Fast eine halbe Million Euro für Wanderweg am Tiefwarensee

11. Oktober 2023

Ja, es gibt hier und da eine Unebenheit, in der nach einem Regen auch mal eine Pfütze steht. Doch muss der Wanderweg am Tiefwarensee von Malermeister Schultz bis Amsee wirklich für knapp 500 000 Euro saniert werden? Diese Fragen haben sich seit Bekanntwerden des Vorhabens viele Warener gestellt und auch an „Wir sind Müritzer“ geschrieben, dass es in der Stadt einige Straßen in schlechtem Zustand gebe, die es viel nötiger hätten. Doch: Die Sanierung des rund 1850 Meter langen Abschnittes ist beschlossene Sache und soll noch in diesem Jahr beginnen.

„Es ist ein stark frequentierter Rad-und Gehweg, der von unterschiedlichsten Nutzergruppen befahren wird und einfach sanierungsbedürftig geworden ist. Darüber hinaus wird der Radverkehr aus oder in Richtung Norden ganz einfach zunehmen“, heißt es zur Begründung auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“.

Die Gesamtkosten gibt die Stadt mit 476 000 Euro an. Dafür soll ein wassergebundener Weg mit Brechsand in einer Breite von 2,50 Metern entstehen. Das entsprechende Ausschreibungsverfahren dazu läuft in diesem Monat, im November sollen die Mitglieder des Hauptausschusses den Auftrag vergeben.

Läuft alles nach Plan, starten die Bauarbeiten Ende November. Bürgermeister Norbert Möller hofft, dass der Weg nach etwa fünf Monaten Bauzeit im Mai/Juni des kommenden Jahres, also rechtzeitig zur nächsten Saison, fertig ist.

Je nach dem, wie Geld zur Verfügung steht, soll dann ein vierter Abschnitt in Angriff genommen werden.


16 Antworten zu “Fast eine halbe Million Euro für Wanderweg am Tiefwarensee”

  1. Renè sagt:

    Radfahren- verboten-Schilder wären wohl preiswerter gewesen. Geht doch auf der anderen Seite auch. Schon ist man raus aus der Haftung.

  2. Müritzer sagt:

    warum wird in dieser Stadt das Geld immer für sinnlose Sachen ausgegeben es sind verdammt nochmal Steuergelder das sollte den Herrn da oben endlich mal bewusst werden. Ich bin der Meinung der Herr Bürgermeister hat schon genug Geld in den Wind geblasen als privat Mensch würde man schon lange am Pranger sitzen aber die Herrschaften machen immer weiter. Schulen, Schwimmhalle, Stege es gibt wichtigeres als 500,000 für ein Wanderweg warum wird nicht mal der normal arbeitende bürger gefragt.

  3. Fischer sagt:

    Radwege sind toll aber es gibt wohl genug Wege die voller Löcher sind zum Beispiel der Sandweg zu den Gartenanlagen in Waren West ,die Benutzung dieses Weges ist eine Katastrophe-zählen hier nur Urlauber oder werden die Bürger der Stadt auch noch gesehen?

  4. Möwe sagt:

    Die Straße vor der ehemaligen Fleischwirtschaft müsste dringend saniert werden !! Es häufen sich die gravierenden Fehlentscheidungen der Stadtverwaltung.

  5. ABC sagt:

    Der Bürgermeister will bestimmt seine Laufstrecke in besseren Zustand versetzen, bevor er in Ruhestand geht. In dem Artikel sprang mir das Wort „Brechsand“ ins Auge. Dieser sollte an die Bürger gereicht werden, wenn sie von Aktivitäten dieses Bürgermeisters erfahren müssen, schlimm.

  6. Lolimaus sagt:

    Wann wachen die Bürger mal auf und machen solche Vorhaben mal ein Ende. Dieser Bürgermeister muß einfach mal lernen so geht es nicht.

  7. Enrico sagt:

    Wird Zeit das der Weg gemacht wird. Wenn man in Amsee arbeitet und auf der Straße fährt, wird man umgefahren oder in den Straßengraben geschossen. Die Menschen die das nicht nachvollziehen können, sollten mal morgens um 6 Uhr mit dem Fahrrad die Straße benutzen. Da kommt man einem Selbstmörder gleich. Straße ist außerdem noch stock dunkel. Man soll ja auch was fürs Klima machen. Also Fahrrad fahren und es fahren viele Angestellte vom Hotel, Ansgar Wohnstift und Klinik Amsee dort lang.

  8. Gerlinde sagt:

    Ich kann keinen dieser Kommentare nachvollziehen. Ich arbeite seit 7 Jahren dort in der Klinik Amsee und fahre jeden Morgen mit dem Fahrrad
    und würde den Ausbau des Weges voll begrüßen, wie viele meiner anderen Kollegen und auch ich. Denn auf der Straße zu fahren heißt, man ist Suizid gefährdet. Am Wasser zu fahren ist der Wegeunfall vorprogrammiert, durch den schlechten Zustand des Weges und keine Beleuchtung. Ich lade jeden ein, morgens um 6 Uhr mit mir mit dem Fahrrad nach Amsee zu fahren und das 12 Monate lang.

  9. Warener sagt:

    Ich nutze den Weg sehr oft und finde es auch gut, dass er für Fußgänger und Radfahrer saniert wird. Natürlich gibt es unzählige weiterer Maßnahmen, die in Waren notwendig sind und hoffentlich in Angriff genommen werden. Ich wünsche mir auch die ein und! die andere Straße als nächste Sanierungsmaßnahme und hoffe, dass sich zukünftig etwas tut.
    Auch wenn der Weg dunkel bleibt, mit der Fahrradlampe geht es super, solange der Weg natürlich eben ist. Jedoch reicht eine Fahrradlampe bei weitem nicht aus, um die gefährlichen Wurzeln rechtzeitig sehen zu können. Und wie schon beschrieben, ist es auf der schmalen Straße in diesem Bereich zu gefährlich für Radfahrer. Dabei ist auch an die Schulkinder aus Neu Falkenhagen zu denken, die den Radweg nutzen. Aus und in diese/r Richtung besteht nämlich bisher keine sichere Verbindung für Radfahrer. Ich freue mich sehr über diese Maßnahme!

  10. Simon Simson sagt:

    Es werden nicht mehr, sondern weniger Radfahrer. Mehr werden nur die elektrischen Vehikel, ich meine wieder die mit den zwei Gaspedalen. Und weil deren Akkus immer schwerer, die Sättel mit den Jahren immer breiter + tiefer, die Lenker immer höher und die Fahrer und Reifen immer breiter werden – kostet ja keine Kraft – kommen sie gut durch dicksten Schlamm. Brechsand ist natürlich besser. Leuchten wären gut. Noch besser, wenn an jeder eine Ladesteckdose ist. Aber zurück zu den Kosten: Wieviel kostet hier eine Tonne Sand? Muss der energieintensiv aus Stein gebrochen sein oder reicht örtlich anstehendes Material nicht auch? Bekam oder bekommt der Stadtvertreter mit einer eigenen Quasi-Partei und Tiefbaufirma auch ja den Zuschlag? Scharf kalkulieren muss er ja nicht. Das ist auch gut, er ist ein wichtiger Arbeitgeber. Ein freundlicher Zuruf den Herrschaften am Amtsbrink: Weiter so!

  11. Roland sagt:

    Ich verstehe hier diese Kommentare nicht, die gegen einen Ausbau des Weges sind und dies als Steuerverschwendung bezeichnen. Genau dafür werden Steuern eingenommen, um z. B. Wege in einem verkehrsicheren Zustand zu erhalten. Die Sanierung und Ausbau des Weges am Tiefwarensee ist wichtig und höchste Zeit. Muss denn immer erst alles komplett zerfahren jnd kaputt sein, bevor gehandelt wird. Für den Ausbau des Radwegesystem in Waren wird meines Erachtens hier noch viel zu wenig gemacht.

  12. ABC sagt:

    Okay, wenn es für Menschen ist, die zur Arbeit müssen, habe ich (fast) nichts gesagt. Ich hatte mich schon früher gelegentlich gefragt, wie man eigentlich zum Dienst nach Amsee kommt, wenn man kein Auto hat.
    Der Preis für diesen elenden Weg ist so hoch, dass eigentlich ein paar Leuchten mit drin sein müssten.

  13. Enrico sagt:

    Es wäre zwar schön mit Beleuchtung aber die Fahrradlampen heutzutage reichen eigentlich aus, wenn der Weg in Ordnung ist. Es reicht auch aus wenn der Weg glatt gemacht ist und mit Brechsand aufgefüllt ist. Das schlimmste Stück was es am notwendigsten hat ist hinter der Pommernwiese bis Amsee, quasi durch den Wald. Es reicht nicht aus wie jetzt die Wurzeln und die herausragende Steine mit Neonfarbe zu bespühen, was die letzten Jahre gemacht wird. Muss da erst wieder einer angefahren (Schulkind) werden.

  14. Gunnar Thies sagt:

    Die Erneuerung des Radweges ist längst überfällig. Der Radweg wird touristisch als Teil des über das Gelände Amsee führenden Europäischen Fernradweg genutzt. Die Zahl der Radtouristen steigt fortlaufend. Wenn Waren touristisch konkurrenzfähig bleiben will, sind hierfür intakte Radwege nötig. Derzeit bringen zudem Baumwurzeln im Bereich des Tiefwarensees ein hohes Haftungsrisiko für die Stadt mit sich. Neben Anwohnern wird der Weg außerdem von vielen Mitarbeitenden des Objektes Amsee genutzt. Hier wurden durch uns in den vergangenen 20 Jahren über 250 stabile Arbeitsplätze in Klinik, Wohnstift, Hotel und Küchenbetrieb aufgebaut. Die Einnahmen durch Touristen und Arbeitnehmer:innen des Objektes Amsee betragen für die Stadt Waren ein Vielfaches der jetzt für den Radweg geplanten Kosten. Diese sind dabei zudem zum hohen Anteil Landes- oder andere Fördermittel. Dr. Gunnar Thies, Gf Ansgar Klinik Besitz GmbH

  15. Warener Oldie sagt:

    Endlich mal Steuernausgaben für eine vernünftige Sache vorgesehen !