
Die niedrigste Steigerungsrate verzeichnet das Saarland (4,2 Prozent). Insgesamt wurde bei rund jeder/m 20. im Nordosten eine Pollenallergie, auch Heuschnupfen genannt, diagnostiziert.
Bei Heuschnupfenpatienten kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf herumfliegende, eigentlich harmlose Pollen. Solche sogenannten Allergene können von Laubbäumen und Sträuchern wie Birke und Esche stammen, aber auch von Getreide, Gräsern und Kräutern wie Roggen, Beifuß und Wegerich. Der Körper bekämpft sie wie Krankheitserreger. In der Folge treten allergische Reaktionen der Nasenschleimhaut und Bindehaut auf, die zu Fließschnupfen, verstopften Atemwegen, geschwollenen Augen bis hin zu Asthma führen können.
Frühling im Winter – Situation Betroffener verschärft sich
Laut Deutschem Wetterdienst war der Februar 2024 hierzulande der wärmste Februar seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen. Kein Wunder, dass Hasel, Pappel & Co. frühzeitig die Pollenproduktion in Gang gesetzt haben, die für die Natur lebenswichtig ist. „Die Leidenszeit für Pollenallergiker hat sich durch den Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung verlängert. Der Winter bietet längst keine Verschnaufpause mehr, da Pollen nahezu ganzjährig aktiv sind“, sagt Apotheker Sven Seißelberg von der KKH. „Auch die zunehmende Menge und Konzentration der Pollen durch die Klimaveränderungen erhöhen die Belastung für Heuschnupfengeplagte.“ Ebenfalls auf das Konto des Klimawandels geht die Ausbreitung neuerer Pflanzen mit hohem Allergiepotential wie der Beifuß-Ambrosie.
Informationen sehr wichtig

Manko Medikamentenknappheit erneut zu erwarten?
Im vergangenen Jahr waren nach dem Start der Pollenflugsaison einige rezeptpflichtige Medikamente gegen Heuschnupfen knapp. „Auch aktuell gibt es bereits einen Engpass beim Asthma-Notfallspray Salbutamol“, erklärt Sven Seißelberg. „Daher ist es sinnvoll, einen gewissen Vorrat der benötigten Arzneimittel anzulegen. Dabei gilt: Je früher, desto besser, das heißt idealerweise bereits im Winter die erforderlichen Medikamente für die kommende Saison besorgen. Dann laufen Sie nicht Gefahr, in der Akutphase mit verstopfter Nase und aufgequollenen Augen in der Apotheke leer auszugehen.“ Am besten rechtzeitig einen Vermerk im Kalender machen, um gut vorbereitet in die Saison 2025 zu starten.








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