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Bislang nur wenige Asylbewerber in den Städten der Müritz-Region

11. April 2015

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat im vergangenen Jahr knapp 900 Asylbewerber aufgenommen, in diesem Jahr sollen es etwa 1250 werden. Und auch wenn es in Waren kaum leer stehende Wohnungen gibt – auch die Müritzstadt muss in diesem Jahr mindestens 60 Asylbewerber unterbringen.

Während die meisten Frauen, Männer und Kinder, die Asyl suchen, in den Gemeinschaftsunterkünften Neubrandenburg und Friedland unter kamen, stellten die Städte bislang nur wenige Wohnungen zur Verfügung.
Malchow hat einer Auflistung der Kreisverwaltung zufolge 53 Plätze in 10 Wohnungen, 18 der Plätze sind derzeit belegt. Röbel verfügt über 44 Plätze in 8 Wohnungen, lediglich 8 Plätze sind gegenwärtig belegt.

Auch die Stadt Waren hat in der Vergangenheit immer wieder Anfragen vom Landkreis bekommen, konnte bislang aber keine Unterkünfte anbieten. Nicht, weil sie nicht will, sondern weil es schlichtweg kaum leer stehende Wohnungen gibt.
Sowohl die Wohnungsgenossenschaft (WWG) als auch die Wohnungsbaugesellschaft (WOGEWA) gehören zu jenen Wohnungsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern mit den niedrigsten Leerständen, teilweise gibt es sogar Wartelisten. Was wirtschaftlich gesehen sehr gut ist, macht der Stadt beim „Besorgen“ von Unterkünften für Asylbewerber jetzt Kopfzerbrechen.

Ein Vorschlag der Verwaltung, eine alte Baracke am Ende der Teterower Straße auszubauen, lehnte der Landkreis ab – zu weit weg. Er möchte eine Integration. So wird Bürgermeister Norbert Möller jetzt mit privaten Vermietern verhandeln. Erste Gespräche mit einer Immobiliengesellschaft, die einige Wohnungen am Papenberg besitzt, hat es bereits gegeben.


2 Antworten zu “Bislang nur wenige Asylbewerber in den Städten der Müritz-Region”

  1. Deli sagt:

    Zum Papenberg ist klar … wo auch sonst … Ich finde es nicht gut,nicht weil ich was gegen Flüchtlinge im Allgemeinen habe,es gibt nur leider zu viel Negativ Berichte,ein Dorf was Schutzgeld an die zahlen muss damit sie in Ruhe gelasen werden usw. Ja es müssen nicht alle so sein aber genau solche Nachrichten sind es die einen davor abschrecken, auch Angst machen.Teterower Straße wäre als Anfang doch gegangen,sieht man das diese wirklich wollen,sich hier einbringen ,integrieren möchten kann man nach und nach soweit was frei ist immer noch Wohnungen suchen,von da ist es auch nicht weit zum Zentrum, vorne am Keisel ist ne Bushaltestelle also auch ne gute Anbindung. Alle auf dem Papenberg finde ich absolut nicht toll,wenn Waren MUSS den auch ALLE Stadtteile,nur Teterower Straße war zu dezentral ist aber nur der Papenberg auch,wir sollen sie ja in Waren aufnehmen und nicht der Papenberg soll sie aufnehmen .

  2. mikki sagt:

    Ich verstehe den Landkreis echt nicht. Jahrelang war diese Unterkunft für die eigene Bevölkerung, den Obdachlosen gut genug und für Asylbewerber zu weit weg, wovon zu weit weg?
    Es ist für die Anfangszeit besser, wenn Asylbewerber quasi an einen Punkt untergebracht werden und dort gezielt Hilfe erhalten. Letztlich wird man dort schon erkennen, wer es ernst meint, oder wer ein fauler Schmarotzer ist.
    Was bringt es, wenn man die Asylbewerber weit zerstreut im gesamten Stadtgebiet verteilt und diese dann quasi auf sich alleine gestellt sind?