
Darum mahnen Bündnis 90/Die Grünen nun dringend andere Maßnahmen an: Die Schlachtungen direkt am Hof und die Förderung kleinerer Schlachtbetriebe müssten ausgebaut werden. Konventionelle Landwirte sollten als Folge stärkere Anreize bekommen, von der konventionellen Schweinehaltung in andere landwirtschaftliche Bereiche zu wechseln.
„Im vergangenen Jahr wurden zudem 8.855 Tonnen lebende Tiere von Mecklenburg-Vorpommern ins Ausland transportiert“, ergänzt Terpe. „Die Entfernungen sind zum Teil unzumutbar und es ist bekannt, dass die Tierschutzbestimmungen für den Transport in vielen Ländern nicht ausreichend beachtet werden. Das Land sollte künftig keine Lebenstransporte mehr zulassen, die länger als zwölf Stunden dauern.“
2019 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 811.600 Schweine gehalten und 267.655 davon gewerblich in Mecklenburg-Vorpommern geschlachtet.
2020 stieg die Zahl der Schweine auf 833.000, die Zahl der Schlachtungen ging um 90 Prozent zurück auf 29.991 Tiere. Dies hatte zur Folge, dass die übrigen über 200.000 schlachtreifen Tiere zu Schlachthöfen in andere Bundesländer transportiert wurde. Denn in MV gibt es keinen Schlachthof für diese Größenordnungen. Damit stiegt die Zahl der Tiertransporte um 1.000 bis 2.000 im Vorjahresvergleich.
Auch 2021 hält der Trend an – nur ein Bruchteil (14.217 Schweine) der schlachtreifen Tiere wurde in der 1. Hälfte dieses Jahres innerhalb unseres Bundeslandes geschlachtet. Transportiert werden die Tiere unter anderem zum Schlachthof Weißenfels südlich von Leipzig.







Neueste Kommentare