Anzeige
Anzeige

Gesundheitsamt des Kreises meldet Blaualgen im Melzer See

27. August 2019

Im See bei Melz, südlich der Müritz, sind Blaualgen festgestellt worden. Das teilt der Bereich Hygiene vom Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte mit. Die Mitarbeiterinnen sind zurzeit täglich unterwegs, um die Qualität des Badewassers zu untersuchen.
Badegäste sollten zum Schutz ihrer Gesundheit in „Blaualgenteppichen“ grundsätzlich nicht baden. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Es ist darauf zu achten, dass Kinder nicht in Algenanschwemmungen am Ufer spielen, oder gar Wasser schlucken.

Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten (z. B. Übelkeit Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder -quaddeln), muss ein Arzt aufgesucht werden. Nach Möglichkeit sollten sich Badegäste nach dem Baden gründlich duschen.

Die Algenblüte ist an einem oder mehreren der folgenden Merkmale zu erkennen: Bläulich-grüne Trübung des Wassers, Schlierenbildung, Algenteppiche an der Oberfläche, Wolkenartige Verteilung im Wasser.

Cyanobakterien können ein Gesundheitsrisiko darstellen. Bei Hautkontakt können die schon genannten Reizungen sowie allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Eine Giftwirkung könnte auftreten, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird.

Ansammlungen von Cyanobakterien sind sehr wind- und wetterabhängig. Innerhalb weniger Stunden kann sich die Situation völlig verändern.


Eine Antwort zu “Gesundheitsamt des Kreises meldet Blaualgen im Melzer See”

  1. Waltraud Meitzner sagt:

    Bei dem Auftreten von Blaualgen gehört zur Ehrlichkeit, dass das betroffene Gewässer quasi in eine stinkende Kloake, man sagt, gekippt ist. Das ist auf Überdüngung und dabei insbesondere auf Phosphate aus der Landwirtschaft (Gülle) und aus Siedlungsabwässern zurückzuführen. Der Sauerstoffgehalt muss dadurch zunächst in einem waremn Sommer rapide gesunken sein und erst unter diesen Umständen entwickeln sich anaerob lebenden Blaualgen massenhaft und ersetzen die sauerstoff produzierenden Grünalgen oder auch die Kieselalgen in gesunden bzw. halbwegs gesunden Gewässern. In der Folge nur besonders gefährdeten Personen das Baden direkt im Algenteppich abzuraten ist ein Unding. Das ist so dumm, wie anstelle die Luftqualität sicherzustellen, Alten und Kindern zu raten, dass sie Kreuzungen mit angehaltener Luft überqueren sollen, um nicht so viel Dieselfeinstaub einzuatmen. Wer trotzdem krank wird, ist selber schuld. Bei dem Gestank, den Blauialgen verbreiten wird eigentlich keiner freiwillig baden oder Boot fahren. Aber solche Negativmeldungen könnten ja der Tourismusindustrie schaden. Hilfreich ist das nicht wirklich. Wäre ehrlichkeit nicht besser und endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die immer lustig weitere Überdüngung der Gewässer zu beenden, bevor die ganze Seenplatte wie eine riesige Kläranlage stinkt und auch dieselbe Wasserqualität aufweist? Dieses Szenario ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern droht uns tatsächlich. Aber es wird wahrscheinlich so kommen, weil niemand umdenkt. Bis dahin viel Spaß!