Ein Kind zu haben ist etwas sehr Schönes, aber eben auch kein Kinderspiel. Damit die werdenden Mütter und Väter in der Schwangerschaft und in den ersten Wochen nach der Geburt des Nachwuchses nicht überfordert sind und sich Ratschläge und Zuspruch einholen können, gibt es den Beruf der Hebamme.
Im MediClin Müritz-Klinikum arbeiten derzeit 7 Hebammen – 4 davon freiberuflich als Beleghebammen, 3 sind seit Herbst letzten Jahres in der Festanstellung des Klinikums. Nach 20 Jahren „Abstinenz“ sind fest angestellte Hebammen für die MediClin Einrichtung in Waren wieder Neuland.
Die drei neuen Gesichter, die seit wenigen Monaten dabei unterstützen, dass Babys im Warener Krankenhaus das Licht der Welt erblicken, sind: Ina Markert, Nancy Riese und Conny Czerwinsky. Eine der Drei ist allerdings nicht zum ersten Mal im Warener Klinikum als Hebammen angestellt.

Nachdem sie in 2016 den Versuch unternommen hatte, sich als Hebamme in Waren zu bewerben, war es im Herbst des letzten Jahres soweit und sie startete im September in „alten Gefilden“ im MediClin Müritz-Klinikum.
In ihrer Freizeit ist sie gerne in der Natur unterwegs und widmet viel Zeit der Familie, insbesondere aber ihrem 2-jährigen Enkelsohn.


Auch sie hat es aus privaten Gründen ins schöne Waren verschlagen. Ina Markert hat zwei erwachsene Kinder, in ihrer Freizeit gilt ihre Leidenschaft dem Reisen und Tauchen. Ein weiteres Hobby, das sie eifrig ausübt, ist das Stricken – so strickt sie derzeit auch für jedes Neugeborene Babyschühchen in der Wunschfarbe der Muttis. Sie würde sich hierbei übrigens auch noch über Unterstützung freuen – Hobby-Stricker, die gerne ehrenamtlich unterstützen möchten, können sich bei ihr im Klinikum melden (die Wolle wird gestellt).
Sicher durch die Geburt – auch ohne Beleghebamme in Waren entbinden
Die drei neuen Hebammen arbeiten in Früh- und Spätschichten sowie gelegentlich auch an Wochenenden und Feiertagen. Für die verbleibende Zeit sind sie in das Rufbereitschaftssystem der freiberuflichen Hebammen integriert. Wenn Sie nicht gerade Schwangere und Wöchnerinnen betreuen, unterstützen Sie die Schwestern auf der Station bei der Betreuung der Patientinnen.
Hebammen sind nicht nur für die Geburt zuständig, sondern auch für die Nachsorge von Mutter und Kind. Nancy Riese ist zusätzlich in Nebentätigkeit in der Vor- und Nachsorge werdender und frisch gebackener Mütter tätig. Durch die Festanstellung von Hebammen im MediClin Müritz-Klinikum haben Schwangere, die bewusst keine Hebamme für die Vor- und Nachsorge wünschen oder aber keine finden konnten, dennoch die Möglichkeit, in Waren an der Müritz zu entbinden. Sie werden durch das Team um Ina Markert sicher durch die Geburt und das Wochenbett begleitet. Dies verschafft dem Klinikum zudem die Option, die Geburtenzahlen wieder zu steigern.
Hand in Hand mit den Beleghebammen

Der Draht zu den Frauen ist bei den freien Hebammen meist intensiver, da sie nicht nur die Geburt betreuen, sondern fast die gesamte Schwangerschaft. Zudem bieten sie in der Regel auch eine Nachsorge und Stillberatung an. Die festangestellten Hebammen sind keine „Konkurrenz“, sondern unterstützen die Beleghebammen. „Eine kooperative Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen, die schon viel länger hier im Klinikum tätig sind, ist uns sehr wichtig. Wir sieben arbeiten alle Hand in Hand, unser gemeinsames Ziel ist es, noch mehr kleine Erdenbürger in Waren an der Müritz mit zur Welt zu bringen und die Schwangeren und Muttis bestmöglich, individuell und liebevoll zu betreuen und zu versorgen.“
Wer die drei neuen Hebammen kennenlernen möchte, kann dies unter der Woche nach Absprache jederzeit tun oder findet sich beim Infoabend für werdende Eltern ein. Die nächsten Termine dafür sind Mittwoch, der 12.09.2018 und Mittwoch, der 14.11.2018.
Übrigens: Im vergangenen Jahr erblickten 453 Baby das Licht der Welt im Warener Müritz-Klinikum – 217 Jungen und 236 Mädchen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen 215 Kinder auf die Welt – 103 Jungs und 112 Mädchen.
Gruppenfoto oben: Die Hebammen Cornelia Czerwinski, Kerstin Brasch, Jana Krüger, Nancy Riese, Ingrid Rösing, Ina Markert (v.l.n.r.) und vorne Raymonde Kulessa
Text und Fotos: Jenny Beckert, MediClin Müritz-Klinikum








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