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Eltern verärgert über private „Knöllchen“

21. September 2018

Wir beginnen mit Auszügen aus Mails und Nachrichten, die uns gestern Abend zuhauf erreichten. „Die Stadt zockt uns ab, die wissen ganz genau, dass wir Elternabend hatten.“
oder „Da lagen die Politessen wohl auf der Lauer, weil sie wussten, dass viele gestresste Eltern kommen.“ „20 Euro für einmal Parken, die Stadt hat sie wohl nicht mehr alle.“
Und darum geht’s: In der Warener Friedrich-Dethloff-Schule war gestern Elternversammlung.
Die Parkplätze an der Schule reichen nicht aus. Also haben viele Eltern am frühen Abend auf dem Parkplatz vor dem Fitness-Studio in der Luxemburgstraße geparkt.

Und das war ihr Fehler. Denn es hagelte Zahlungsaufforderungen. 20 Euro sollen die Eltern jetzt für eine Stunde parken zahlen. Dem ersten Anschein nach zu Recht, aber: Der Stadt Waren kann niemand die Schuld geben. Ihr gehört weder besagter Parkplatz, noch hat sie Politessen losgeschickt.

Es handelt sich um einen Privatparkplatz, der auch von einer privaten Firma überwacht wird. Und die hat die „Knöllchen“ verteilen lassen.

Das Pikante: Die Stadt verdient an dieses Knöllchen zwar nichts, dafür aber der höchste Repräsentant Warens, denn der Parkplatz gehört Stadtpräsident René Drühl. Und so klingelt’s bei jedem Knöllchen in seinem Geldbeutel.

Rechtlich gesehen, haben die Eltern falsch gehandelt, weil sie keine Parkgebühren entrichtet haben, aber eine umfassende Internet-Recherche zum privaten Knöllchen-Verteiler kann in diesem Fall nicht schaden……


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7 Antworten zu “Eltern verärgert über private „Knöllchen“”

  1. W sagt:

    Hat hier hat jemand sein Heu im Trockenen, eingefahren mit seltsamen Geschäftchen zu supergünstigen Konditionen in dieser Stadt? Solche lassen sich bekanntlich unter bestimmten Bedingungen hübsch einfädeln, ein guter Draht zu den richtigen Leuten vorausgesetzt. Natürlich könnte die Klüngelei geräuschlos gehen, wenn man will. Aber wenn man nicht mehr will?
    Eine Idee, was wir daraus herleiten können: Wer amtsmüde ist, lässt die Maske fallen, presst offenkundig und rotzfrech ab, was momentan geht. Liebe Warener, bitte respektiert solche Wünsche bei der Stimmabgabe zu den Kommunalwahlen.

  2. Xx sagt:

    Ich möchte ihr niemandem beistehen. Ich parke dort selber ab und zu. 1 Stunde kostet 0,60 Euro. Das ist ja nun wirklich nicht viel. Außerdem steht vor dem Parkplatz ein großes Schild auf dem drauf steht was Parken ohne Parkschein kostet. Um 19 Uhr war es ja auch noch hell, sodass man es lesen konnte.

  3. Ein Selbstständiger sagt:

    Sehr geehrte Frau Gest,

    warum schreiben Sie nicht, dass es sich um einen klar gekennzeichneten Privatparkplatz handelt, der in erster Linie für die Mitglieder des Fitnessstudios vorgehalten und unterhalten wird?
    Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Parkplatz gebührenpflichtig ist! Es ist ja wohl nicht zu viel verlangt, wenn man einen Privatparlplatz nutzt, dafür die übliche Gebühr am Automaten zu entrichten! Warum Sie hier wieder gegen Herrn Drühl zu Felde ziehen erschließt sich mir nicht. Er hat das Grundstück nicht geschenkt bekommen und muss zusammen mit seinen Gesellschaftern für dessen Unterhalt sorgen! Was so etwas kostet können Sie gern mal recherchieren!

    Eine private Parkraumbewirtschaftung ist in Deutschland mittlerweile Gang und Gäbe, da in den meisten deutschen Städten Parkraum knapp ist. Dies trifft vor allem auf Supermarktparkplätzen und eben Servicecentern, wie hier das Fitnessstudio, zu, welche die PArkplätze für Kunden freihalten müssen.
    Wer nicht bereit ist eine kleine Gebühr für das Parken zu zahlen, sollte sich also nicht wundern, wenn er einen Strafzettel bekommt und die Schuld bei anderen Suchen!

  4. Petzibaer sagt:

    Vielleicht mal zu den Fakten : der Parkplatz gehört zum Sportstudio vor Ort. Dort trainieren alle Altersklassen. Toll, wenn man, obwohl Mitglied, keinen Parkplatz findet, weil er zugeparkt ist. Gerade weil dort jedermann gratis parkte, trotz Hinweisschild, wurde ein privater Kontrollservice engagiert. Und aus keinem anderen Grund. Hieraus einen Zusammenhang zwischen dem Eigentümer Herrn Drűhl und privaten, finanziellen Interessen herzustellen, halte ich für unanständig. Egal, ob man Sympathien für Herrn Drűhl hegt oder nicht.
    Punkt.

  5. Mario sagt:

    Wie schon im Artikel geschrieben wurde, liegt hier der Fehler eindeutig auf Seiten der Eltern. Die Beschilderung ist eindeutig, auch die Anwesenheit eines Parkautomaten legt die Gebührenpflicht nahe.
    Und ich denke, dass alle mit 20 EUR noch gut bedient sind. Was wäre denn gewesen, wenn statt eines Knöllchen das Abschleppen angedroht und dann auch umsetzt wird? An dem Abend hätten die Abschleppunternehmen und die Taxifahrer viel zu tun gehabt.
    Und was kann Herr Drühl für die Falschparkerei? Wenn die Fläche sein Eigentum ist, dann kann er unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben damit machen, was er will. Und letztere sind nun mal anscheinend eingehalten worden. Hier eine Abzocke indirekt zu unterstellen, schiesst weit am Ziel vorbei. Und eines will ich noch erwähnen – ich bin kein Fan von Herrn Drühl. Aber hier wird auf den Falschen sich eingeschossen.

  6. W sagt:

    ich muss Petzibär recht geben. Tut mir leid, die Sache einseitig gesehen zu haben. Die Perspektive auf Herrn Drühls Umtriebigkeit mit so kommunal wie breit ausgerichteten Geschäftsaktivitäten ändert an dem Fehler nichts.
    Mir ist Herr Drühl nicht zuwider, wie es scheint. Weniger Sympathie hege ich für parteiübergreifende Klüngelei, wo nicht selten Hintergründe für Entscheidungen geflissentlich verschwiegen werden. Den Mief repräsentiert dieser Herr zwar, ist an ihm aber nicht allein schuld.

    In den späten Abendstunden, wenn Geschäfte schließen und die letzte Fitnessstunde läuft, könnte Gnade vor Recht ergehen. Ob das zutrifft, weiß ich nicht. Ich kenne die Arbeitszeiten von Herrn Gehrmann nicht.

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