
Viele der rund 230 000 Krebspatientinnen in Deutschland haben nicht nur mit der Krankheit selbst zu kämpfen. Sie leiden meist ganz besonders unter den äußeren Folgen der Chemo- oder Strahlentherapie: Haar-, Wimpern- und Augenbrauenverlust oder Hautirritationen zeichnen die Patientinnen. Diese Veränderungen ihres Erscheinungsbildes schwächen häufig ihr Selbstwertgefühl.

„Mit pflegender sowie dekorativer Kosmetik, idealerweise Dermo-Kosmetik für besonders empfindliche und strapazierte Haut, gilt es ein weitestgehend normales und gesundes Aussehen zu erreichen und so negative Blicke abzuwenden“, erklärt die erfahrene Kosmetikerin den Frauen.
Es war keine Verkaufsveranstaltung: Eva Gulden demonstrierte zwar anhand der Marke Avene aus dem firmeneigenen Portfolio alle Schritte, machte aber gleich zu Beginn deutlich, dass die Handgriffe, die sie den Patientinnen zeigen wird, auch mit Produkten jeder anderen dekorativen Kosmetikmarke erzielt werden können.

Das Kosmetik-Seminar fand bereits zum zweiten Mal im MediClin Müritz-Klinikum statt und der Seminarnachmittag war weit mehr als nur Kosmetik und schminken: Unbeschwert mit anderen zusammen zu sein, die Krankheit einen Augenblick lang zu vergessen und neuen Lebensmut zu gewinnen – das ist es, was zählt.
„Der Workshop soll den Frauen neues Selbstwertgefühl und Lebensfreude schenken und sie wieder ein wenig in den Alltag zurück bringen“, erklärt Schwester Manuela Tellinger von der onkologischen Ambulanz.
Text: Jenny Thoma / MediClin Müritz-Klinikum













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