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Polizei zieht Fusion-Bilanz

5. Juli 2018

Die Polizei hat heute die Ergebnisse der Kontrollen während der Fusion in Lärz bekannt gegeben. Rund 200 Polizeibeamte waren im Einsatz. Die Verkehrskontrollen wurden insbesondere während der An- und Abreisetage durchgeführt und brachten folgende Ergebnisse:

– 187 Mal wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln erstattet.

– In 263 Fällen wurden Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes angezeigt.

– Sechs Fahrzeugführer machten sich wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr strafbar, da sie ihr Fahrzeug mit mehr als 1,1 Promille geführt haben. Weitere fünf Fahrzeugführer haben gegen die 0,5 Promille-Grenze verstoßen, so dass eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet wurde.

– Unter den Tatverdächtigen bzw. Betroffenen waren 143 Ausländer. Zur Verfahrenssicherung wurden von diesen Sicherheitsleistungen in Höhe von 40.065 Euro eingenommen.

– In 105 Fällen wurden Betäubungsmittel sichergestellt, bzw. beschlagnahmt.

Die Anzahl der Feststellungen sind ziemlich identisch mit denen der letzten Fusion im Jahr 2016.

„Abschließend kann gesagt werden, dass die 21. Fusion und auch der polizeiliche Einsatz anlässlich der Fusion wie auch in den vergangenen Jahren ohne besondere Vorkommnisse verlaufen sind. An den An- und Abreisetagen gab es auf Grund der hohen Besucherzahlen erwartungsgemäß ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und leichte Stauerscheinungen“ so die Neubrandenburger Polizeisprecherin Diana Mehlberg.


15 Antworten zu “Polizei zieht Fusion-Bilanz”

  1. Anke Bayler sagt:

    Die Welt zu Gast an der Müritz

    So oder so ähnlich hätte eine gute Nachricht oder Bilanz zur Fusion lauten können, aus einer Region, die sich dem Tourismus verschrieben hat und die auf großen Messen internationale BesucherInnen für sich gewinnen will. Aber die einzige Bilanz ist der Drogenbericht der Polizei. Zugegeben, jedeR einzelne berauschte VerkehrsteilnehmerIn ist ein Risiko, aber bleibt hier die Verhältnismäßigkeit bei ca. 300 Verstößen auf 70.000 TeilnehmerInnen gewahrt? (Unter Alkohol fahrende Gäste nach der Müritz-Sail und nach Volksfesten fanden noch kein so großes Interesse.)

    Der Bericht der Polizei zur Fusion bedient eine Menge Klischees und füttert die ewig Gestrigen. Die TeilnehmerInnen hätten weit mehr zu berichten. So gab es hier ein multikulturelles Fest mit Musik, Kino, Kunst und Theater aus der ganzen Welt. KünstlerInnen aus Frankreich, Ungarn, Lateinamerika und vielen anderen Ländern haben das Fest bunt und schön gemacht. Weltoffene und tolerante MecklenburgerInnen und ihre Gäste waren in der Lage, ganz ohne Polizeiaufgebot mit 70.000 Menschen ein friedliches Fest zu feiern, bei dem Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Hass nicht geduldet werden.

    Ich danke den VeranstalterInnen und den vielen freiwilligen HelferInnen für dieses wunderbare Festival, mit dem sie zeigen, dass auch Mecklenburg bunt ist und mehr zu bieten hat als fremdenfeindliche Parolen. Die Nachbargemeinden haben es schon längst begriffen, dass die Vielfalt der Lebenskonzepte am Ende alle bereichert, nicht nur den Einzelhandel. Dies wünsche ich mir für alle MecklenburgerInnen, damit der Spruch vom Land zum Leben nicht nur ein Spruch bleibt, sondern dass wir alle gern hier leben und unsere Gäste sich hier willkommen fühlen.

    • Petzibaer sagt:

      Liebe Frau Bayer,
      was bitte, ist an der Fusion „multikulturell“?
      Wieder eine dieser leeren Phrasen von bunt bis weltoffen? Bei der Fusion feiern Leute vielen europäischen Ländern, wie bei Rock am Ring, Wacken und anderen Events.
      Das ist auch gut so.
      Muslimische Kulturfreunde habe ich dort keinen einzigen getroffen, keinen Salafisten, keine weiteren Kulturbereicherer.
      Unterschwellig entnehme ich Ihrem Kommentar, das Sie wieder die böse Keule des fremdenfeindlichen Mecklenburgers schwingen. Dagegen verwahre ich mich.
      Ein cooler Event, nichts weiter.
      Die meisten Feiernden sind so unpolitisch wie irgendwas. Denen brauchen Sie nicht das
      Multikultimäntelchen umzuhängen.
      Und die Polizei hat gute Arbeit geleistet, da schließe ich mich den anderen Foristen an.

  2. Hermann W. sagt:

    Endlich mal ein fundierter Kommentar, dem ich meine hundertprozentike Zustimmung geben kann. Für eine „Erfolgsquote“ von 0,43 % solch ein Aufwand, und dabei tausende unbescholtene Gäste durchsucht und verdächtigt zu haben, lächerlich.

  3. Peter Sohr sagt:

    Beiden Vor-Kommentatoren kann ich hunderprozentig zustimmen.

  4. Guido sagt:

    Also ich finde es schon ziemlich fragwürdig mit solchen Kommentaren, die Arbeit der Polizei in Frage zu stellen. Rund 200 Personen, die unter Rauscheinwirkung am Straßenverkehr teilnehmen, sind keine Peanuts. Dieses Rechtsverständnis kann ich überhaupt nicht teilen. Vielen Dank an die Beamten vor Ort, die diese – andere Verkehrsteilnehmer gefährdenden – Spinner aus dem Verkehr gezogen haben !

  5. WRN sagt:

    Schließe mich den Worten von Guido an. Bei solchen Rechtsverständnis kann man nur den Kopf schütteln. Und wenn die „Erfolgsquote “ nur 0,1 Prozent wäre, wäre das noch zuviel. Die Polizei ist ja nicht dafür da um zu berichten wie schön bunt und vielfälltig es war ,
    sondern um für Recht und Ordnung zu sorgen. Was wäre denn gewesen wenn überhaupt nicht kontrolliert worden wäre…….. Wie schön die Veranstaltung war , das müssen Journalisten oder der Veranstalter berichten aber nicht die Polizei . Schönen Dank nochmal an die Beamten

  6. Petra sagt:

    Ich kann mich dem Kommentar von Guido nur anschließen. Ich danke den Polizisten für den Einsatz und möchte ihnen versichern das ich sehr viel Achtung für diese bestimmt nicht leichte Arbeit habe.

  7. Elimar sagt:

    Guido, ich denke, Anke Bayler ging es um die Art der Berichterstattung, vielleicht nur aus dem Polizeiticker und nicht um die Arbeit der Polizisten. Guido, Anke B., Sie beide haben vermutlich recht.

  8. Peter Sohr sagt:

    Niemand stellt die wichtige Arbeit der Polizei in Frage. Schon gar nicht als Kontroll & Präventivmaßnahme bei der Fusion.

    Es geht letztlich nur um die Art und Weise der Darstellung bei der Berichterstattung zur Wahrnehmung dieser Riesen Veranstaltung, die eindeutig auf Grund des manigfaltigem Kulturangebotes einen erheblichen Werbefaktor in unserer Region darstellt.
    Die Macher der Fusion sind tolle Leute die was auf die Beine stellen und deren Inhalte sich gerade in diesen Programmen wiederfinden, ohne sich selbst zu beweihräuchern. Sie sind halt auf dem Teppich geblieben. Diese Arbeit wird aber durch die Medien viel zu wenig be- und geachtet. Deshalb ist es genau so wie Anke Bayler es beschrieben hat und deren Wortlaut ich komplett unterschreibe. Wo gibt es schon eine Veranstaltung diesen Ausmaßes welche (so wie sie schrieb) ganz ohne Polizeiaufgebot mit 70.000 Menschen ein friedliches Fest feiern, bei dem Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Hass nicht geduldet werden und ohne das die Polizei eingreifen musste.
    Um nichts anderes ging es hier und deshalb lasse ich mir nicht das Wort im Munde umdrehen und mir ein Kind in den Bauch reden.

  9. K.Frind sagt:

    Veranstaltungen u Festivals gibt es auch in noch größeren Ausmaß.Zb.Rock am Ring mit 90 000 Besuchern. Wacken u Gothic Festivals sind auch nicht schlecht. Werbung is Werbung u Polizeibericht is Polizeibericht.Damit mus jedes Festival leben. Jedes Festival hat seine bestimmte Richtung. Schlechte Werbung kann es für kein Festival,egal welches,geben.Weil die Leute die dort hingehen,freuen sich jedes Jahr auf’s neue drauf,egal was Medien u Polizeiberichte veröffendlichen. Und wie man sieht gab es schon immer Polizeiberichte vom Lärzer Festival.Und?Statt weniger Leute kommen immer mehr.Mit Humor gesehen könnte man ja auch sagen,lieber eine schlechte Werbung als überhaupt keine.

  10. Liane sagt:

    Ich wohne jetzt seit knapp zwei Jahren hier und stelle immer wieder erstaunt fest, dass die Menschen, die hier leben Menschen zweiter Klasse zu sein scheinen. Ständig geht es darum, wie wichtig der Tourismus ist. Für die Touristen, die nur für ein paar Tage hierher kommen, muss jede Kröte geschluckt werden. Nur diese Veranstaltung macht eine Ausnahme. Das verstehe wer will. Ich persönlich habe mich noch nie öffentlich über den Ballermann-Tourismus am Hafen aufgeregt. Das scheint jetzt mal an der Zeit zu sein: Nach der Müritz-Sail kann ich die Plastikbecher vor meiner Wohnung aufsammeln, werde stundenlang von fürchterlichen deutschen Schlagern beschallt, die einer das Blut in den Adern gefrieren lassen und man mit dem Fahrrad ausgebremst wird, weil gerade eine Autoausstellung am Hafen stattfindet. Dauernd beklagt man sich, dass die jungen Menschen wegziehen. Wenn es doch gewünscht ist, dass junge und kreative Menschen hier bleiben wollen, muss diese Region auch Platz für Subkulturen lassen, wie sie sich sonst in Berlin Kreuzberg oder Hamburg Altona ansiedeln. Es gibt hier ein interessantes Potential und so viel Platz wie sonst kaum irgendwo. Warum wird diese Chance nicht genutzt?

  11. Elimar sagt:

    Liane,
    Du hast wohl recht. Egal, wo man wohnt, überall in Waren ist einem Wochenendbeschallung sicher. Immer mit der banalsten Pop-Musik. Später da abgedroschene Schlager, die nur gehen, wenn schon ordentlich Alkohol geflossen ist. meist wird immerderselbe Super-DJ angeheuert, der dafür ein Händchen hat. Liege dann 0:30 im Bett und spüre, wie sich meine Fußnägel aufrollen. Da müssen wir alle Jahre wieder durch. Frühling, Sommer- und Herbstzeit sind in Waren Festzeltzeit, ob am Hafen, am Volksbad oder am Kietz. So haben jede Woche alle reihum was davon und der Bürgersaal bleibt pappbecherfrei.

    Als es noch den Speicher Nr. 1 gab, hatten wir wenigstens die eine Lokation, in der Musik lief, die nicht nur der Sub-, sondern oft auch der Kultur zuzurechnen war: Blues, Jazz, Rock… Wirtschaftlich ging das, soweit ich weiß, nicht gut. Und jetzt? Wir haben nun eine Menge kleinere Häuser, in denen man was Besonderes machen könnte, z.B. im Joo, im roten oder im Schmetterlingshaus, im Haus 8, im Flomala… Doch überall das gleiche Angebot: Yoga für Rentner, asiatische Kampfsportarten für Schüler, Töpfern für Hausfrauen und Tanzkurse für zu dicke Mädchen. Hi und da samstags Disco mit oben genannten Musik. Gegen das ist nichts einzuwenden. Es zeigt jedoch, womit man notdürftig ein paar Leute zusammenkriegt, um die Miete zu bezahlen und vielleicht ein paar Euro daran zu verdienen.

    • Janus sagt:

      Dann machen sie doch eine Jazz-Bar auf!
      Und zu dem ‚Egal, wo man wohnt, überall in Waren ist einem Wochenendbeschallung sicher‘
      Ich finde nur im Innenstadtbereich und sogar nur direkt Altstadt/Hafen gibt es eine Wochenendbeschallung.
      Komplette Westsiedlung, Ostsiedlung, Papenberg, Nordstadt ist es mega ruhig (störende Wohnungsnachbarn mal ausgenommen). Logisch, denn da sind ja auch keine Kneipen/Restaurants.
      Einfach mal informieren, wenn man sich eine Wohnung kauft/mietet was im Umfeld so los ist. Ich würde auch für kein Geld der Welt neben dem Irish Pub wohnen.

  12. W sagt:

    Janus, auch am Volksbad und am Kietz gibt es Wochenendbeschallung durch „moderierte“ Sportversanstaltungen mit anschließendem Remmidemmi oder Kirmesjubeltrubel. Ab und zu auch woanders. Nicht jeder mag sein Haus verkaufen. Der Wert richtet sich nämlich auch danach, ob man dort Lärm ausgesetzt ist. Sind Schlagzeugproben mit doppelter Presslufthammerlautstärke und Schlager bis 1:00 Uhr nachts mit 110 db besser, als eine Einflugschneise mit demselben Pegelwert? In beiden Fällen gilt: zwecks Wirtschaftsförderung stehen nicht offensichtlich Wirtschaft generierende Anwohner hinten an. Ihre Idee zu einer Jazzbar finde auch ich Klasse. Natürlich irgendwo drinnen, denn nicht jeder hat denselben Geschmack. Schade, dass ich Vollzeit arbeite, sonst würde ich es mir überlegen. Eine Bitte an die Stadtverwaltung: Wenn schon der primitive Lärm zwecks Einnahmesteigerungen genehmigt wird, dann lassen Sie den Veranstalter an die Anwohner auch Ohrstöpsel verteilen. Bitttte!!!

    • Janus sagt:

      Die armen Anwohner am Kietz und am Volksbad tun mir ja richtig leid.
      Beste Lage, vielleicht sogar bester Blick. Aber diese 3 oder 4 Veranstaltungen pro Jahr machen das alles zunichte.
      In Schloen und Sietow gibt es noch Grundstücke zu kaufen.
      Ich ziehe dann gerne am Kietz oder am Volksbad ein!

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