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ARD-DeutschlandTrend: Knappe Mehrheit unterstützt Lockerungen zu Weihnachten

5. Dezember 2020

Gegenwärtig dürfen sich fast überall in Deutschland nur zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar soll dies vorübergehend gelockert werden können. Ob und wie stark, entscheidet jedes Bundesland selbst. Je nach Land können dann bis zu zehn Personen plus Kinder unter 14 Jahren zusammenkommen. Eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es richtig, Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten zu lockern. 53 Prozent sagen, eine solche Lockerung für die Weihnachtstage sei eher richtig. 44 Prozent hingegen sagen, dies sei eher falsch. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend im Auftrag der Tagesthemen ergeben. Eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen zu Silvester sehen zwei Drittel der Deutschen kritisch: 68 Prozent finden das eher falsch, 30 Prozent eher richtig.

Grundsätzlich stimmen die Deutschen den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin mehrheitlich zu. 53 Prozent halten sie für angemessen (-1 im Vgl. zu November). 27 Prozent finden, sie gehen zu weit (+1). 18 Prozent meinen, sie gehen nicht weit genug (+/-0).

Nach dem neuerlichen Teil-Lockdown macht sich eine Mehrheit der Bürger Sorgen um die deutschen Finanzen: 63 Prozent haben sehr große bzw. große Sorge, dass sich Deutschland zu stark verschuldet; bei 35 Prozent ist diese Sorge weniger groß bzw. klein. Der Blick auf die persönliche wirtschaftliche Lage hat sich in den vergangenen Monaten kaum verändert und fällt positiver aus: Bei drei Vierteln (75 Prozent) ist die Sorge, dass sich die eigene wirtschaftliche Lage verschlechtert, weniger groß bzw. klein (+2 im Vgl. zu August). Jeder Vierte hingegen (24 Prozent) hat diesbezüglich sehr große bzw. große Sorge (-2).

Die Sorge, dass Patienten im Falle einer Corona-Infektion nicht angemessen medizinisch versorgt werden können, ist in den vergangenen Monaten gestiegen: Bei 36 Prozent der Deutschen ist sie sehr groß bzw. groß. Das sind 15 Prozentpunkte mehr als im Mai und entspricht etwa dem Niveau von April. Bei der Mehrheit der Deutschen (63 Prozent) ist diese Sorge allerdings weniger groß bzw. klein.

Aktuell haben 42 Prozent sehr große bzw. große Sorge, dass sie selbst oder Familienmitglieder sich mit dem Corona-Virus anstecken (-2 im Vgl. zu November); bei 57 Prozent ist diese Sorge weniger groß bzw. klein (+2). Die Sorge vor möglichen Langzeitschäden einer Corona-Infektion ist leicht gestiegen: Bei 58 Prozent ist sie sehr groß bzw. groß (+5 im Vgl. zu Oktober), bei 40 Prozent ist sie weniger groß bzw. klein (-5).

Dass sich das gesellschaftliche Miteinander verschlechtert, bereitet zwei Dritteln der Deutschen (68 Prozent) sehr große bzw. große Sorge; bei 31 Prozent ist diese Sorge weniger groß bzw. klein. Dass Freiheitsrechte längerfristig eingeschränkt sind, bereitet einer Mehrheit (62 Prozent) weniger große bzw. kleine Sorge; 37 Prozent haben diesbezüglich sehr große bzw. große Sorge.


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