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Arbeitslosigkeit: Immer mehr Menschen haben bezahlte Arbeit

31. Oktober 2018

Immer mehr Menschen haben Arbeit: 92.484 Menschen waren im März im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sozialversicherungspflichtig beschäftigt, über 1.300 mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich verharrt die Arbeitslosigkeit im Oktober auf dem Stand des Vormonats.

Die Lage am Ausbildungsmarkt zeigte sich 2017/2018 stabil aber mit zunehmenden Passungsproblemen“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse.

Im Oktober waren in der Seenplatte vier Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im September. Insgesamt 11.184. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres 1.738 Arbeitslose weniger.

„Immer mehr Menschen haben eine bezahlte Arbeit“. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig arbeitenden Menschen ist im März – im Vergleich zum Vorjahresmonat – um 1.367 gestiegen. Ich erwarte, dass die Beschäftigung weiter zunimmt und der Rückgang der Arbeitslosigkeit bis ins nächste Jahr anhalten wird. Weil die Verfügbarkeit von Arbeitskräften an ihre Grenzen stößt, sind Rekordwerte bei der Beschäftigungsentwicklung allerdings nicht mehr zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Arbeitslosigkeit im Oktober auf dem Stand des Vormonats. Ein Herbstaufschwung, wie in den Vorjahren, ist ausgeblieben“, so bilanzierte der Agenturchef die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Herbstmonat Oktober.

Demografischer Wandel verschärft Fachkräfteengpässe

Der demografische Wandel vollzieht sich langsam, aber seine Auswirkungen sind schon jetzt spürbar. Bisher konzentrieren sich die Fachkräfteengpässe auf bestimmte Regionen, Branchen und Berufe. Allerdings mehren sich die Anzeichen, sagt Besse, „dass es für Unternehmen schwieriger wird, geeignete und gut qualifizierte Beschäftigte zu finden.“ Es sei daher wichtig, ausreichend Nachwuchs auszubilden, sagte Besse mit Blick auf die Jahres-Bilanz am Ausbildungsmarkt, die ebenfalls am 30. Oktober 2018 veröffentlicht wurde.

Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften wird sich absehbar nicht verringern, sondern eher erhöhen: „In den kommenden zehn Jahren werden imSeenplattekreis fast 23.000 Frauen und Männer aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Gut zwei Drittel davon sind Menschen mit einer dualen Berufsausbildung. Wenn man in Betracht zieht, dass es bis zu fünf Jahre dauert, bis junge Menschen das Erfahrungsniveau vollwertiger Fachkräften erreicht haben, wird deutlich, wie wichtig es ist, in den Nachwuchs zu investieren. Um es klar zusagen, es ist wichtig, heute zu beginnen, morgen ist es zu spät.“

Zur Fachkräftesicherung ist ein vielfältiges Set an unterschiedlichen Maßnahmen notwendig. „Insbesondere Maßnahmen, die auf eine längere Beschäftigung von älteren Beschäftigten, auf eine Kombination aus frühzeitiger Berufsorientierung, zukunftsorientierter Ausbildung, verstärkter betrieblicher Weiterbildung und hoher Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren abzielen, sichert Unternehmen ihre Fachkräfte. Um dieser gesellschaftlichen Herausforderung zu begegnen, müssen alle relevanten Akteure effektiv zusammenarbeiten“

Nach wie vor viele freie Stellen

Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte sind einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge im kommenden Jahr 1.000 neue Arbeitsplätze möglich. Die Studie geht für 2019 von durchschnittlich 94.900 (Mittelwert) sozialversicherungspflichtigen Jobs in der Seenplatte aus. Das entspricht einer Wachstumsrate von 1,1 Prozent. Dafür verantwortlich ist nach Einschätzung des Agenturchefs die „stabile Konjunktur“, die weiter positiv auf den Arbeitsmarkt wirkt. Die Seenplatte liegt damit leicht unter den Erwartungen für Mecklenburg-Vorpommern.

964 Männer und Frauen mussten sich im Oktober nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in der Seenplatte neu oder erneut arbeitslos melden. Das sind 136 (-12 Prozent) weniger als im Oktober 2017.

752 Arbeitslose konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt beenden. Das sind 73 (-9 Prozent) weniger als im Oktober 2017.

Ohne den Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente läge die Zahl der Arbeitslosen – ausgewiesen durch die so genannte „Unterbeschäftigung“ – um 4.053 höher und die Arbeitslosenquote bei 11,2 Prozent.

Die insgesamt positive Entwicklung zeige sich auch in den Stellenmeldungen. „Seit Jahresbeginn haben die Betriebe den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis 8.125 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. Die Zahl liegt damit um 103 unter dem Vorjahreswert.

696 Arbeitsstellen wurden dem ArbeitgeberService von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis im September gemeldet. Insgesamt sind 2.564 freie Stellen registriert. 10 weniger als vor einem Jahr.

Die größte Nachfrage gab es im September aus den Bereichen: Zeitarbeit (562 freie Stellen im Bestand); im verarbeitenden Gewerbe (319); im Gesundheits- und Sozialwesen (278); im Baugewerbe (267) und Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (252).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber- Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.


Eine Antwort zu “Arbeitslosigkeit: Immer mehr Menschen haben bezahlte Arbeit”

  1. Meckerkopp sagt:

    Hallo,
    Theoretisch wissen wir es jetzt ganz Genau, wie wäre es, wenn endlich einmal Taten folgen würden !!
    Wenn einen Keiner lobt, dann muß man es eben selber tun.
    Mein Dank an die vielen fleißigen Mitarbeiter der Agentur.

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