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Bibliotheken, Kinos und Museen werden am häufigsten besucht

28. Dezember 2018

Wie werden die kulturellen Angebote in Deutschland genutzt und welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Ländern? Wie viele Erwerbstätige sind in Kulturberufen beschäftigt? Zu diesen und weiteren Fragen liefert die Veröffentlichung „Kulturindikatoren auf einen Blick – Ein Ländervergleich“ neue Kennzahlen rund um das Kulturleben in Deutschland und in den Ländern. Mit insgesamt 27 Indikatoren aus verschiedenen Kulturbereichen gewährt die gemeinsame Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder einen umfassenden statistischen Einblick in die Kulturproduktion und die Kulturnutzung.

Die Bibliotheken, Kinos und Museen gehörten zu den am häufigsten genutzten Kulturangeboten 2016 in Deutschland. Allein die Bibliotheken wurden fast 220 Millionen Mal besucht, während die Kinos 122 Millionen und die Museen 112 Millionen Besuche zählten. Bezogen auf die Bevölkerungszahlen kamen die Bibliotheken bundesweit auf 2,7 Besuche je Einwohner (Mecklenburg-Vorpommern: 1,8), die Kinos auf 1,5 (Mecklenburg-Vorpommern: 1,2) und die Museen auf 1,4 (Mecklenburg-Vorpommern: 2,0). Bei den Museen kristallisierte sich Berlin mit 4,6 Besuchen je Einwohner als die Museumshauptstadt heraus.

Bei den Theatern bestätigte der Stadtstaat Hamburg seinen Ruf als „Musicalstadt“. Während für die Spielzeit 2015/16 in Deutschland je 100 Einwohner durchschnittlich 37 Theaterbesuche gezählt wurden, kam die Hansestadt auf 217 (Mecklenburg-Vorpommern: 38). Im Vergleich mit den Kinos, Museen und Bibliotheken, wurden die Theater mit 31 Millionen Besuchen in Deutschland vergleichsweise seltener besucht.

Das überdurchschnittliche kulturelle Angebot der Stadtstaaten wirkt sich auch auf die Erwerbsbeteiligung im Kulturbereich aus. Im Jahr 2016 arbeiteten fast 9 Prozent aller in Berlin wohnenden Erwerbstätigen in einem Kulturberuf. In Hamburg und Bremen betrug dieser Anteil 7 bzw. 4 Prozent. Nahe dem Bundesdurchschnitt von 3 Prozent lagen die Flächenländer Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen (jeweils 3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern bei 2 Prozent.

Kultur hat auch in den privaten Haushalten einen hohen Stellenwert. Durchschnittlich 252 EUR gaben die privaten Haushalte im Jahr 2016 für Zeitungen und Zeitschriften, 132 EUR für Konzert-, Film- und Theaterbesuche sowie weitere 120 EUR für Bücher aus.

Die Gemeinschaftsveröffentlichung „Kulturindikatoren auf einen Blick – Ein Ländervergleich“ enthält neben Daten der amtlichen Statistik Angaben anderer Institutionen, die Zahlen im Kulturbereich erfassen und aufarbeiten.

Die Veröffentlichung „Kulturindikatoren auf einen Blick – Ein Ländervergleich“ ist im Statistik-Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder kostenfrei abrufbar.


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