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Europäischer Prostatatag am 15. September

14. September 2018

Am 15. September ist der Europäische Prostatatag. Ziel des Aktionstages ist es, über Erkrankungen der Prostata, ihre Risiken und Folgen hinzuweisen. „Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Heilung. Das gilt auch beim Thema Prostatakrebs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten selbstverständlich sein. Mit dem Europäischen Prostatatag soll auch auf das wichtige Thema der Vorsorge aufmerksam gemacht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Prostatakrebs ist bei Männern nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKM) die häufigste Krebserkrankung. In Mecklenburg-Vorpommern erkranken daran jedes Jahr über 1.200 Männer neu (Durchschnitt der Diagnosejahre 2013 bis 2015). Die meisten von ihnen sind im Alter zwischen 70 und 75 Jahren. Ungefähr 72 Prozent sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 65 Jahre.

An Prostatakrebs versterben pro Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 280 Männer. Damit ist Prostatakrebs als Todesursache fast genauso häufig wie Darmkrebs (9 bzw. 11 Prozent aller Krebstodesfälle). Nur Lungenkrebs ist mit 25 Prozent aller Krebstodesursachen noch häufiger. „Die Diagnose Prostatakrebs ist für viele Männer mit Unsicherheit und Scham verbunden. Entscheidend ist, dass Patienten umfassend informiert sind, sich Hilfe und Unterstützung suchen. Neben einer umfassenden ärztlichen Betreuung kann der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, mit der Krankheit besser umzugehen“, sagte Glawe.

Informationen zu Selbsthilfegruppen in Mecklenburg-Vorpommer

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit fünf Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen, die als Ansprechpartner für Betroffene und deren Angehörige tätig sind. Beratungspunkte sind Schwerin, Rostock, Wolgast mit Greifswald, Neubrandenburg und Vellahn bei Boizenburg/Hagenow. Diese Gruppen sind Mitglieder des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) in Bonn. Ebenso gehören sie dem Regionalverband (RNBPS) Neue Bundesländer und Berlin an. Zudem haben sich die Gruppen zur „Prostatakrebs-Selbsthilfe-Gemeinschaft-MV (PSG-MV)“ zusammengeschlossen. Betroffene, Angehörige und Interessierte finden unter www.psg-mv.de aktuelle Informationen und Ansprechpartner. Dort wird auch „hellMut“ angeboten, eine „Erste Hilfe Hotline“ für Männer, die gerade die Diagnose „Prostatakrebs“ bekommen haben (Tel. 038848 – 170998 oder Tel. 0163 – 6965108).

Tag der Rostocker Männergesundheit am 6. Oktober

Im Hörsaal Chirurgie der Uni-Klinik Rostock veranstaltet die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rostock & Umgebung (prostatakrebs-shg-rostock.de) einen „Tag der Männergesundheit“, der unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Glawe steht. Dort werden unter anderem neue Erkennungs- und Bestrahlungsmethoden vorgestellt sowie über die Bedeutung von Sport und körperlicher Aktivität bei Krebserkrankungen gesprochen.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin.

Weitere Informationen unter www.gemeinsames-krebsregister.de.


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