
Dem Priborner, der erst vor wenigen Tagen 66 Jahre alt geworden ist, wird Totschlag vorgeworfen. Er soll seine Ehefrau am 6. Dezember auf noch ungeklärte Art und Weise erdrosselt haben. Danach hat er sich laut Anklage ins Bett neben die Tote gelegt. Vorher wurde eine Gasflasche am Bett platziert, an der eine Kerze stand. Durch die Explosion wollte sich der Mann vermutlich selbst das Leben nehmen.
Das klappte aber nicht. Er erlitt bei der Explosion schwere Brandverletzungen und rief selbst die Polizei. Die Beamten fanden die getötete Frau und schöpften sofort Verdacht. Die Staatsanwaltschaft erließ einen Haftbefehl.
Der Priborner, der nach Angaben von Augenzeugen schon länger psychische Probleme gehabt haben soll, kam anfangs in eine Spezialklinik für Brandverletzungen nach Berlin, wo er bewacht und gepflegt wurde. Er überlebte mit deutlichen Narben und kam danach in U-Haft.
Vor Gericht brach der Mann – bis zum Ausschluss der Öffentlichkeit –- immer wieder in Tränen aus. Den Verhandlungssaal betrat er in Begleitung von Beamten mit Hilfe eines Rollators.
Zur Familie gehörten drei erwachsene Kinder, von denen eines im jugendlichen Alter vor mehreren Jahre bei einem Verkehrsunfall gestorben sein soll. Im Dorf gab es außerdem Gerüchte, wonach sich die Frau auch mit einer möglichen Trennung befasst haben soll. Ob die psychischen Probleme des Angeklagten oder die Trennungsgerüchte mit der Explosion zusammenhängen könnten, blieb bisher unklar – auch weil die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden war. Mehrere Polizeibeamte wurden als Zeugen gehört.
Das Urteil soll aber öffentlich verkündet werden.
Foto: Felix Gadewolz







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