
Das Team von Golf Fleesensee hatte sich Gedanken gemacht, wie die nach dem Abschlag rund 50.000 über den Platz verteilten Golfbälle wieder in den Sammelkorb kommen. Die Lösung, ebenso naheliegend wie clever, ist ein, zu einem Ballsammler umfunktionierter und per App steuerbarer Mähroboter. Anstelle der Schneidemesser hat dieser Sammelspulen, die die verstreuten Golfbälle in einen internen Sammelkorb befördern. Ist dieser gefüllt, werden die Bälle – jeder kostet ca. 50 Cent – an eingerichteten Sammelpunkten auf dem Gelände abgeworfen.
Ähnlich innovativ zeigte sich das Digiscouts®-Team der IKT-Ost und ihr „Magic Mirror“. Dieser ist ein, in Gestaltung, Bau und Programmierung von den Azubis des 1. Lehrjahres eigenständig entwickeltes, Informationstool für die unterschiedlichsten und erweiterbaren Inhalte von Uhrzeit, Wetter und News über Geburtstagserinnerungen und Spritpreise bis zur individuellen Mitarbeitermotivation.
Beim Digiscouts®-Team der Neubrandenburger Stadtwerke, alle Auszubildende zum Fachinformatiker, hatte es die Idee des eSigning – der elektronischen Unterschrift unter interne Dokumente – in die Projektumsetzung gebracht. Mit deutlich belegten Potenzialen in Zeit- und Kostenersparnis ist das Projekt, an dem jetzt noch Verbesserungen anstehen, ganz im Interesse von Unternehmen und Kunden.

Trotz der unterschiedlichen Ansätze ist allen Digiscouts®-Teams die Herangehensweise an ihr Projekt gemein, wie in den Projektpräsentationen deutlich wurde. Jede Idee entstand aus der Überlegung heraus, was oder welche Prozesse im Unternehmen digitalisiert werden könnten oder sollten. Diese wurden dann den Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung präsentiert und nach deren Votum umgesetzt – eigenverantwortlich und mit viel Lernpotenzial in professionellem Projektmanagement. Oder, wie die Ausbilder es in ihren Abschlussworten sagten: „Durch das Digiscouts®-Projekt haben sich im Unternehmen alle besser kennengelernt, haben nicht nur die Azubis, sondern alle Mitarbeitenden dazu gelernt und sich entwickelt.“
„Digiscouts® ist eine perfekte Symbiose aus jungen Menschen, die aktiv den Digitalisierungsprozess im eigenen Unternehmen mitgestalten wollen und können und Betrieben, die vom Wissen und den Fähigkeiten ihrer Auszubildenden hinsichtlich des wichtigen Themas Digitalisierung profitieren“, fasste es auch Sabine Lauffer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung MSE, in ihrem Grußwort zusammen.
Innerhalb eines sechsmonatigen Programms spüren Auszubildende Digitalisierungsmöglichkeiten in ihren Unternehmen auf und erarbeiten gemeinsam mit ihren Vorgesetzten geeignete Pläne zur eigenverantwortlichen Umsetzung. Im Fokus stehen dabei das Entdecken und Entwickeln neuer digitaler Lösungen, um Abläufe in Unternehmen effizienter, kundenfreundlicher oder wirtschaftlicher zu gestalten.








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