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Prozess gegen Malchower hinter verschlossenen Türen

30. April 2019

Der Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs gegen einen Mann aus Malchow, der im sächsischen Dresden vor Gericht steht, wird hinter verschlossenen Türen weitergeführt. Wie WsM in Dresden erfuhr, hat die Jugendschutzkammer am Landgericht jetzt die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Damit folgte die Kammer einem Antrag des Anwaltes der Frau, die zusammen mit dem Malchower angeklagt ist. Der 31-Jährigen wird Beihilfe zum Missbrauch ihrer beiden Töchter durch den Mann vorgeworfen. Die Frau stehe in einer psychischen Ausnahmesituation und werde zudem schon länger von Fachleuten betreut, begründete die Verteidigung den Antrag, mit dem Beobachter auch wegen der Situation der Opfer bereits gerechnet hatten.

Der Hauptangeklagte aus Malchow soll über eine Internet-Plattform Kontakt zu Müttern in Sachsen aufgenommen haben. Dabei habe er das Ziel verfolgt, sich den Alleinerziehenden zu nähern und  an deren Töchtern sexuell zu vergehen, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor. Am ersten Prozesstag war aber nur die Anklage verlesen worden. Dem einschlägig vorbestraften Angeklagten werden insgesamt zehn Taten vorgeworfen, bei denen drei Mädchen im Alter von einem, vier und sieben Jahren die Opfer waren.

Das Warener Amtsgericht hatte den 34-Jährigen im September 2018 wegen eines anderen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt. Er blieb aber frei, weil er Rechtsmittel einlegen ließ.

Im September und im Oktober soll er dann die ein und vier Jahre alten Kinder der mitangeklagten Frau aus Dresden bei gemeinsamen Reisen im Ausland missbraucht haben. Der Mann war danach Ende Oktober in einer Wohnung in Malchow gefasst worden. Der Prozess ist noch bis Ende Mai terminiert. In die Verhandlung könnte auch das Haft-Urteil aus Waren einfließen.

Für den 34-Jährigen geht es auch darum, ob er generell eine Gefährdung darstellt und dauerhaft eingesperrt bleibt. Daher soll auch frühestens Ende Mai ein Urteil fallen. Diese Verkündungen sind in der Regel meist öffentlich.

Foto: Nonstopnews Müritz


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