„Müritzer für Tiere“: Bitte auf alle Tiere achten

13. Juli 2023

In Anbetracht des warmen Wetters bittet die Initiative „Müritzer für Tiere“: Gehen Sie mit allen Lebewesen, die sich nicht selbst helfen können, besonders aufmerksam um. Hinsehen und handeln – egal ob beim Nachbarn, auf der Straße, vor einem Geschäft, auf der Wiese, auf dem Parkplatz. Auch Wildtiere finden immer weniger natürliche Wasserquellen. Eine Regentonne (wenn sie dann mal voll ist) kann ebenso zur Todesfalle werden, wie Pool und Gartenteich. „Helfen Sie mit Ästen, dass Tiere, wie Igel oder Katze, wieder herauskommen können. Stellen Sie flache Wasserquellen mit Stock oder großem Stein und helfen Sie damit Insekten zu überleben“, sie die ehrenamtlichen Tierschützer.

Bei Hitze und Schwüle werden nicht nur Autos zur Todesfalle, sondern auch ein Wohnraum in „heißer Lage“, dem das Tier nicht entweichen kann, der ungeschützte Zwinger im Extremfall ohne Wasser und andere Situationen.

Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur kommt es zu Kreislaufbeschwerden. Lebenswichtige Organe werden weniger durchblutet, was zum Schock führen kann. Bei über 43 Grad Celsius gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und Tod zur Folge haben kann.

Das Tier muss umgehend in tierärztliche Behandlung. Möglichst sofort an einen schattigen Platz bringen, mindestens 30 Minuten mit nasskalten Tüchern kühlen. Nur,wenn das Tier bei Bewusstsein ist, darf schluckweise Wasser angeboten werden. Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen, wobei die Zunge heraushängen muss.

Auch die Kühlung mit nassen Tüchern funktioniert gut. Die einfachen Mittel sind ohnehin nicht die schlechtesten. Schon 30 Minuten im Keller oder in einem von Bäumen geschützten Stallgebäude mit dicken Steinmauern helfen Mensch und Tier, die Temperatur herunterzufahren.  

Gute Erfahrungen haben Tierhalter auch mit Kühlmatten für Hunde und Katzen gemacht, die an unterschiedlichsten Orten verwendet werden können.

Wer ein Tier in einem Auto in lebensbedrohlicher Situation und keinen Besitzer in der Nähe sieht – bitte sofort die Polizei rufen. Sie ist beispielsweise berechtigt, das Auto zu öffnen. 

Sind Weidetiere nicht richtig versorgt, dann bitte an das zuständige Veterinäramt wenden.


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