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Initiative „Müritzer für Tiere“: Nicht wegsehen, wenn Tiere leiden

19. Februar 2018

Die Beispiele schlechter Tierhaltung, die auch den Tatbestand von Tiermisshandlung erfüllen, gibt es leider auch in der Müritz-Region immer wieder. Jeder Tierfreund erschauert bei den aktuellen Nachrichten und Bildern malträtierter Tiere.

„Da wir als Initiative auch immer wieder nach Möglichkeiten der Hilfe gefragt werden, möchten wir unsere Sicht und den praktischen Weg der Hilfe erneut aufzeigen. Unser Anliegen: rechtzeitig helfen!“, so Sigrid Mielke von der Initiative.

Die Initiative „Müritzer für Tiere“ will auch den Tieren helfen, die irgendwo auf dem Nachbargrundstück, einsam in Gartenanlagen oder auch in der Wohnung nebenan still leiden. Sie kriegen kaum Futter, der Wassernapf ist fast immer leer. Erkranken Tiere, werden sie nicht dem Tierarzt vorgestellt. Hunde sind weggesperrt im Zwinger oder einem Verschlag und haben kaum Kontakte zu Artgenossen und zu Menschen. Es liest sich wie ein Horrorszenario, ist aber leider auch in der Müritz-Region keine Seltenheit.

Es passiert in Dörfern, aber auch im Städtischen. Und es ist bekannt, dass Nachbarn, die dem Leid mit einer Anzeige beim Veterinäramt ein Ende setzen könnten, es selten tun. Das meistgehörte Argument: „Ich mische mich nicht in die Angelegenheiten anderer ein. Ich habe in meinem Leben noch niemand denunziert“.  Traurig ist das für ein Lebewesen, das sich nicht selbst helfen kann. Aber auch Angst vor Streit oder Schlimmeren sowie fehlendes Mitgefühl sind die Gründe.

„Wer sich mit seiner Beobachtung vertrauensvoll an uns wendet, kann sicher sein, dass wir handeln. Die behördlichen Wege sind in der Tat in ihrer Länge oft beschwerlich, aber da lassen wir nicht locker. Mit zuverlässigen Informanten im Hintergrund (die anonym bleiben können), kann einem Tier schnell geholfen werden. Wir fragen beim Veterinäramt nach und lassen nicht locker. Im Gepäck haben wir immer auch die Möglichkeit ‚öffentlich machen‘. Das hilft, denn wir haben ein Tierschutzgesetz. Wer Tiere vernachlässigt, misshandelt, quält, kann strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Deshalb bittet „Müritzer für Tiere“ alle, die Tierleid bemerken, sich wenigstens anonym an uns zu wenden, den Sachverhalt zu schildern, damit wir uns für ein besseres Leben vernachlässigter, gequälter Tiere einsetzen können. Übrigens gibt es auch Tierhalter, die bereit sind zu verändern. Ihre Antwort: Das habe ich nicht gewusst. Wir haben das immer so gemacht.

Unsere große Bitte: Helfen Sie!

„Müritzer für Tiere“
Tel. 03991/125480 und/oder 125036
Handy 015204661623
Mail:info@mueritzer-fuer-tiere.de

In dem Fall machen wir die Anzeige. Sie bleiben anonym.

Wollen Sie selbst Kontakt zum Veterinäramt:

Region Waren (alter Müritzkreis):
Tel. 039557087/2275
Mail: vla@lk-seenplatte.de

Region Seenplatte:
Tel. 039557087/3278
Mail: vla@lk-seenplatte.de

Praktisch können Sie beide Nummern wählen, weil Ihr Hinweis/Ihre Anzeige immer weitergeleitet wird.


Eine Antwort zu “Initiative „Müritzer für Tiere“: Nicht wegsehen, wenn Tiere leiden”

  1. Dietrich, Carmen sagt:

    Sehr guter Artikel!
    Das Problem wird hier ganz sachlich und authentisch dargestellt, so wie es in der Praxis vorkommt.
    Auch die aufgezeigten Lösungsansätze und der Hinweis, die Anonymität zu wahren sind sehr realistisch und alltagstauglich.
    Ein großes Lob an die Autorin und vielen Dank, auch im Namen der Tiere.

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