Nach dem Abbau der Traglufthalle seit Februar ist gestern auf dem Gelände des Agrarhistorischen Museums Alt Schwerin (Agroneum) der Grundstein für den Bau der neuen Ausstellungshalle gelegt worden. Der Landkreis investiert insgesamt rund 2,3 Millionen Euro in das Gebäude, das den Namen „Schaudepot“ erhalten wird. „Diese Grundsteinlegung ist nicht nur ein Bekenntnis zum Agroneum, sondern auch ein Bekenntnis für den Erhalt unseres kulturellen und technischen Erbes“, so Landrat Thomas Müller bei der Grundsteinlegung. „Denn die Landwirtschaft ist schlichtweg Teil unserer regionalen Identität.“ Er kündigte an, sich auch in Zukunft gemeinsam mit dem Kreistag für das Museum einzusetzen.
Im Anschluss an die Begrüßung befüllte er gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung, Bauleitung und Bauplanung eine Zeitkapsel mit Bauplänen, einer aktuellen Zeitung und etwas Münzgeld.

Besonders ist, dass durch die Nutzung der Plane der alten Traglufthalle die Hochregalanlage für die großen Ausstellungsstücke während des Baus geschützt werden und somit stehen bleiben kann – die neue Halle wird quasi drumherum gebaut. Dadurch konnte die Sicherung der Hochregale sehr kostengünstig erfolgen.

Die Fertigstellung der Halle ist für Dezember 2026 geplant.
Bereits in den 1960er-Jahren entschied man sich, die Guts- und Landwirtschaftsgeschichte Mecklenburgs beispielhaft inmitten ihrer historischen Substanz für Besucher erlebbar zu machen. Heute ist das Agroneum ein ca. 5 Hektar großes Freilichtmuseum mit historischer Schmiede, Stellmacherei, Holländerwindmühle und zahlreichen Ausstellungshallen für eine umfangreiche Sammlung landwirtschaftlicher Technik. Nicht nur die Arbeits-, auch die Lebens- und Wohnverhältnisse der Landbevölkerung in den verschiedenen Epochen werden hier dargestellt. Jährlich verzeichnet das Museum etwa 50.000 Besucher und wird, wie das 3-Königinnen-Palais in Mirow und das Schliemann-Museum in Ankershagen, seit 2023 von der kreiseigenen MuSeEn gGmbH betrieben.








