
Der junge Mann gehört zur Inselmühle Usedom GmbH, die das Anwesen 2019 bei einer Zwangsversteigerung gekauft hatte. Rund 1,2 Millionen Euro hatte der Besitzer der Firma, die in der Stadt Usedom Fruchtaufstriche, Speiseöle, Senf und vieles andere Leckereien auf pflanzlicher Basis produziert, dafür hingelegt (WsM berichtete).
Mit Rattey kam sozusagen der Wein dazu. Durch die etwa 150 000 Rebstöcke hat der hügelige Ort östlich der Autobahn 20-Abfahrt Friedland ein ganz eigenes Flair erhalten. „Das ist so, als ob von Rattey bis Berlin eine Weinstraße führen würde“, hat Stefan Schmidt als Weingutleiter errechnet. Mit den Trauben produzieren die Frauen und Männer nicht nur den edlen Rebsaft, sondern auch Sekt und Likör.

Die Brauerei soll offiziell im August die ersten Biere ausliefern. Zum „Weinblütenfest“ soll es aber schon Proben des neuen Gerstensaftes geben. Das Bier wird in „offener Gärung“ gebraut, um ihm etwa acht Wochen Zeit zu geben. Das machen aus Zeit- und Kapazitätsgründen die wenigsten Brauereien, wie der Brauer erläutert.
Neben den vielen Weinbergen sollen in Rattey künftig auch Brombeeren, Rhabarber und anderes Obst heranwachsen, um für die große Vielfalt der Inselmühle-Produkte verarbeitet zu werden. Der Anbau mit den neuen Zimmern soll Anfang 2024 fertig sein. Er fällt gar nicht auf, denn der Architekt hat dafür gesorgt, dass es aussieht, als wäre der Pferdestall schon immer so groß gewesen.

















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