Dunkler Rauch dringt aus dem Küchenfenster des Kindergartens in Kogel, auf dem Gelände herrscht Aufregung. Eine Betreuerin läuft sichtlich verletzt und unter Schock vor das Gebäude, ruft verzweifelt nach Hilfe. Für die Einsatzkräfte begann gestern Nachmittag ein Szenario, das so realistisch wie möglich gestaltet wurde. Unter dem Stichwort „Küchenbrand“ wurden die Feuerwehren aus Kogel, Adamshoffnung/Petersdorf, Zislow und Malchow alarmiert. Schnell rückten zudem der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (ORGL) Müritz, das DRK Mecklenburgische Seenplatte sowie die Malteser an. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen echten Notfall, sondern um eine groß angelegte Einsatzübung. Ziel war es, das Zusammenspiel der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen unter möglichst realen Bedingungen zu trainieren.
Denn schwere Unglücke passieren nicht nur am Wochenende oder nach Feierabend, wenn Schulen und Kindertagesstätten leer sind. Gerade tagsüber müsse der Ernstfall geprobt werden, erklärte der Gemeindewehrführer Fünfseen Steffen Prandke.
Insgesamt hatte der Rettungsdienst acht verletzte beziehungsweise betroffene Kinder und Erwachsene zu versorgen. Das Übungsszenario umfasste unter anderem Rauchgasvergiftungen, Verbrennungen sowie Inhalationstraumata.
Eltern und Erzieher der Kinder zeigten Verständnis für die umfangreiche Übung. Viele seien froh, dass die Abläufe im Ernstfall trainiert werden und die Einsatzkräfte so wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Quelle: Susan Ebel
















