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Händewaschen kann Leben retten

10. Mai 2015

Hy2Es gibt ja für alles irgendwie besondere Tage Dieser hier gehört aber zweifellos zu den ganz wichtigen: In dieser Woche fand der Welthände-Hygienetag statt. Und zwar genau am 5.5. Für diesen von der WHO (World Health Organisation) initiierten Tag wurde nicht irgendein Datum gewählt. Die beiden Fünfen symbolisieren die fünf Finger der menschlichen Hände. Im MediClin Müritz-Klinikum spielt die Händehygiene aber natürlich nicht nur an diesem Tag eine große Rolle, sondern rund um die Uhr. Die gründliche Desinfektion ist aber nicht nur für Ärzte und Pflegepersonal   ein Muss, auch Besucher können und sollen sich ihre Hände reinigen.

Unter der hygienischen Händedesinfektion versteht man im medizinischen Bereich ein Verfahren zur Verringerung der Zahl von Krankheitserregern, wie Bakterien und Keimen auf der Haut der Hände mit Hilfe von speziellen Händedesinfektionsmitteln. Sie gilt als eine der effektivsten Maßnahmen zur Verhütung von Infektionskrankheiten, deutlich wirksamer als das Händewaschen mit Seife.

Im Krankenhaus können die Hände des Personals gefährliche Keime übertragen, deswegen reicht nicht wie im normalen Alltagsleben das normale Waschen der Hände mit Seife, sondern es bedarf einer vorschriftsmäßigen Händedesinfektion mit speziell dafür vorgesehenen Mitteln. Keime und Bakterien werden so abgetötet. Aber nicht nur das ärztliche- und Pflegepersonal, auch Besucher eines Krankenhauses sollten sich vor und nach dem Besuch der Station gründlich die Hände desinfizieren, um ihre Angehörigen, aber auch sich selbst zu schützen.

Aktionstage am Warener Klinikum

Hy3Das Desinfektionsmittel in Krankenhäusern besteht zum größten Teil aus Alkohol. Damit aber bei derartig häufigem Einsatz, wie es in medizinischen Einrichtungen der Fall ist, die Hände nicht austrocken und es zu Hautschäden kommt, sind den Lösungen zusätzlich rückfettende, hautpflegende Zusatzstoffe beigemischt.

Nosokomiale Infektionen, deren Zahl in Deutschland erschreckend hoch ist, gehören zu den häufigsten Infektionen. Darunter versteht man solche, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auftreten. Rund 3,5 Prozent aller stationären Patienten in Deutschland infizieren sich im Krankenhaus, mehr als 15 Prozent davon sind intensivmedizinpflichtig.

Laut der deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzt man für das Jahr 2014 bis zu 900.000 nosokomiale Infektionen, für 30.000 Patienten sei es die primäre Todesursache. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Fälle sind vermeidbar. Wichtig ist dabei zu wissen: Die meisten Erreger werden durch die Hände des Personals übertragen.

Im MediClin Müritz-Klinikum in Waren finden deshalb regelmäßig Aktionstage zum Thema Händehygiene statt, um die Mitarbeiter immer wieder für dieses Thema zu sensibilisieren. Zuletzt wurde Ende Februar im Aufwachraum der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin ein „Tag der Händehygiene“ durchgeführt.

Sehr hervorzuheben ist deshalb das große Interesse der Ärzte, Schwestern und Pfleger des Krankenhauses, die abteilungsübergreifend ihre ganz persönliche Händedesinfektion in der Blackbox prüfen wollten.
Das Gerät zeigt eventuelle Schwachstellen der Handhygiene eindrucksvoll auf.

Text: Jenny Thoma, PR und Öffentlichkeitsarbeit/Marketing, MediClin Müritz-Klinikum

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Eine Antwort zu “Händewaschen kann Leben retten”

  1. Barbara Walaschewski sagt:

    Hände desinfizieren ist die
    eine Seite. Sich beim begrüßen NICHT die Hände zu reichen wäre genau so wichtig und sollte besonders bei Arzt und Patient deutlicher in den Fokus rücken.
    Sich die Hände zu reichen ist ein Zeichen der Verbundenheit. Patienten legen besonders beim eigenen Hausarzt Wert darauf. Die Erkenntnis , das es kein Verlust der Wertschätzung ist , wenn der Arzt NICHT DIE HAND REICHT – dies sehe ich als zusätzlichen Schutz vor Keimen für beide Seiten als wichtig an!