
„Brustkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen in Deutschland. Das Forschungsprojekt zeigt erstmals, dass das MSP die Mortalität deutlich senken kann. Das ist ein wichtiges Argument, das Frauen bei ihrer ganz persönlichen Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme berücksichtigen können“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Der Nutzen des Forschungsprojektes gehe perspektivisch über das MSP hinaus. Mit seiner Methodik, Kassendaten mit Informationen zur Todesursache aus Krebsregisterdaten zu kombinieren, sei es eine Blaupause für die Bewertung weiterer Früherkennungsprogramme.
Ziel des MSP ist die Verschiebung der Brustkrebsdiagnose in ein früheres Tumorstadium. Diese Vorverlegung in prognostisch günstigere Brustkrebsstadien wurde auch im Projekt bestätigt. „Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser ist die Heilungschance und damit die Überlebensrate. Das MSP kann Leben retten“, sagt BARMER-Chef Straub. Jedes Jahr bekämen rund 75.000 Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs gestellt. Nach Daten des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) sind dabei vor allem Frauen ab 50 Jahre betroffen. In der Gruppe der 50- bis 69-Jährigen wurde im Jahr 2023 bei rund 4,7 Prozent der Frauen die Diagnose Brustkrebs dokumentiert. Dabei reichten die Raten von 4,3 Prozent im Saarland bis hin zu 5,4 Prozent in Schleswig-Holstein.








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