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BUND will Pappel-Fällung in Waren verhindern

31. Januar 2017

Die Ortsgruppe Waren des BUND möchte die Pappeln am Uferweg an der Steinmole in Waren nicht einfach so aufgeben. Die fünf hohen Bäume sollen, so hat’s der Umweltausschuss der Stadt beschlossen, in Kürze gefällt werden, weil die Wurzeln die Gehwegplatten heben und es an der viel besuchten Promenade deshalb Stolperfallen gibt (WsM berichtete). Aber vielleicht gibt es ja doch Alternativen.

„Die Ortsgruppe Waren des BUND schlägt vor, die Gehwegplatten vor den Pappeln mit leichteren zu ersetzen, damit sie ohne schweres Gerät bei Bedarf hochgenommen werden können und der Gehweg in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt werden kann. Auf diese Weise können die Pappeln noch bis zu 20 Jahre weiterleben, und die Kosten für die kleinen Ausbesserungen sind weitaus geringer als die Fällung und die Ersatzpflanzungen“, schreibt Walter Tinnacher im Auftrag des BUND-Ortsvereins an Warens Stadtvertreter.

Ob die Politiker darauf reagieren oder den schon gefassten Fäll-Beschluss gleich Fäll-Beschluss sein lassen, bleibt abzuwarten.

Der Umweltausschuss hatte der Fällung mehrheitlich zugestimmt, weil den Mitgliedern erkärt wurde, dass andere aufwändige Verfahren, um die Wurzel-Stolperfallen zu verhindern, zu teuer wären.


9 Antworten zu “BUND will Pappel-Fällung in Waren verhindern”

  1. East west sagt:

    Oh man. Was sind denn das für Arbeiter. Durch leichtere ersetzen, als ob die dann nicht auch hoch gedrückt werden. Also so ein Quatsch,wir haben hier schon in unserer Bau Firma schön gelacht heut morgen. Den Traum Tänzer möchten wir gern mal kennen lernen.

  2. Peggy Wendt sagt:

    Ein Grund zum Fällen findet sich in dieser Stadt immer. Wenn man sich schon nicht so scheinheilig hinter irgendeinem Investor verstecken kann dann sind es mal eben die Wurzeln! Das solche grossen Bäume möglicherweise an heissen Tagen ganz natürlich! Schatten spenden und in stürmischen Zeiten als natürlicher! Windschutz fungieren ist ja auch neu. Ich vermute mal, dass ein ganz anderes „SICHT“Problem dahintersteckt!!!

  3. Raoul Bajorat sagt:

    Die ganze Aktion hat einen Beigeschmack. Irgendwer braucht freie Sicht aus seinem Haus oder seinen Ferienwohnungen aufs Wasser.
    Dabei ist die technische Lösung recht simpel: Der Weg wird halt ein Stück hochgesetzt auf ein leicht angehobenes Stegsystem mit Baumschutzabdeckungen. Das hält dann definitiv für Jahre vor. Anregungen kann man sich zum Beispiel hier holen: http://www.humberg-baumschutz.de

    Sollte ja wohl drin sein, wenn zweistellige Millionenbeträge für die Mole machbar sind.

  4. HaPe sagt:

    Der Protest gegen die Warener Baumfällwut ist absolut gerechtfertigt. Die Manie,
    große, alte Bäume zu fällen, ist beispiellos. Selbst die BUND-Initiative wird daran wohl bedauerlicherweise nichts ändern können. Der unglaubliche Frevel wird wohl leider fortgesetzt. Anstatt mehr große! Bäume zusätzlich anzupflanzen und mehr Natur in die Stadt zu holen, werden in absehbarer Zeit immer mehr der letzten Großbäume aus dem Stadtbild verschwinden. Wahren ist heute schon eine von Kahlschlag gezeichnete Stadt. Das ist beispiellos und zerstört Atmosphäre. Auch die wenigen angepflanzten Jungbäume können daran nichts ändern. Besucher der Stadt und die Mehrzahl der Bevölkerung schütteln ungläubig den Kopf und müssen der negativen Entwicklung ohnmächtig zusehen. Das es auch anders geht, beweisen viele Kommunen.

  5. w sagt:

    Wenn unsere Stadtvertreter noch ein klein bisschen Respekt vor ihren Wählern haben, dann ist jetzt Zeit, das Ruder rumzureißen und transparent das Für und Wieder zu debattieren. Aber entweder die Herrschaften haben ein Gehör, welches Manchen auf Köpfe aus Gips schließen lässt oder ziehen mit voller Absicht ihre beispiellos bürger- und umweltfeindlichen Aktivitäten ohne Kontakt zum niederen Volk zugunsten von Einzelinteressen durch. Egal ob korrupt oder alabaster oder beides: das Debakel bei den nächsten Wahlen ist unausweichlich. Da helfen als letztes Mittel zum Machterhalt auch keine Warnungen vor genauso üblen Populisten mehr. Es ist zum Mäuse melken.

  6. Simone Burger sagt:

    Ich frage mich was ich empfinde gegenüber diesen Unmenschen die den Baumfrevel zu verantworten haben. Es ist – ich muss es leider sagen – der blanke, absolute Hass!!! Mir ist egal ob diese Empfindung gesellschaftstauglich ist oder nicht. Es reicht!! Wir, die wir in Waren geboren und aufgewachsen sind, haben immer öfter das Gefühl, in unserer Heimat nur noch geduldet zu sein! Um Gottes Willen, wenn Sie die Bäume schon nicht für die ansässige Bevölkerung erhalten, dann retten Sie sie doch wenigstens für Touristen!
    Irgendwie macht es aber auch sehr, sehr nachdenklich. Ich denke, wie man mit den Bäumen umgeht, so macht man es am Ende auch mit Menschen!!! Nicht ohne Grund ist der Baum ein archetypisches Lebenssymbol.
    Glauben Sie nicht, dass wir diese Sache vergessen. Hinter diesem Kommentar steht eine ganze Gruppe von Leuten. Und bei der nächsten Wahl wird abgerechnet. Punkt.

  7. Regloh sagt:

    Werter Herr Bajorat , wie können sie so einen Hinweis geben . Das würde ja bedeuten die Bäume bleiben

    stehen .

  8. Peggy Wendt sagt:

    Gibt es denn nicht Leute, wie Julia „Butterfly“ Hill in Amerika, auch bei uns?? Da sollte doch was zu machen sein!

  9. Elimar sagt:

    Ich werde nicht bis zu den nächsten Kommunalwahlen warten, sondern wurde vorher aktiv. Wer mich kennt, weiß oder was diese provinzielle Machtelite angeht, fürchtet das. Allen den, die hier sich zurecht empören rate ich: Wer das nicht alleine durchziehen mag, kann sich auch dem BUND oder anderen Organisationen anschließen. Es reicht wirklich und zwar jetzt!

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