
Die Hauptangeklagte steht im Verdacht, ihre minderjährige Stieftochter massiv misshandelt zu haben. Laut Anklage soll es seit 2020 immer wieder zum Streit ihr und der Jugendlichen gekommen sein. Diese Streitigkeiten seien immer weiter eskaliert.
Laut Staatsanwaltschaft soll die Angeklagte die damals 14-Jährige im Badezimmer und in der Dusche eingeschlossen, mit kalten Wasser übergossen, sie in der Badewanne untergetaucht sowie gekratzt und geschlagen haben- – unter anderem mit einem Toiletten-Pömpel ins Gesicht.
Mit Beginn der Sommerferien 2021 sei die Stieftochter wochenlang fast durchgehend in der Dusche eingesperrt gewesen. Dort musste die damals 14-Jährige laut Anklage essen, schlafen und auch ihre Notdurft verrichten. Sie sei zudem gezwungen worden, ihren eigenen Kot zu essen. Am Unterricht durfte sie ebenfalls nicht teilnehmen.
Neben der Stiefmutter sind auch die 17-jährige Tochter der Frau sowie der 46-jährige leibliche Vater der Geschädigten angeklagt. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Dem Vater sollen die Taten seiner Frau bekannt gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft soll er seiner Tochter mehrfach ins Gesicht geschlagen und sie auf Anweisung der Hauptangeklagten in der Dusche eingesperrt haben.
Die mitangeklagte 17-jährige Tochter ist am Donnerstag aus Krankheitsgründen nicht vor Gericht erschienen. Die Kammer hat deshalb das Verfahren gegen die junge Frau abgetrennt – gegen sie wird gesondert verhandelt.
Foto: Archiv







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