Erste Polizei-Bilanz zur Fusion 2022 in Lärz

1. Juli 2022

Fusion 2022 in Lärz – eine erste Bilanz der Polizei: Bundes- und Landespolizei haben die Anreise zum Festival im jeweils eigenen Zuständigkeitsbereich begleitet. Mit eigenen und unterstellten Kräften lag der Schwerpunkt des Einsatzes für die Polizeiinspektion Neubrandenburg beim Schutz der Veranstaltung, insbesondere der Sicherheit im Straßenverkehr. Dazu gehört zum einen die Gewährleistung der störungsfreien Anreise der Veranstaltungsteilnehmer und zum anderen die möglichst geringe Beeinträchtigung für die Bevölkerung durch das erhöhte Verkehrsaufkommen.
Und die Polizisten haben bei ihren Kontrollen auch einiges an Drogen verschiedenster Art gefunden:

Für die Bundespolizei liegt der Schwerpunkt in der sicheren An- und Abreise der Festivalteilnehmenden, die mit Zügen der Deutschen Bahn AG aus Richtung Berlin, Rostock und Stralsund anreisten. Dazu ist die Bundespolizeiinspektion Stralsund mit weiteren Einsatzkräften der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit und einer Diensthundestaffel der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt am Hauptbahnhof Neustrelitz im Einsatz.

Bei der Anreise auf der Straße kam es aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens auf der B 198 im Bereich der Zufahrt zum Festivalgelände zwar punktuell zu Stauerscheinungen, die durch den Einsatz von Verkehrsregelungskräften der Landespolizei und in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter zeitnah behoben werden konnten.

Darüber hinaus spielt für die Polizeiinspektion Neubrandenburg die Verhinderung und beweiskräftige Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eine weitere wichtige Rolle. Entlang der B 198 (Parkplatz Vipperower Heide und Zirchow) wurden Kontrollstellen eingerichtet.

Jede Menge LSD-Trips entdeckt

Bis zum heutigen Morgen wurden im Rahmen dieser Kontrollen 19 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, 25 Strafanzeigen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln und zwei sonstige Strafanzeigen (Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgenommen.

Allein im Bahnbereich reisten in den ersten beiden Tagen knapp 15.000 Festivalteilnehmende an. Auf Grund der zu erwartenden hohen Zahl an Reisenden hat die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt den Bahnhof Neustrelitz zeitweise als gefährdetes Objekt eingestuft. Auf dieser Grundlage führte die Bundespolizei in der Anreise stichprobenartige Kontrollen durch, bei denen eine Vielzahl von Straftaten festgestellt wurden. Überwiegend handelte es sich um Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz.

Die Bundespolizei stellte allein 19 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Insgesamt wurden bei den Kontrollen über 900 Gramm verschiedenste Substanzen sichergestellt, darunter Amphetamine, Cannabis, Kokain und halluzinogene Pilze. Herausragend ist die Zahl der festgestellten LSD-Trips. Insgesamt wurden 8.425 LSD-Trips aufgefunden, 8.200 davon bei zwei Männern. Es bestand der Verdacht des Handelns mit Betäubungsmitteln. Die Beschuldigten 31- und 32-jährigen Iraner wurden zuständigkeitshalber an die Landespolizei übergeben und nach Vorführung vor den Bereitschaftsrichter in Haft genommen. Zudem ordnete das Amtsgericht Neubrandenburg eine Wohnungsdurchsuchung beim dem 32-jährigen Iraner an, bei der weitere Betäubungsmittel aufgefunden wurden.

Die Kräfte der Bundespolizei fertigten weitere Strafanzeigen für sechs unerlaubte Einreisen bzw. unerlaubten Aufenthalt, zwei Bedrohungen, eine Beleidigung, zwei Verstöße nach dem Waffengesetz, drei Fälle von Erschleichen von Leistungen.

Die Landes- und Bundespolizei bedanken sich bei den vielen verständnisvollen und kooperativen Festivalteilnehmenden und wünschen allen ein erlebnisreiches Wochenende. Die Polizeibeamten werden auch weiterhin für die Sicherheit der Festivalbesucher und Bahnreisenden vor Ort sorgen.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass bei der Abreise ab Sonntag über den Bahnhof Neustrelitz mit einem hohen Personenaufkommen zu rechnen ist. Grund sind unter anderem die Ferien in Mecklenburg-Vorpommern und zusätzlich reisenden Festivalteilnehmenden. Starke Verzögerungen sind nicht auszuschließen.


8 Antworten zu “Erste Polizei-Bilanz zur Fusion 2022 in Lärz”

  1. Marc sagt:

    Na guck an,wer hätte denn das gedacht?ist ja ganz was neues dass es sich bei der FUSION um den größten Drogenmarktplatz der Neuzeit handelt.und das was gefunden wurde waren ja nur stichprobenhafte Kontrollen.Die Fusionisten werden schon versorgt,da können alle sicher sein.
    Hat all die Jahre unter den Augen der Polizei funktioniert,wird dieses Jahr nicht anders sein.Und Sonntag stehen in Röbel überall Autos mit Fahrern die versuchen runter zu kommen.Aber ein Hoch auf die Genehmigung dieses Theaters.Und für nen e.V. der gemeinnützig agieren sollte ist das ne ganz schön profitable Nummer für die eigene Tasche.

  2. Matze sagt:

    Dieses Engagement der Polizei ist wirklich beeindruckend! Schön wäre es noch wenn ich dieses Engagement auch bei anderen Themen wie organisierte grenzüberschreitende Kriminalität, Gewalt an Schulen, Clankriminalität usw. und nicht nur bei Festivalbesuchern sehen würde!

  3. müritzerjung sagt:

    Ach Marc … Glaubst du wirklich das bei Rock am Ring, Konzerten von Udo L. oder irgendwelchen kaputten Hosen… etc nur Eistee konsumiert wird?? Schau mal über den Tellerrand…Mit freundlichen Grüßen und noch ein schönes Wochenende…

  4. Meckerkopp sagt:

    Hallo, ich finde es Toll, als Vipperower habe ich einen wunderbaren Stau mit grölenden, urinierenden Menschen erlebt.
    Stundenlang die Abgase der Autos aufgeschnüffelt und mich am Klang der Martinshörner erfreut.
    Besonders nett finde ich die ausländischen Mitbewohner, die keine Mühe scheuen um selbstlos die Teilnehmer mit Sachen zu versorgen für die es noch einen Versorgungsengpass gibt.
    Danke dafür, Meckerkopp

  5. Marc sagt:

    Die Rede war und ist hier nicht von Alkohol,was schon schlimm genug wäre,sondern von harten,ILLEGALEN Drogen die nicht nur blöd machen.
    Und sich dann noch als Veranstalter in den öffentlichen Raum zu stellen und sich zu muckieren dass es diese Kontrollen gab und gibt,viel zu wenige meiner Meinung nach,und sie als illegal und grundlos zu bezeichnen schlägt dem Fass ja wohl den Boden aus.Denn dieses Mal ist ja nicht dass erste mal dass dieser e.V.solche Schlagzeilen macht.
    Wenn’s nach mir ginge,den ganzen Zauber verbieten,Gemeinnützigkeit aberkennen und die kompletten Kosten für jeden Einsatz direkt weiterberechnen zu Händen Kulturkosmos e.V.

  6. Kirsten sagt:

    Marc…..100 % Zustimmung für deine Meinung. Hier sollte der Staat eingreifen…und das sehr bald!

  7. Erich sagt:

    Sorry, aber in jeder Disco und in jedem Club in JEDER Stadt in Deutschland sind Gäste mit Drogen unterwegs.
    Da regt sich doch auch keiner auf und nun ist einmal !!! im Jahr ein Festival in unserer Region und da soll was jetzt genau passieren?
    Jedes Fahrzeug und jede anreisende Person soll anlasslos kontrolliert, Sachen durchsucht, Drogentest machen?
    In Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg in Clubs für elektronische Musik sind Gäste mit Drogen normaler Standard und das schon seit mindestens 20-30 Jahren. Natürlich nicht jeder, aber bei der Fusion ist der Anteil auch nicht größer als bei anderen Festivals für elektronische Musik oder im Vergleich zu bestimmten Clubs.

    Kommt klar damit:
    Alle Drogen die es auf dem Weltmarkt gibt, sind überall in Deutschland zu bekommen (auch in Waren und Umgebung) und Menschen aus jeder Bevölkerungsschicht nehmen diese. Selbst Polizisten und Ärzte und Politiker.
    In den allermeisten Fällen (99 Komma paar Prozent) sind die Leute auch normal während des Konsums (oder zumindest nicht anderes als bei anderen legalen Drogen) und am nächsten oder übernächsten Tag auch wieder fit wie sonst an jedem anderen Tag.

    Falls wer glaubt, dass gerade auf der Fusion extrem viel Drogen genommen werden, sollte mal die Augen und Ohren aufmachen bei anderen Veranstaltungen wie Stadtfesten oder auch gesellschaftlichen Anlässen wie Pressebälle.

    Übrigens hier der gute alte Heino:
    https://www.youtube.com/watch?v=jToMTP7isH8

    Moderator: “Nutten, Koks und frische Erdbeeren wolltest du immer in deine Garderobe haben?”
    Heino: “Ja, aber Erdbeeren waren immer schlecht zu kriegen.”

  8. Festivalfreund sagt:

    Ach Marc hat dich früher keiner eingeladen zum feiern oder woher der Unmut …dieses rum geheule ist ja kaum zu ertragen.