
Und die Bilanz kann sich wirklich sehen lassen:
Erhebung von Abgaben:
In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2024 etwa 701 Millionen Euro Einnahmen für die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland erzielt. Etwa 6,83 Millionen Euro entfielen dabei auf die Zölle, die an die Europäische Union abgeführt werden. Mit 397,35 Millionen Euro war die Energiesteuer in Mecklenburg-Vorpommern die einnahmenstärkste Verbrauchsteuer, die der Bundesrepublik Deutschland zu Gute kommt.
Mobile Kontrolleinheiten
Die erfolgreiche Arbeit des Stralsunder Zolls spiegelt sich auch in den Aufgriffszahlen der Mobilen Kontrolleinheiten wieder.

Zudem haben die Einsatzkräfte 422 Waffen und verbotene Gegenstände beschlagnahmt, eine Verzehnfachung zum Vorjahr (2023: 42). Hierbei handelt es sich häufig um Springmesser, Elektroschocker, Wurfsterne, Schlagringe oder Softairwaffen. Die Anzahl sichergestellter Feuerwerkskörper hat sich im Vergleich zum Vorjahr ein wenig reduziert und schlägt mit 16.133 Stück zu Buche. Verzeichnen ließ sich hingegen ein starker Anstieg aufgegriffener verbotener Arzneimittel von 2.714 Stück im Jahr 2023 auf 92.750 Stück im vergangenen Jahr.
Insgesamt wurden im letzten Jahr 66.230 Personen kontrolliert. Dabei beanstandeten die Kontrolleinheiten in 6.355 Fällen die fehlende Einhaltung zoll- und verbrauchsteuerrechtlicher Bestimmungen.
Wasserzoll
Ende des Jahres 2024 ersetzte der Zoll in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Zulauf des 67 Meter langen Mehrwachenschiffes „Rügen“ das namensgleiche Zollboot, das außer Dienst gestellt wurde. Künftig wird das hochseetaugliche Schiff vorrangig die Einhaltung der Zollvorschriften im Seegebiet um die Insel Rügen, dem deutschen Festlandssockelbereich in der Ostsee bis in die ausschließliche Wirtschaftszone sowie die seewärtige Grenze zu Polen überwachen.
Zollämter

Die Anzahl der Schiffsabfertigungen in Mecklenburg-Vorpommern an den Grenzzollämtern hat sich im Vergleich zu 2023 von 7.692 Schiffen auf 7.844 abgefertigte Schiffe erhöht.
Vollstreckungsstelle des Hauptzollamts Stralsund
Die Vollstreckungsstellen der Zollverwaltung treiben ausstehende Steuern, zu Unrecht ausgezahlte öffentlich-rechtliche Geldleistungen und Beitragsforderungen, unter anderem für die Bundesagentur für Arbeit, eine Vielzahl von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften, bei. Die Rückführung dieser Gelder dient der Stärkung der Sozialkassen und des Bundeshaushaltes und ist daher von hoher Bedeutung. Der größte Anteil wurde an die Sozialversicherungsträger zurückgeführt.
Mit 108.393 Vollstreckungsaufträgen stieg die Fallzahl bei der Vollstreckungsstelle des Hauptzollamtes Stralsund erneut an (2023: 108.008). Dabei konnten Forderungen von etwa 48,3 Millionen Euro beigetrieben werden (2023: 37,6 Millionen Euro).
Finanzkontrolle Schwarzarbeit
2.375 Ermittlungsverfahren wegen Sozialversicherungsbetruges, Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen oder illegalen Aufenthalts hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Stralsund im vergangenen Jahr eingeleitet. Die ermittelte Schadenssumme, die sich unter anderem aus nicht oder zu wenig gezahlten Beiträgen zur Sozialkasse des Baugewerbes und nicht oder zu wenig gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen errechnet, betrug 10,32 Millionen Euro. 35 Jahre und 9 Monate Haft ist die Summe der erwirkten Freiheitsstrafen aus abgeschlossenen Ermittlungsverfahren im Jahr 2024. Die von Gerichten verhängten Geldstrafen beliefen sich auf rund 650.000 Euro. Das Hauptzollamt Stralsund selbst verhängte Buß- und Verwarngelder in Höhe von 740.000 Euro.
„Unternehmen, die ihre Angestellten ordnungsgemäß beschäftigen, können mit den ’schwarzen Schafen‘ auf dem Markt nicht konkurrieren. Umso wichtiger ist deshalb, die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls, die mit der Durchsetzung der gesetzlichen Vorgaben faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen ermöglichen“, so Kay Noffke.
Das Hauptzollamt Stralsund als Arbeitgeber
Mit seinen vielseitigen Aufgaben und Tätigkeiten ist der Zoll ein attraktiver Arbeitgeber, der mit einer zertifizierten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik, guter Bezahlung, spannenden Arbeitsplätzen und einer sicheren Zukunft punktet. Bei erfolgreicher Bewerbung kann zum nächsten Einstellungstermin am 1. September 2026 mit der zweijährigen Ausbildung oder am 1. September 2026 und 1. März 2027 mit dem dreijährigen Dualen Studium begonnen werden. Mehr Informationen hierzu gibt es unter www.zoll.de oder www.zoll-karriere.de. Auf zahlreichen Messen in Mecklenburg-Vorpommern gibt das Hauptzollamt Stralsund regelmäßig weitere Einblicke in den abwechslungsreichen Arbeitsalltag des Zolls.







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