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DRK-Rettungsdienst und MEDICLIN proben gemeinsam den „Ernstfall“ im Schockraum

28. Februar 2020

Im Schockraum des MEDICLIN Müritz-Klinikums wird von allen Beteiligten großes Koordinationsvermögen und ein sehr hohes Maß an Belastbarkeit abverlangt. Experten aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen sollen und müssen perfekt zusammenarbeiten. Oft geht es dabei um Leben und Tod für die Patienten. Eine Schockraumübung ist perfekt darauf ausgerichtet diese besonderen Situationen zu trainieren.
Gestern am späten Nachmittag fand in der zentralen Notaufnahme des MEDICLIN Müritz-Klinikums eine solche Schockraumübung statt.

Die Bereichsleiterin des DRK-Rettungsdienstes, Dipl. med. Lossin, und Dr. Stefan Bergt, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und Leiter des Schockraums, haben die Übung im Vorfeld vorbereitet. Die beiden Mediziner hatten unter anderem vorab abgesprochen, mit welchem Krankheitsbild der von einem Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst gespielte Patient in der Notaufnahme eintreffen würde. Die betreffenden Mitarbeiter im Krankenhaus waren zwar über die Übungssituation informiert, nicht aber über den Zustand des Patienten.

Das Schockraumteam erhielt erst zum Zeitpunkt des simulierten Anrufs 10 Minuten vor Eintreffen des DRK-Rettungsdienstes in der Notaufnahme, Vorabinformationen zum Patienten, der als internistischer Notfall eintreffen würde. Alle weiteren Informationen und vitalen Werte wurden bei Übergabe des Patienten im Schockraum durch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes kommuniziert.

Nach der Übernahme des Patienten war dann das interdisziplinäre Team aus Anästhesisten und Intensivmedizinern, Internisten sowie Pflegekräften voll im Einsatz. Gemeinsam probten sie den Ernstfall – in diesem Fall ein 74-Jähriger Patient mit einer Urosepsis. Sie konnten den Patienten in der Simulation stabilisieren und erfolgreich behandeln. Bei einer Urosepsis handelt es sich um eine lebensbedrohliche, durch eine bakterielle Entzündung der ableitenden Harnwege verursachte, allgemeine Entzündung des Körpers.

Die Übung dient der kontinuierlichen Optimierung der Abläufe und Prozesse, und zwar sowohl im Rettungsdienst, als auch in der Notaufnahme. Außerdem wird so die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Krankenhauses weiter gestärkt.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die mit Manöverkritiken und Wiederholungen circa eineinhalb Stunden dauerte. In den übenden Teams befanden sich auch Auszubildende zum Notfallsanitäter und Assistenzärzte. Die Maßnahme wurden von beiden Seiten als sehr wertvoll angesehen und fand auch bei nicht direkt beteiligten Mitarbeitern des Krankenhauses viel Anklang. Sie waren eingeladen, das Geschehen als Außenstehende zu beobachten.

Text: Jenny Thoma, Marketing & Krankenhausentwicklung MEDICLIN Müritz-Klinikum


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