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Handwerker soll bei Steuern getrickst  haben – Prozess

17. September 2021

Wegen Steuerhinterziehung über mehrere Jahre hinweg muss sich ein Handwerker aus der Region Röbel derzeit am Amtsgericht Neubrandenburg verantworten. Der 52-Jährige soll nach Berechnungen des zuständigen Finanzamtes und der Staatsanwaltschaft zwischen den Jahren 2013 bis 2016 insgesamt 92 753,74 Euro an Steuern hinterzogen haben, wie der Staatsanwalt vor Gericht schilderte. Dabei habe der Mann und dessen Frau immer wieder deutlich geringere Einnahmen und Umsätze angegeben, als letztendlich wirklich angefallen sind. Aufgeflogen soll das Ganze erst 2019 sein, Anklage wurde  2021 erhoben.

Damit sollen das kleine Dorf, wo der Holzverarbeiter seinen Sitz hat, um mehrere tausend Euro Gewerbesteuer sowie der Fiskus um Umsatz- und Einkommenssteuer betrogen worden sein. Insgesamt warf der Staatsanwalt dem Handwerker elf vollendete Fälle und einen versuchten Betrug vor.

In einzelnen Fällen seien gar keine Gewinne angegeben worden, tatsächlich aber bis zu 47 000 Euro Gewinn in einem Jahr gemacht worden. Der Beschuldigte und dessen Anwalt bezweifelten die Berechnungen der Anklage zu Prozessbeginn. Nach einer kurzen Beratung beider Seiten, unabhängig vom Prozess, vertagte das Gericht eine Entscheidung in der Sache.

Wie eine Sprecherin erklärte, wurde das Verfahren zunächst ausgesetzt, damit das Finanzamt und auch die Staatsanwaltschaft ihre Berechnungen noch einmal genau überprüfen können. Dann soll es einen neuen Termin zur Verhandlung geben


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