpressen lassen, auch wenn mancher Blog die subversiv gedachte Karte wahrscheinlich von der Firma 1:1 übernommen hat.

  6. Rades sagt:

    Ob auch alle BOOTSFAHRER Steuern zahlen müssen?Wie wir Autofahrer ,da soll mahl die Co2 Steuer zuschlagen dann wehre der See wieder sauber.

  7. Ralf K sagt:

    Hallo Herr Kuhnle,
    schade für MV aber für sie ein logischer Schritt um nicht noch mehr Geld zu verlieren
    und so den Urlaubern von außerhalb doch noch ihren wohl verdienten Urlaub zu ermöglichen.
    Wir selber kommen seit vielen Jahren nach MV um den Urlaub auf dem Wasser zu verbringen
    die letzten Jahre sogar zweimal im Jahr 4-5 Wochen insgesamt und ich muss sagen man kann
    auf einem Charterboot mehr als Corona konform leben. Überall frische Luft und kontaktarm ist es auch
    die Möglichkeit sich anzustecken ist sehr gering , meine Frau und ich sind darüber hinaus genesene wie
    man jetzt ja so schön sagt.
    Ich möchte ihnen an dieser Stelle danken, Ihre Verlegung der Flotte war für unseren Vercharterer glaube ich der letzte Anstoß der noch fehlte, um den Vorschlag meiner Frau umzusetzen die Übergabe in Brandenburg stattfinden zu lassen.
    Die Überführungsfahrt des Hausbootes nach Brandenburg und zurück ist für unseren Vercharterer übrigens ein
    Arbeitseinsatz von ca.20 Std und nicht Selbstverständlich da es ein kleines Unternehmen ist.
    Für diesen Urlaub tschüss MV, hallo Brandenburg wir kommen gerne.

  8. Matze sagt:

    Grundsätzlich kann ich die Kritik nachvollziehen! Wieso ich in meinem Bundesland immer noch kein Kanu oder Treetboot mieten kann erschließt sich mir in keinster Weise! Noch Kontakt-ärmer gehts nicht!
    Aber die stinkenden und überdimensionierten Hausboote werden mir definitiv nicht fehlen! Gott sei Dank gibts aber schon Ersatz mit tollen neuen Liegeplätzen für noch mehr nachhaltigen Bootstourismus am Mare Müritz! Wie herrlich!!!

  9. Jogi sagt:

    Genau, Matze hat den Nagel auf dem Kopf getroffen. Weg mit den Dreckschleudern. Auf unseren Seen gehören umweltfreundliche Boote.

  10. Manfred Scholz sagt:

    Frau Schwesig fährt ihr Land in den
    wirtschaftlichen und touristischen Abgrund.
    Ohne gesunden Menschenverstand wird
    in MV eine Politik gemacht, die einem die
    Freude am Urlaub in MV verdirbt. Vielleicht
    will sie Mauer um MV bauen. Es ist untragbar,
    dass sich ein Land innerhalb Deutschland
    so abschotten kann. Es sollte ein Deutschland
    ohne diese Fürstentümer geben.

  11. Franz Frantzen sagt:

    Hoffentlich erinnern sich die Leute im Herbst daran, wenn sie ihr Kreuz setzen. Es ist jämmerlich, dass der Koalitionspartner treudoof der selbstgerechten und selbstverliebten Dame aus dem hohen Schloss hinterher trottet.

    An die CDU: so gewinnt man keine Wähler!!!

  12. Sven-Oliver Kallweit sagt:

    Man sagt nicht umsonst, die Welt geht unter Mecklenburg 50 Jahre später. Weil sie hinterher sind.
    Ein sehr schönes Land, habe auch da gelebt, die Menschen verstehe ich auch.
    Aber der Rest????

  13. Klaus Kielbasiewicz sagt:

    Richtig so! Die Politik von Frau Schwesig verstehe ich schon länger nicht und ich plane jetzt schon meinen Sommerurlaub in Brandenburg. Interrssant ist, dass viele MV-Bürger Frau Schwesig zustimmen. In zahlreichen Gesprächen habe ich von Einwohnern erfahren, dass sie es gut finden, dass Touristen ausgesperrt werden, um Corona von ihnen fern zu halten. Wenn das so ist, muss man halt mit den Folgen klar kommen.

  14. Anonym sagt:

    Wenn hier geöffnet wird, schippern die doch die Karren wieder zurück. Die ganzen jammernden Unternehmer aus dem Tourismussektor sollen mal ihre Bilanzen für 2020 veröffentlichen. Dann wird man sehen, dass die letztes Jahr Geld gescheffelt haben wie noch nie. Und auch dieses Jahr wird das wieder so sein. Wir werden von Null auf Hundert komplett ausgebucht sein. Die Saison wird sich dann wieder nach hinten verschieben, bis Ende Oktober Anfang November. Und die Fachkräfte würden bei besserer Bezahlung und KUG-Aufstockung auf 100% vielleicht auch 4 Wochen länger warten bis sie abwandern.

  15. Petra sagt:

    Schade für die Angestellten aber die häßlichen Boote werde ich nicht vermissen. Aber daß die Boote nicht starten dürfen, ist für mich nicht nachvollziehbar…ein gemeinsamer Haushalt kann nicht gesünder Urlaub machen…aber es geht schon lange nicht mehr darum wie was geht, sondern warum es nicht geht auch in den anderen betroffenen Bereichen

  16. Hubert sagt:

    Anonym, genau so ist es. Und wahrscheinlich wird eine schon länger geplante Verlegung der Boote jetzt unter diesem Vorwand abgewickelt.

  17. Hubert sagt:

    Als wenn es mit einer/einem anderen Ministerpräsidentin/en anders gelaufen wäre. Es würde trotzdem Meckerer geben die alles schlecht machen. Es gibt nun mal keinen 100% richtigen Weg in dieser Pandemie!

  18. Micha sagt:

    Ja klar könnte man Familien oder Touristen mit Impfpass oder negativ Test langsam aber sicher auch einen Urlaub gönnen ! An die Regeln müssen Sie sich an Land so oder so halten . Auf dem Wasser in kleiner Runde ist das Risiko wahrscheinlich klar gegen Null ! Aber halten sich die Leute auch daran? Das bleibt offen ! Auf eine Art kann man den Truppenabzug verstehen, sie werden aber bestimmt zurück kommen und sonst freut es die anderen Charterluden ! Die Politik in Form von Frau Schwesig wird kaum zurück rudern die wollen gegen Null gehen mit den Infektionen. Es ist ja einfacher alles beim alten zu lassen als Öffnungskonzepte zu entwickeln. Schwesig hinterlässt bei mir eh einen komischen Eindruck ,da sie sich trotz ihrer Krankheit immer am Machtpult hält aber nicht abgibt um einfach Ruhe zu haben . Ist das eine Art der Selbstdarstellung um Wahlkampf zu machen um jeden Preis? Aber gut die Zeiten sind schwierig ,nur das Politiker ihr Geld jeden Monat pünktlich auf dem Konto haben . Vor allem jeder Trottel der da noch so nebenher läuft egal ob er was zu sagen hat oder nicht . Es sollte eventuell auch eine Quote eingefürt werden die den Tourismus auf dem Wasser nicht aus dem Ruder laufen lässt. Es ist manchmal schon etwas lästig kaum Ruhe zu finden am und auf dem Wasser weil es wie auf der Autobahn ist .

  19. Gastwirt Jürgen sagt:

    Zitat, das man Loriot zuschreibt und sowas von passend ist:

    “In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen”

  20. Manni sagt:

    Da sollte man doch gleich zur Belohnung ein feines Boot bei Kuhnle mieten. Eine Regierung die ohne Sinn und Verstand ganze Wirtschaftszweige ruinieren möchte aus politischen Motiven ist nicht tragbar.
    Macht nur weiter so in Mecklenburg-Vorpommern . Die Rechnung bezahlt am Ende jeder der auf Tourismus gesetzt hat. Das wird hoffentlich Wähler kosten .

  21. Carsten sagt:

    Das Land Brandenburg sollte die Grenze in Gegenrichtung zum Schutz lokaler Unternehmen dicht machen und das Verlegen der Boote aus Mc Pom verbieten. Aber solchen Wirtschaftskrieg wollen wir nicht. Die Landesgrenze teilt die Seenplatte räumlich und mit diesen unnützen Corona Maßnahmen auch rechtlich. Die Urlauber werden kaum eine Freude daran haben, wenn sich noch mehr überdimensionierten Charterpötten durch die kleinen Schleusen auf Brandenburger Gebiet stauen. Zudem ist ein Zugang zu den Templiner Gewässern wegen einer endlos dauernenden Schleusensanierung (Kannenburg) versperrt. Auf Brandenburger Gebiet sind die Anlegemöglichkeiten für diese Boote begrenzt. Dann müssten die gleich nach Potsdam oder Zeuthen verlegt werden, wo jedoch ein Führerschein vonnöten ist. Wenn Kuhnle Tours Druck machen will, sollten sie ihren Firmensitz auf die Caymans verlegen. Dann würden dem Land die Steuern flöten gehen. Mir tun besonders die kleinen Vermieter leid, die ihre Ferienhäuser und Wohnungen nicht verlegen können. Da reiben sich schon die Hedgefonds die Hände, wenn sie diese aus Insolvenzmasse ersteigern können. Insgesammt ist diese Politik nicht sinnvoll und gastfreundlich, da denke ich auch an die Rausschmisse (Abreisezwang) per Dekret im vergangenen Jahr. In diesem Jahr kommt da noch oben drauf, dass selbst Eigentümer ihr Eigentum nicht mehr nutzen können, weil sie nur ein paar Kilometer jenseits der Landesgrenze wohnen und in der Impfprioviesierung im Impfstoffmangelstau ganz hinten in der Schlange stehen. Zum Trost haben wir aber tolles Wetter und das Mittelmeer lockt mit Gastfreundlichkeit und Sonnenschein.

  22. Schauli sagt:

    Ich verstehe nicht, wo auf über 117 km/2 max. 40 Hausboote von Kuhnle die Luft verpesten, es wird ja getan als wenn alle Atemnot hätten an der Müritz. Das Boot verbraucht pro Stunde weniger Sprit, als die Besatzung bei der Anreise mit dem SUV. WENN die Boote elektrisch fahren sollten, muss die Anreise auch so sein. Also 1x mehr denken vor dem Schreiben. Ich verstehe Kuhnle.

  23. Elimar sagt:

    stimmt, Carsten, an Land mit einer Mauer und Selbstschussanlagen und im Wasser mit U-Bootnetzen und Seeminen.

  24. Harald sagt:

    mal hinter die Kulissen sehen, von jetzt 160 Hausbooten werden 32 vorübergehend nach Brandenburg verlegt,
    lange geplant und organisiert. Auch ein Hafen in Rechlin kommt an seine Grenzen. Mal auf die Website Kuhnle
    schauen.

  25. micha sagt:

    Ich nehme das auch eher als „mit dem Geschirr klappern“ oder als „Säbelrasseln“ wahr.

    Wegen 3-4 Wochen Unterschied im Saisonstart wird jetzt ein Teil der Flotte verlegt, und die kommen auch wieder zurück.
    Das macht ja aus unternehmerischer Sicht auch Sinn, wenn Brandenburg früher öffnet.
    Und für einen Schwaben macht es dann erst recht Sinn.

    Die größte Überführung der Firmengeschichte?
    Als die Basis Waren Stadthafen damals komplett nach Rechlin/ Classee verlegt wurde – wurden gut doppelt so viele Hausboote überführt.
    Aber harte Rhetorik vermarktet sich nunmal besser.

    Clevere kostenfreie, überregionale Werbung nenne ich das… wenn sogar der „Spiegel“ berichtet.

    Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird – auch nicht im Schwaben Ländle. ????

  26. Elimar sagt:

    Schauli,
    das kommt auf die Länge der Anreise an. Außerdem wird das Boot pro Törn nicht nur eine Stunde laufen. Nach Ihrer Rechnung: Wenn das Boot 4 stunden läuft, müsste 4x mit einem SUV angereist werden, von wo auch immer und mit einem vernünftigen Auto 5mal. Aber ich denke, Ihre Meinung ist trotzdem in Ordnung, wenn auch mehr vom Gefühl als von Mathematik geprägt. Nur man sollte eben nicht nachrechnen.

  27. WRN sagt:

    Moin micha , stimme ihnen wegen der Werbung voll und ganz zu , aber wegen zurück kommen und der Überführung nicht ganz , weil man es nicht mit damals vergleichen kann. Es waren gut doppelt so viele Boote ,das stimmt , aber von Waren nach Rechlin fährt man einmal über die Müritz und den ist man in Rechlin und der Rückweg per Auto ist nur halb so weit gewesen wie jetzt von Zehdenick oder Fürstenberg nach Rechlin. Die Boote nach Zehdenick oder Fürstenberg zu verlegen dauert viel länger , weil erstens , nicht so schnell gefahren werden kann/darf(Havel) und zweitens , man auch Schleusen muss. Bis nach Fürstenberg sind es 6 und weiter nach Zehdenick noch mal 4 Schleusungen. Das ist schon ein logistischer und vor allem zeitlicher Aufwand 20 Boote nach Zehdenick zu bringen.E

  28. Nicht geimpft sagt:

    Also ich finde das gut, einfach mal Parole zu bieten.
    Letztlich geht es um ein Unternehmen und Arbeitsplätze egal wie der Umsatz in den nächsten Monaten ausfällt.
    Wir werden doch schon lang genug zurück gehalten und eingesperrt.
    Außerdem kostet das doch dem Herrn Kuhnle schon genug Geld die Boote zu überführen und ob er diese alle vermietet, steht ja auch noch im Raum.
    Sicherlich werden diese Boote auch wieder zurück an die Müritz kommen wenn der Tourismus wieder anläuft. Außerdem hat die Kuhnle-Tours genug Basen, um die Flotte aufzuteilen, da geht es in Rechlin nicht um Platzmangel. Lange geplant war hier gar nichts, schließlich kam die Verlängerung der Maßnahmen ja erst Dienstag zu stande. Auch wegen dem Dieselverbrauch, einfach nur lächerlich. So lange die Ozeanriesen noch für jedermann die Weltmeere durchkkreuzen und verschmutzen, ist das doch nicht einmal ein Prozent von dem was der Umwelt angetan wird.
    Und die Schleusen, wozu dienen diese denn ? Wohl zum Boote Schleusen, sonst hätte man keine bauen brauchen. Einige Leute sollten doch einfach mal nachdenken bevor sie ihr Komentar abgeben. Es müssten viel mehr Leute aus der Gastronomie und dem Einzelhandel sich unserer Regierung widersetzen damit wir, also alle Bürger, mal langsam unsere Menschenrechte wiederbekommen.

    • carsten sagt:

      Es ist eine demonstrative und auch logistisch kluge Maßnahme Maßnahme, die Schiffe zu verlegen. So rettet er auch einigen seiner Kunden den Urlaub, denn die Saison ist schon gut ausgebucht. Mit Ersatzterminen für Umbuchungen ist es schon schwer. Die Rücküberführungen können dann die Kunden übernehmen, wenn sie „Oneway“ kurz vor der Grenzöffnung fahren. Onewaytouren würden die Kapazitäten der Schleusen erhöhen, da sie so nur „ein“ statt „zwei“ mal in gleicher Zeit passiert werden müssen. Das würde besonders in Zeiten hoher Schleusenauslastung zu einer Entspannung führen. Im ungünstigen Fall kann allein die Passage der Schleuse Strassen 6 Stunden dauern und dann muss man evtl. nach dieser Wartezeit noch im Schleusenrang übernachten, weil die Betriebszeit zu ende ist. Rein logistich braucht der ganze Überführungs- Konvoi mit 32 Charterschiffen, größenmäßig gut zusammengestellt pro Schleuse 3-4 Stunden Schleusenbetriebszeit, wenn kein bzw. sehr geringer Gegenverkehr wie jetzt zu erwarten ist. Das Nadelör bilden die Schleusen Diemnitz, Canow,Strassen und Steinhavel auf der Strecke. Onewaytouren erfordern einen höheren logistischen Aufwand. Das Umweltschutzthema kam hier auch in den Beiträgen zur Sprache, diese Schiffe fahren meist mit Diesel. Sie brauchen jedoch nicht viel davon wenn sie Fahren. Das Leben (Urlaub) an Bord dauert aber länger als die Fahrtzeit und im Stand wird so ein Schiff zum Niedrigenergiehaus. Strom aus Batterien und Solarenergie sind knappes Gut und fordern sparsamen Umgang mit Energie. Mehr Sorgen um die Umwelt machen mir da die Nutzer, die nicht wissen, welchen Schaden Raserei in engen Gewässern oder nahe den Ufern anrichten. Auch das Ankern im Schilf oder das Fahren durch Seerosenfelder ist no go, wie auch das Müllabladen an Land, Lagerfeuer im Wald sowie nächtliches Feuerwerk in der Natur.Urlaub auf dem Wasser erfordert Respekt und eine Wertschätzung der Umwelt, denn sie ist einmalig und unersetzlich in unserer Region. Diese Coronaregeln könnten auf dem Wasser zum Dauerzustand aus Umweltschutzgründen werden, wenn unsere Chartergesellschaften weiter expandieren.
      Sie sollten auch Verantwortlichkeit übernehmen und selbst auf Nachhaltigkeit achten, bevor sie von der Politik dazu gezwungen werden.

  29. Peter-Claudius Rose sagt:

    Kühnle Tours macht den Wechsel aus wirtschaftliche Gründen. Am Bootstourismus und das ganze Drumgerum hängen nicht wenige Arbeitsplätze!
    Die Entscheidung der Regierung in MeckPom Unterschiede zwischen “Landeskindern” mit Urlaubsmöglichkeit ab 07. 06.und “Ausländern” aus den übrigen Bundesländern ab 14.06. zu machen ist doch irre und rechtlich sehr fragwürdig.
    Wir sind Camper und haben einen Campingplatz auf Usedom für 14 Tage gebucht. Die Inzidenz in unserem Landkreis ist niedriger als im angepeilten Urlaubsgebiet. Wir lassen uns regelmässig testen und sind als ü60 1x geimpft. Wir haben an der Demo “Campen mit Abstand” teilgenommen. Bei den Discountern in geschlossenen Räumen ei zukaufen ist x mal gefährlicher als der Platz mit ü80qm im Freien.
    Das “Abfangen” mit Strafen an der Landesgrenze erinnert mich als gelernten DDR-Bürger doch sehr an das Einreisen in die Sperrzone.

  30. Peter sagt:

    Bitte Bitte bleibt dann ewig weg dann kann sich die Natur besser erholen.
    Ist doch sowieso Pervers mit einem lauten Boot über die Seen zu schippern Wassvögel aufzuscheuchen und deren Nester mit dem Wellengang zu zerstören. Danach Stundenlang vor einer Schleuse zu warten.
    Also gute Entscheidung