Große Emotionen, hochklassiger Sport und ein historischer Doppelerfolg für das deutsche Team bei der 2. Internationalen Meisterschaft im Dreibahnenspiel in Wolfsburg: Claudia Sponholz aus Waren krönte sich erneut zur Weltmeisterin und verteidigte damit eindrucksvoll ihren Titel aus dem Jahr 2024. Für eine besondere Überraschung sorgte zudem ihr Partner Steffen Ast, der sich erstmals den Titel bei den Herren sichern konnte. Somit hat Waren jetzt ein Weltmeister-Pärchen. Glückwunsch!
Am Wochenende trafen sich in Wolfsburg die besten internationalen Sportkegler zum Wettkampf im anspruchsvollen Dreibahnenspiel – der Königsdisziplin des Kegelsports. Gespielt wurde auf den drei Disziplinen Bohle, Schere und Classic, jeweils mit 40 Wurf pro Bahnart.
Die Weltmeisterschaft war dabei hochkarätig besetzt: Teilnehmer aus neun Nationen gingen an den Start. Vertreten waren Österreich, die Schweiz, Polen, Luxemburg, die Niederlande, Dänemark, Frankreich, Deutschland und Italien.

Für Claudia Sponholz setzt sich damit eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison fort. Die Spielerin des MSC Waren feierte bereits im März mit ihrer Mannschaft einen historischen Erfolg und wurde erstmals Deutsche Meisterin der Damen-Bundesliga. Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels folgte nun der nächste Höhepunkt ihrer beeindruckenden Saison.
Besonders im Damenfinale bei der 2. Internationalen Meisterschaft zeigte Sponholz erneut ihre außergewöhnliche Klasse. Obwohl sie im Vorfeld nicht unbedingt als Topfavoritin gehandelt wurde, präsentierte sie sich während des gesamten Turniers in beeindruckender Form. Mit konstant starken Leistungen auf allen drei Bahnsystemen setzte sie sich gegen die internationale Konkurrenz durch. Vor allem auf Bohle überzeugte die Deutsche mit herausragenden 322 Holz. Am Ende standen 845 Holz und 36,5 Punkte auf dem Konto – Platz eins und damit die erfolgreiche Titelverteidigung. Zum Vergleich: Im Dreibahnenspiel gilt bereits alles über 720 Holz als Plusergebnis.
Hinter Sponholz belegte ihre Teamkollegin Kristina Kiehn aus Hamburg einen starken zweiten Platz. Das deutsche Duo dominierte das Finale und sorgte für großen Jubel beim heimischen Publikum in Wolfsburg.

Mit starken Nerven, konstanten Ergebnissen und großem Kampfgeist kämpfte sich Ast überraschend an die Spitze des Herrenfeldes. Besonders beeindruckend: Die magische Marke von 900 Holz verpasste er am Ende um lediglich ein einziges Holz. Viele Experten hatten ihn nicht unbedingt auf der Rechnung – umso größer war die Freude über seinen sensationellen Titelgewinn. Damit erlebte das Paar ein gemeinsames Sportmärchen: Zwei Weltmeistertitel in einer Familie – und das bei derselben internationalen Meisterschaft.
Nur knapp am Finaleinzug vorbei schrammten zudem Lucy Lindner vom MSC Waren sowie Marvin Skriwanek von Blau-Weiß Stavenhagen. Beide zeigten starke Leistungen auf internationaler Bühne und unterstrichen die große Qualität des Kegelsports aus Mecklenburg-Vorpommern.
Besonders bemerkenswert: Vier der insgesamt sechs für Deutschland nominierten Nationalspieler kamen aus Mecklenburg-Vorpommern – ein eindrucksvoller Beleg für die starke Entwicklung des Sports im Nordosten.
Oder wie es die Fans aus Mecklenburg-Vorpommern nach dem Finale treffend formulierten: „Jetzt weiß man es genau – Weltmeister kommen aus MV!“









„Zwei Weltmeistertitel in einer Familie – und das bei derselben internationalen Meisterschaft.“ Wow, das ist einfach nur toll…herzlichen Glückwunsch :-)