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An den Petersdorfer Brücken naht das Bau-Ende

23. März 2020

Langsam ist ein Ende in Sicht: Beim Neubau der zweiten Autobahn-Teilbrücke der A19 über den Petersdorfer See bei Malchow wird es am Dienstag besonders knifflig. Die Bauarbeiter haben das riesige Mittelteil der Brücke zusammengeschweißt und es wird im Lauf des Tages “eingeschwommen.” Dazu muss das Riesen-Stahlhohlprofil zunächst auf spezielle Rollwagen gehoben werden, die das Herzstück der Brücke dann behutsam Zentimeter für Zentimeter zu einem Schwimmponton bugsieren, ähnlich wie 2018 beim westlichen Brückenteil.

Ungeachtet der Corona-Problematik will sich das auch der zuständige Minister aus Schwerin nicht entgehen lassen. So sich wird Landesverkehrsminister Christian Pegel am Dienstag gegen Mittag ein Bild von der Dauer-Baustelle an der Autobahn 19 Berlin-Rostock machen. Mit einem geschätzten Kostenaufwand von rund 62 Millionen Euro wäre die Petersdorfer Brückenbaustelle, zuzüglich des gesamten Umbaus der Anschlussstelle Waren, eigentlich die größte Autobahn-Baustelle zwischen Berlin und der Ostsee – wenn es da nicht das im Moor abgesackte Stück der Autobahn 20 bei Tribsees geben würde.

Auf der Baustelle bei Malchow sind jedenfalls die Vorbereitungen zu dem kniffligen Einbau so gut wie beendet. So wurden bereits acht Hubanlagen – Litzenheber – an beiden Endstücken an den Ufern montiert. Sie sollen das riesige Brückenmittelteil so hochheben, dass es passgenau verschweißt werden kann. Dafür wird mindestens ein ganzer Tag veranschlagt. Auch die Wasserstraße nach Plau ist dafür gesperrt.

Wenn das alles klappt, soll die A19 auf der jetzigen Teilbrücke noch einmal vom 30. und 31. März abends und nachts Richtung Ostsee gesperrt werden. Dort muss ein Schwerlastkran stehen, um die Hubanlage wieder abzubauen. Auf dem Mittelteil und den Anschlüssen müssen dann noch der tonnenschwere Straßenbelag aufgebracht und die Leitanlagen montiert werden. Ab Herbst 2020 soll es dann wieder freie Fahrt Richtung Ostsee und Berlin über den Petersdorfer See geben – nach gut sechs Jahren Bauzeit.


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