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„Fridays for Future“: Malchower befreien Erddamm von Müll

22. März 2019

„Fridays for Future“ hieß es heute auch in Malchow. Doch die Mädchen und Jungen haben nicht nur für die Umwelt demonstriert, sie haben auch etwas getan. Gemeinsam mit Verwaltungsangestellten, Politikern und vielen Freiwilligen haben sie im Bereich des Erddamms Müll gesammelt. Um die 80 Helfer waren dabei.Und es hat sich – leider muss man ja sagen – auch gelohnt.
Die Kids und die großen Freiwilligen fanden jede Menge Müll, darunter auch eine Waschmaschine, ein komplettes Straßenschild, Reifen und jede Menge Flaschen. Der Stadtbauhof hatte mit dem Abtransport richtig viel zu tun.
Wir sagen: Super-Aktion und eine tolle Auslegung des „Fridays for Future“!


2 Antworten zu “„Fridays for Future“: Malchower befreien Erddamm von Müll”

  1. Peter sagt:

    Sehr cool!!!
    Da muss man wirklich den Hut ziehen und auch froh sein, dass die heranwachsende Generation eben doch nicht so politikverdrossen und teilnahmslos ist, wie behauptet.
    Mich freut es.

  2. Simon Simson sagt:

    Einerseits ist lobenswert, wenn an den Freitagen nicht nur demonstriert wird, wenn auch ohne irgendeine Idee, was wir, die Erwachsenen nun genau machen sollen, andererseits müssen wir aufpassen, dass das Engagement nicht missbraucht wird, indem für die Verwaltung schön billig aufgeräumt wird. Das würde wieder in Politikverdrossenheit führen und Ewiggestrigen, wie der AfD weiter Nährboden schaffen. Während die Jugend für einen Moment nicht hinnehmen will, dass die Balance auf dem Planeten für ein bequemes und abwechslungsreiches Leben einer oder zweier Generationen geopfert wird, kann man zugleich beobachten, wie alles den gewohnten Gang weitergeht:

    Beispiel Fernsehprogramm:
    Da wird im öffentlich Rechtlichen gezeigt, wie wunderschön Ibiza ist. Und wie? Eine Blondine lässt sich hinfliegen, sich dann nach dem Aufsetzen einer 1000 €-Sonnenbrille mit einem 2 x 500PS-Boot mit 80 Sachen über das Meer chauffieren, um in einem bestimmten, nicht ganz billigen Lokal Fischsuppe zu essen. Danach geht es mit einem Mini Cooper Cabriolet kreuzu und quer von Finca zu Finca, um mit denen, die ausgesorgt haben, zu plaudern. Auf einem anderen gebührenfinanzierten Kanal werden zugleich Campmobile gelobpreist, für die man einen LKW-Führerschein braucht und die mit 400 PS auch schwierigste Pisten auf Island und in der Wüste nehmen, ohne dass die Schuhe schmutzig werden. Natürlich muss ein Moped hinten drauf mit. Auf noch einem anderen Kanal sieht man Skispringer, auf deren Skispitzen Fluege.de prangt. Ein anderer Kanal zeigt die coole Technik der Hochgeschwindigkeitszüge. Dass man für Tempo 250 selbst auf Anstiegen Energie für 15000 Pferdestärken aus der Leitung saugt, ist echt cool. Wo der Strom herkommt, fällt unter den Tisch. In den Werbepausen sieht man dann Autos, die über einsame Küstenstraßen brettern. Natürlich sind das grotesk hochgelegte Kleinwagen, damit beworben, die Freiheit in Dschungel der City zu sein. Dass der Berliner Flughafen nicht fertig wird, hat eigentlich auch zwei Seiten, nämlich auch eine gute.

    Ein Umdenken hat, insbesondere bei vielfliegenden Grünwählern, nicht stattgefunden. Im Biosupermarkt das mit einer schicken Papiertüte gekaufte auf die Ladefläche eines Toyota Hillux schmeißen, mag cool aussehen, nach dem ewig gleichen Motto: Ich kann!

    Ich wünsche mir, dass die junge Generation nicht nachlässt und dass das Hingehalten werden, in Wut und nicht Frustration umschlägt. Ich wünsche mir aber mehr, dass es endlich Erwachsene gibt, die die Politiker zwingen, aktiv und und ehrlich zuzuhören und zusammen mit den Jugendlichen kurzfristig, konkrete und grundlegend wirkende Maßnahmen auf den Weg bringen und nicht nur hohle Statements abgeben, wie toll sie das fänden um dann mit der Dienstkalesche davonzubrausen.
    Ein Vorschlag von mir: Neben dem Fernsehwerbeverbot für Tabak und Alkohol sollte es ab sofort auch eins fürs Fliegen, für Kreuzfahrten und für motorisierte Fahrzeuge geben, um nicht immer weiter die falschen Reize auszusenden.

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