
Laut Medienberichten wurden Anfang des Jahres bereits viele Menschen Opfer einer Kohlenmonoxid-Vergiftung im eigenen Zuhause. In Bayern endeten in diesem Jahr bereits zwei Kohlenmonoxid-Vergiftungen tödlich, weitere Personen im ganzen Bundesgebiet wurden zum Teil lebensgefährlich vergiftet oder mussten im Krankenhaus vorübergehend behandelt werden. Ursachen waren unter anderem eine nicht genehmigte Feuerstätte, ein defekter Ofen bzw. eine defekte Heizung, ein Diesel-Notstromaggregat, mit Propangas betriebene Heizlüfter, eine Pelletheizung und eine selbst montierte Gas-Therme. In Bergisch Gladbach ging es für eine fünfköpfige Familie in ihrem Einfamilienhaus zum Glück gut aus: sie wurden bei einem Kohlenmonoxid-Vorfall rechtzeitig durch einen CO-Melder alarmiert, der der Familie dadurch das Leben rettete.
Wie kann man sich vor einer CO-Vergiftung am besten schützen?

Warum ist Kohlenmonoxid so gefährlich?
Kohlenmonoxid ist ein besonders gefährliches Atemgift, weil es unsichtbar, geschmacklos und geruchsneutral ist. Der Körper reagiert weder mit Husten noch mit akuter Atemnot. Darüber hinaus kann das toxische Gas unbemerkt durch Wände oder Fußböden dringen und so auch zum Gesundheitsrisiko in Räumen werden, in denen sich gar keine Gefahrenquelle befindet. Dr. Hella Körner-Göbel von der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND) erläutert: „Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut und blockiert die Versorgung lebenswichtiger Organe, insbesondere des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Während bei hohen CO-Konzentrationen schnell der Tod eintritt, können bei niedrigen Werten über einen längeren Zeitraum schwerwiegende Vergiftungssymptome auftreten. Diese reichen von Gedächtnisstörungen über Verhaltensänderungen bis hin zur Parkinson-Krankheit.“
Auf der Website der Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen finden Verbraucher Hintergrundinformationen und Empfehlungen, wie sie sich vor einer CO-Vergiftung schützen können: www.co-macht-ko.de
Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde im Jahr 2018 in Düsseldorf gegründet. Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienste (ÄLRD), die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND), der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik sowie die Netze BW und verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxid-Meldern. Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit über die Gefahren von Kohlenmonoxid für Leben und Gesundheit insbesondere bei der Benutzung von Verbrennungseinrichtungen im eigenen Zuhause zu informieren und die Zahl der CO-Vergiftungen zu verringern.







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