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Höchste HPV-Impfquote bei Teenagern in MV

1. Dezember 2019

Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und gilt als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs. Seit April 2016 steht für die HPV-Impfung ein Impfstoff zu Verfügung, der gegen neun verschiedene Virustypen schützt. Der BARMER-Arzneimittelreport 2019 zeigt, dass mehr als zwei Drit­tel der Mädchen aus Mecklenburg-Vorpommern im Alter von 12 bis 18 Jahren einen Impfschutz gegen HPV-Infektionen haben. „Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die höchste Rate an HPV-Impfungen aufweist, sind immer noch knapp ein Drittel der Mädchen unvollständig oder gar nicht gegen die Erreger geschützt. Deshalb werben wir weiterhin dafür, die HPV-Impfquote im Land zu erhöhen“, sagt Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der BARMER in Mecklenburg-Vorpommern.

Deutschlandweit sind 53 Prozent der Teenager in dieser Altersgruppe geimpft, hierzulande sind es 72 Prozent.

Eine Infektion mit HPV verläuft meist unbemerkt, verursacht selten Beschwer­den und heilt von selbst aus. Etwa zehn Prozent der Betroffenen bleiben je­doch dauerhaft infiziert und können Tumore entwickeln. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes erkranken in Deutschland jährlich 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1.600 von ihnen sterben daran. Ein Großteil aller Gebär­mutterhalstumore lassen sich auf HPV zurückführen.

Bis zu 2.300 Männer er­kranken zudem jedes Jahr an HPV-bedingtem Krebs im Anal-, Penis- oder Mundra­chen­bereich. „Die HPV-Impfung ist eine sehr wirksame und auch äu­ßerst si­chere Präventi­onsmaßnahme gegen mehrere dieser Krebstypen. Ak­teure im Gesundheitswesen wie Ärzte, Gesundheitsämter und Krankenkas­sen, aber auch die Politik sollten zielgerichtet über diese Impfung aufklären, um so wirksam Leben zu schützen“, mahnt Henning Kutzbach.

Die HPV-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen. Die Krankenkassen überneh­men die Kosten für die Impfung bis zum 18. Lebensjahr. Weitere Informatio­nen über humane Papillomaviren unter: www.barmer.de/s000099.


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