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Fall Leonie: Stiefvater wegen Mordes und Misshandlung vor Gericht

10. Juli 2019

Sie wurde nur sechs Jahre alt und starb im Januar 2019 – die kleine Leonie aus Torgelow. Jetzt fast ein halbes Jahr später hat die Staatsanwaltschaft die Anklage fertig. Der 27 Jahre alte Stiefvater soll sich wegen acht Fällen verantworten. Der schwerste Fall ist sicher Mord durch Unterlassen – er soll das Mädchen geschlagen und verletzt, aber keine Hilfe zugelassen haben, so dass das kleine Mädchen an den Folgen starb. Er habe den Mord auch verdecken wollen.
Außerdem wird dem Mann vorgeworfen, dass er die Sechsjährige und ihren zwei Jahre alten Bruder – beides die Stiefkinder des Mannes – in mindestens sieben Fällen so schwer misshandelt haben soll, dass dies durch Gerichtsmediziner auch nachgewiesen werden kann.

Wann es zur Verhandlung kommt, hängt unter anderem davon ab, inwieweit die Prozessparteien weitere Anträge stellen. In der Zwischenzeit dürfte der Beschuldigte aber in U-Haft bleiben, angesichts der zu erwartenden Strafe könnte die Mindestdauer von sechs Monaten auch vom Oberlandesgericht auf Antrag verlängert werden.

Leonie war am 12. Januar in Torgelow tot in der Wohnung der Familie gefunden worden. Anfangs sah alles aus wie ein Unfall, auch weil der Stiefvater angab, sie sei die Treppe heruntergefallen. Später kamen den Ermittlern Zweifel. Die Mutter der Kinder war mit dem Beschuldigten von Wolgast nach Torgelow gezogen und hatte inzwischen ein gemeinsamen Baby mit dem 27-Jährigen.

Der Fall sorgte weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus für Aufsehen. So machte sich der Stiefvater unter anderem verdächtig, als er wenige Tage nach dem Vorfall bei einer Anhörung in Pasewalk floh, aber eine Woche später war er wieder gefasst.

Bei Gedenkveranstaltungen verabschiedeten sich in Torgelow und Wolgast mehrere hundert Menschen von dem getöteten Mädchen.


2 Antworten zu “Fall Leonie: Stiefvater wegen Mordes und Misshandlung vor Gericht”

  1. Andrea sagt:

    Die Mutter ist genau so krank wie kann sie als Mutter mit ansehen was mit den Kindern passiert ist keine Hilfe zu holen oder sich von diesen Menschen zu trennen sie trägt eine Mitschuld auch sie gehört auf die Anklage Bank und das andere Kind müsste man ihr vom Jugendamt wegnehmen sie darf sich nicht Mutter nennen sie hat das Leben ihres Kindes in Kauf genommen

  2. Jenny sagt:

    Ich hoffe das er seine gerechte Strafe bekommt es bringt leonie zwar nicht wieder zurück aber er soll einfach nur leiden…schon schlimm genug das die Schwester von dem ihn noch lang gedenkt hat sie sollte in mein Augen auch ne Strafe bekommen sowie die Mutter da solche Menschen Kinder haben dürfen ist unter aller sau …
    Zum Glück is der kleine Spatz Noah in guten Händen und muss nicht mehr leiden …

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