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Borkenkäfer bedroht vor allem Fichten im Land

18. September 2018

Landwirtschaftsminister Minister Backhaus fordert die Besitzer von Privat- und Körperschaftswäldern auf, ihre Bestände intensiv auf Befall mit Borkenkäfern zu kontrollieren und entsprechend der Forstvorschriften zu bekämpfen.
Infolge der langen Trockenheit sind vor allem die Fichten derart geschwächt, dass sie die anfliegenden Borkenkäfer nicht mehr abwehren können. Zudem hat die warme Witterung die Vermehrung der Käfer beschleunigt, so dass die Waldbestände seit August verstärkt von den Käfern befallen werden.

„Die Borkenkäfer müssen vor dem Ausfliegen bekämpft werden. Was jetzt entkommt und überwintert, befällt im nächsten Frühjahr noch grüne Bäume“, warnt der Minister.

Die Bekämpfung geschieht durch Fällen und mechanisches Entrinden der Stämme oder durch die sofortige Abfuhr der aufgearbeiteten Hölzer aus den Wäldern. Zur Not dürfen bei vorliegender Sachkunde die Holzpolter auch fachgerecht mit Pflanzenschutzmitteln entseucht werden. Die umweltverträglichste Variante sollte immer Vorrang haben.

Die Forstbehörden stehen den Waldbesitzern zu allen Themen wie Aufarbeitung, Waldschutz, Vermarktung der Bäume sowie Förderung des Waldumbaus beratend zur Seite.

Hintergrundinformationen: Fichte nimmt in MV 7 Prozent der Waldfläche des Landes ein. Ihr wertvolles Holz ist im Innen- und Außenbereich verwendbar. Die geringwertigen Sortimente sind ein wichtiger Industrierohstoff, wie z.B. Spanplatten, Zellstoff. Volkswirtschaftlich betrachtet, bedeuten 100 Kubikmeter in unseren Wäldern produziertes und weiter verarbeitetes Holz jährlich einen Arbeitsplatz.
In unserem Klima ist die Fichte anfällig gegenüber Schäden (Sturm, Borkenkäfer); ihr Anbau soll daher stets nur in Mischung mit Laubbaumarten erfolgen


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Eine Antwort zu “Borkenkäfer bedroht vor allem Fichten im Land”

  1. W sagt:

    Das finde ich interessant. Kleine Story:
    Einem Nachbarn passten die Wurzeln von 5 an seiner Grenze wachsenden, großen Fichten nicht. Dort konnte der Gartenfreund keine Stiefmütterchen pflanzen. Schon bitter. Kurzerhand hieb er alle Wurzeln auf seiner Seite, heißt die Hälfte, jeweils direkt am Stamm ab. Darüber gab es übrigens einen polizeilichen Vermerk (unvermeidbar, wegen der Verkehrssicherheit). Das führte natürlich zur rasanten Schwächung der Bäume und beschleunigten Borkenkäferbefall. Als in kurzer Folge zwei andere unserer Fichten umfielen, weil auf den Käferbefall trockene, verpilzte Wurzeln folgten, beschloss ich, bevor jemand in meiner Verantwortung zu Schaden kommt, alle 8 schwerst befallene weitgehend kahle Fichten zu fällen und das Holz sofort verwerten zu lassen. So beantragte ich die Fällung. Jeder kann sich ausrechnen, wie unser Umweltamt mit einem mehr oder weniger fachkundigen Mitarbeiter reagierte…

    … richtig! Doppelte Ersatzpflanzung oder Ausgleichszahlung. Denn: er hielt Fichten auf unserem Kies für standortgerechte Naturbäume. Wie ich 16 davon auf meinen Grundstück unterbringen sollte, wussten er und ich nicht und so zahlte ich ordentlich in die Stadtkasse (offenbar nicht zweckbestimmt). Ganz sicher wird mit dem Geld Umweltschutz betrieben, z.B. „Baumpflege“ nach hiesiger Art.

    P.S. Mein Nummernschild ist eben nicht MÜR 12-18.

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