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Müritz-Region: Weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote

27. März 2019

Die Zahl der Straftaten ist an der Müritz im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent gesunken. So wurden 2018 genau 3096 Straftaten angezeigt und damit 44 weniger als 2017. Das geht aus der gestern veröffentlichten Kriminalitätsstatistik hervor. Die Aufklärungsquote liegt in der Müritz-Region mit 65 Prozent weiter über dem Landesdurchschnitt, der mit 62,2 Prozent angegeben wird. Gestiegen ist an der Müritz die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen. 2018 waren es 1629 – 98 mehr als 2017.
Und hier noch einige sehr interessante Fakten aus der Kriminalitätsstatistik der Müritz-Region:

  • Gestiegene Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen 147 (2017 – 123)
  • Deutlich weniger Roheitsdelikte wie Raub, räuberische Erpressung, Raubüberfälle, Körperverletzungen 448 (2017 – 547)
  • Zahl der Gewalttaten nahezu gleichbleibend 78 (2017 – 83)
  • Rauschgiftdelikte deutlich gestiegen 331 (2017 – 170)
  • Weniger Diebstähle 815 (2017 – 983)
  • Weniger Fahrzeugdiebstähle 13 (2017 – 24)
  • Mehr Fahrraddiebstähle 117 (2017 – 85)
  • Zahl der Ladendiebstähle gesunken 112 (2017 – 176)
  • Zahl der Wohnungseinbrüche unverändert 36 (2017 – 36)
  • Mehr Brandstiftungen und Sachbeschädigungen durch Feuer 40 (2017 – 32)
  • Deutlich weniger Graffiti-Straftaten 23 (2017 – 55)
  • Mehr Betrugsdelikte wie zum Beispiel Enkeltrick 400 (2017 – 366)
  • Mehr Internetkriminalität 128 (2017 – 109)
  • Widerstandshandlungen gegen Polizisten gesunken 21 (2017 – 28)

2 Antworten zu “Müritz-Region: Weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote”

  1. Peter Sohr sagt:

    Mich würde ja mal interessieren, wie sich die Höhe der entstandenen Schäden und Folgeschäden entwickelt hat.
    Die reine blanke Anzahl scheint mir weniger aussagekräftig genug zu sein, ob Tendenzen erkennbar werden.

  2. GustavM sagt:

    Und was haben Sie von einer Schadenshöhe als Zahl denn aussagekräftigeres?

    Wenn bspw. 100 Einfamilienhäuser ausgeräumt werden (Fernseher, Musikanlage, bisschen Bargeld und Schmuck) kommt man auf ungefähr 100 x 10.000 Euro = 1.000.000 Euro

    Wenn man aber eine Lagerhalle für Bootsmotoren (Verkaufshalle für Boote und Zubehör) ausräumt und bei einem Baubetrieb einbricht und Großgeräte und Kleingeräte auf einen LKW verlädt (alles schon vorgekommen), sind wir ganz schnell bei 1.000.000 Euro und mehr.
    Und trotzdem ist obiger Fall doch schlimmer, weil 100 Geschädigte und nicht 2 Geschädigte.
    Die Zahl der Straftaten ist geeignet genug um aussagekräftig und vor allem vergleichbar zu sein.

    Folgeschäden haben Sie übrigens bei beiden Fällen.
    Bei Privatpersonen 100 mal Angst nach dem Einbruch und 100 mal Klärung mit Versicherungen (Zeitaufwand) und 100 mal Aufwand für Polizei und Staatsanwaltschaft.
    Bei den Firmen genau 2 mal Versicherung und 2 mal Polizei und dann noch 2 mal Zeitverlust oder Geldverlust weil Geräte fehlen und gemietet werden müssen zur Überbrückung.