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Konzert in der Georgenkirche Waren mit dem Berliner Vokalkreis

Am kommenden Freitag, 15. Mai, ist der Berliner Vokalkreis in der Georgenkirche Waren zu Gast. Um 17 Uhr beginnt das Konzert für Chor und Orgel, das sich musikalisch zwischen Jubel und Sehnsucht, Klage und Hoffnung, zwischen Erde und Himmel bewegt.

Wenn der Chor mit der Orgel musiziert, betritt er einen Raum, in dem sich Zeit und Ewigkeit berühren. In besonderer Weise gilt das für die Werke des Konzertprogrammes „Blessed City, Heavenly Salem – O Pray for the Peace of Jerusalem“, die aus sehr unterschiedlichen kulturellen und musikalischen Kontexten stammen und doch durch ein gemeinsames Thema miteinander verbunden sind: die Sehnsucht nach Frieden.

Der Konzerttitel „Blessed City, Heavenly Salem – O Pray for the Peace of Jerusalem“ verweist auf zwei biblische Städte, zwei spirituelle Räume: das irdische Jerusalem, das Zentrum religiöser Hoffnung, aber auch politischer Spannungen, und das himmlische Jerusalem, das in der christlichen Tradition als Ort vollendeter Gemeinschaft mit Gott verstanden wird. Dazwischen steht der Mensch – fragend, hoffend, betend.

Die im Konzert erklingenden Werke – von Parry, Bairstow, Vasks, Pärt, Vierne, Howells, Stanford u.a. – vereinen Lob und Klage, liturgische Tradition und persönliche Meditation, festliche Pracht und schlichte Bitten. Einige entstanden für große kirchliche Anlässe, andere sind intime Reflexionen über Leid und Hoffnung. Was sie eint, ist ihre Verwurzelung in einem Denken, das Musik als Gebet, als Zeugnis, als Trost versteht.

„In einer Zeit, in der das Wort Frieden täglich in den Nachrichten auftaucht – und oft nur als ferne Utopie –, wollten wir nicht nur über Frieden reden, sondern ihn hörbar machen: als innere Haltung, als Bitte, als Vision. Diese Musik erhebt keine politischen Forderungen. Aber sie lädt ein zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Gebet – und vielleicht zu einem neuen Hören auf die eigene Verantwortung“, heißt es in der Ankündigung.

Der Berliner Vokalkreis unter der Leitung von Johannes Raudszus und mit Stefan Kießling an der Orgel möchte sich in den vielschichtigen Werken gemeinsam mit seinem Publikum auf die Suche nach Tiefe und Wahrhaftigkeit begeben. Das Ensemble möchte bei den Hörenden etwas zum Klingen bringen, das bleibt.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Anschließend lädt der Förderverein Kirchenmusik Waren – St. Georgen zum Nachklang an der Weinbar vor die Georgenkirche ein.

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