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13. März 2020

Corona hier, Corona da. Klar, dass viele Menschen derzeit genervt sind, wenn schon wieder eine Meldung zu diesem für uns mysteriösen Virus veröffentlicht wird. Doch Corona überrollt uns inzwischen in allen Lebensbereichen. Wer noch vor einer Woche dachte „alles Panikmache“, sieht das heute wahrscheinlich schon ganz anders. Und das nicht nur aus Angst davor, selbst zu erkranken, sondern häufig in Sorge um ältere Angehörige und um chronisch kranke Menschen. Denn gerade für sie kann das Virus richtig gefährlich werden. Erst recht, wenn es als Pandemie daher kommt.
Insofern sind die jetzt von der Bundes- und Landesregierung getroffenen Vorkehrungen alles andere als übertrieben. Im Gegenteil. Hier und da hätte man sich klarere Ansagen gewünscht. Auch MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig schwankte heute erneut zwischen Ja und Nein in Sachen Schul- und Kitaschließungen.
Doch damit tut sie niemandem einen Gefallen. Nicht den Lehrern, die wissen wollen, woran sie sind, nicht den Eltern, die sich dringend vorbereiten müssen, und auch nicht den Kindern, die zunehmend verunsichert sind.
Sicherlich sind Schul- und Kitaschließungen gut zu überlegen, zumal es gilt, die Betreuung zu sichern. Doch was macht es für einen Unterschied, ob die Landeschefin die Schließungen heute und vielleicht morgen oder am Montag anordnet?
Klare Ansagen! Fertig!
Die Situation ist für alle neu, ungewöhnlich, ja zum Teil beängstigend.
Für den 28-jährigen Vertreter genauso wie für die 45-jährige Verkäuferin, die 32-jährige Lehrerin, den 51-jährigen Künstler oder den 60-jährigen Bürgermeister.
Hat so noch niemand mitgemacht, will so auch niemand noch einmal erleben.
Um so wichtiger ist es, sich jetzt auf etwas zu besinnen, was in der Vergangenheit im hektischen Alltag vielfach abhanden gekommen ist: Das WIR-Gefühl, ein Miteinander.
Wenn einer für den anderen da ist, „packen“ wir auch Corona.
Schauen Sie einfach, wie es Ihren Nachbarn geht, ob sie etwas brauchen oder auch einfach nur mal einen Plausch benötigen.
Gucken Sie nicht nur auf Sich! Passen Sie aufeinander auf!
Wir vermitteln gerne Hilfsangebote, die uns erfreulicher Weise auch heute schon erreicht haben.
Und dann machen Sie das Beste aus der Entschleunigung, die uns Corona nun quasi verordnet.
Einfach mal ein, zwei Gänge zurückschalten.
In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und uns natürlich treu!


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