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LKA-MV: Sexualstraftäter nach über 20 Jahren gefasst

10. September 2019

Der lange Atem hat sich ausgezahlt: Im Dezember 1998 ist im ehemaligen Landkreis Grimmen eine damals 13-Jährige im Elternhaus vergewaltigt worden. Schnell konnte die Identität
des Tatverdächtigen geklärt werden: Es handelte sich um einen zu diesem Zeitpunkt 17-jährigen Jugoslawen, der entfernt mit dem Opfer verwandt war. Über 20 Jahren fahndete die Landespolizei europaweit unablässig nach dem flüchtigen Beschuldigten auf Grundlage eines durch die Staatsanwaltschaft Stralsund immer wieder verlängerten Europäischen Haftbefehls.
Diese lange Fahndung führte nun zum Erfolg:

Der Beschuldigte reiste am 29. August von Serbien nach Ungarn. Während des Grenzübertritts wurde die ungarische Grenzpolizei auf den Haftbefehl aufmerksam und nahm den Beschuldigten fest. Die ungarischen Kollegen informierten darüber umgehend die deutschen Behörden und so konnten Beamte des Landeskriminalamtes MV den Beschuldigten am
6. September von Ungarn nach Deutschland überführen.

Der Beschuldigte wurde noch am Tag der Überführung dem Haftrichter vorgeführt. In einer Justizvollzugsanstalt des Landes wird er nun auf seinen Prozess warten.

Dieser Fall verdeutlicht, dass Polizei und Staatsanwaltschaft den Fahndungsdruck nach Straftätern unabhängig vom Zeitpunkt der Tat, insbesondere bei schwerwiegenden Delikten aufrecht erhalten und die dafür zur Verfügung stehenden Fahndungsmittel, wie der Europäische Haftbefehl, auch bei internationalen Fahndungen wirksam sin


2 Antworten zu “LKA-MV: Sexualstraftäter nach über 20 Jahren gefasst”

  1. Liz sagt:

    Es verdeutlicht vor allem auch, wie gut die Ungarn aufpassen, wer in ihr Land einreist.

  2. WRN sagt:

    Moin,
    freut mich für die Eltern des Mädchen , aber das er 20 Jahre in Serbien frei leben konnte zeugt nun nicht gerade von Fahndungserfolg. Er ist ja an der Grenze verhaftet worden, aber auch nur ,weil die Ungarn sie seid ne ganzen Weile schon stärker kontrollieren.

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