Klinik Amsee informiert zum heutigen „Tag des Schlafes“

21. Juni 2023

Am heutigen Tag des Schlafes informiert die Oberärztin  der Klinik Amsee, Nadine Tabarina, über die Veränderungen der Schlafdauer in verschiedenen Lebensabschnitten. Ein kürzerer Schlaf im fortgeschrittenen Alter und nächtliche Wachphasen sind nicht immer ein Grund zur Sorge. Krankheitsbedingte Schlafstörungen sollten dagegen untersucht und behandelt werden. Das Schlaflabor der Warener Lungenfachklinik diagnostiziert und behandelt seit über 30 Jahren Schlafstörungen und ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) zertifiziert.

In unseren verschiedenen Lebensabschnitten verändern sich die Phasen von Ruhe und Aktivität immer wieder. Während sich bei kleinen Kindern die längeren Hauptschlafphasen in der Nacht erst über Jahre entwickeln und sie zusätzlich einen Mittagsschlaf machen, benötigen Menschen im Jugendalter weniger Schlaf und sind trotzdem topfit. Ab dem dritten Lebensjahrzehnt brauchen einige Menschen wieder einen Mittagsschlaf, da der Tiefschlafanteil in der Nacht beginnt abzunehmen.

Es ist also noch kein Grund zur Sorge, wenn der Schlaf im fortgeschrittenen Alter etwas kürzer wird. Denn je älter wir werden, desto geringer werden unsere Tiefschlaf- und Traumschlafanteile, der leichte Schlaf überwiegt. Das führt dazu, dass insbesondere ältere Menschen teilweise einen gestörten Nachtschlaf haben, über Durchschlafstörungen klagen, am Tage öfter müde sind und zwischendurch ein Nickerchen machen. Für eine gute Schlafqualität in der Nacht empfiehlt sich daher regelmäßige Bewegung an frischer Luft und viel Tageslicht.

Senile Bettflucht oder Schlafstörungen?

Zu unterscheiden sind diese altersbedingten Veränderungen des Schlafverhaltens von  krankheitsbedingten Schlafstörungen, die durch Bluthochdruck, Diabetes, Schmerzen oder Übergewicht bedingt sein können. Äußere Faktoren, wie der Konsum von Aufputschmitteln und Drogen, können den gesunden Schlaf ebenfalls beeinträchtigen. Auch schlafbezogene Atemstörungen treten bei Männern ab dem dritten bis vierten Lebensjahrzehnt zunehmend auf. Bei Frauen ist dies im Zusammenhang mit den hormonellen Veränderungen der Wechseljahre erst ab dem fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt festzustellen. Dauerhafte Schlafstörungen sind für die Betroffenen wiederum mit vielen Folgeerkrankungen verbunden und sollten diagnostiziert und behandelt werden.

„Dauerhafte Schlafprobleme können schwerwiegende Erkrankungen, wie Herzinfarkte und Schlaganfälle, nach sich ziehen“, informiert Nadine Tabarina, Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie. Ein erholsamer Schlaf trage dazu bei, Autounfälle infolge von Übermüdung zu verhindern, ergänzt die Ärztin. Sie ist seit 15 Jahren in der Klinik Amsee tätig und seit dem 1. Mai diesen Jahres Oberärztin.

Das Schlaflabor der Lungenfachklinik diagnostiziert und behandelt seit über 30 Jahren Schlafstörungen und ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) zertifiziert.

Weitere Informationen zur Behandlung im Schlaflabor: https://www.johannesstift-diakonie.de/medizinische-versorgung/klinik-amsee/behandlung/schlaflabor

Die Klinik Amsee, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock. Die 1922 als Lungenheilstätte in Waren (Müritz) gegründete hochspezialisierte Lungenfachklinik behandelt jährlich etwa 3.500 Patienten stationär. Die medizinischen Schwerpunkte umfassen die Allgemeine Pneumologie und die Intensivmedizin, deren Fokus in der Beatmungsentwöhnung (weaning) liegt. Weiterhin zählen die palliativmedizinische Komplexbehandlung sowie die Schlafmedizin und Onkologie zum Leistungsspektrum des Hauses. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Klinik Amsee befindet sich im Warener Bahnhofsgebäude und versorgt ambulante Patient*innen in den Fachrichtungen der Allgemeinmedizin, Inneren Medizin und Pneumologie.

Bild: Oberärztin Nadine Tabarina

Foto: Jacqueline Schmiele


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