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Fünf-Tonnen-Lok aus Ziegelei gestohlen

11. November 2018

Einen Buntmetall-Diebstahl der besonderen Art hat die Polizei in der „Grenzregion“ Südmecklenburg/Nordbrandenburg vor einigen Tagen melden müssen. Eine etwa 5000 Kilogramm schwere Diesellok tschechischer Bauart und zwei alte Stahl-Loren, in denen vermutlich Ton und Ziegel transportiert wurden, sind in Putlitz-Berge, etwas südwestlich der Müritz-Region, verschwunden. Das teilte die Polizei in Neuruppin jetzt mit und schätzte den Schaden erstmal auf rund 15 000 Euro.
Aber:

Die alten Schienenfahrzeuge gehörten zu einer stillgelegten Ziegelei im Ortsteil Muggerkuhl, der vor allem für seine Musik-Scheune bekannt ist.

Putlitz dürften Autofahrer von der Seenplatte vor allem durch Fahrten von und zur Autobahn 24 kennen, Muggerkuhl liegt südlich der nah verleufenden A24 bei Suckow. Den ganzen Montag lang waren Kriminalisten in dem kleinen Ortsteil unterwegs, berichteten Anwohner.

Schließlich rückten die Beamten ab – und Einwohner entdeckten die Lok,  aber nicht mehr auf Gleisen. Sie lag abholbereit und abgedeckt hinter einem großen Stall, samt der Loren, erzählte ein Muggerkuhler. Es gab Spekulationen, das das Fahrzeug von einem schweren Baufahrzeug aus dem Lokschuppen geholt, zwischengelagert und vielleicht von Buntmetalldieben über die Autobahn „abgeholt“ werden sollte. Die Ermittlungen laufen.

Das Gelände der Ziegelei ist verwildert, es wurde seit 1990 sehr unregelmäßig bewirtschaftet. Zuletzt soll dort ein Eigentümer beim Aufräumen gesehen worden sein, der aber angab, die Ziegelei wieder in Betrieb nehmen zu wollen – wohl mit Lok und Loren. Der Eigentümer soll den Diebstahl angezeigt haben.


Eine Antwort zu “Fünf-Tonnen-Lok aus Ziegelei gestohlen”

  1. Meckerkopp sagt:

    Nicht nur dem Ingeniör, auch den Dieben ist nichts zu schwör !

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