
Nach der Fertigstellung wird es unter den Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns ein Alleinstellungsmerkmal darstellen: In dieser Woche wurde am Standort der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Neuendorf Richtfest für das neue Feuerwehrübungshaus gefeiert. Das soll in Zukunft die Ausbildungssituation, insbesondere bei der Feuerwehrgrundausbildung, deutlich verbessern. Künftig wird es möglich sein, die unterschiedlichsten Einsätze – von der Brandbekämpfung über die Personensuche bis zur Personenrettung – realitätsgetreu zu simulieren, ohne einen tatsächlichen Brand erzeugen zu müssen. Auch der Einsatz von Löschwasser kann geübt werden, das Abwasser wird anschließend über ein Leitungssystem aus dem Gebäude geführt. Ebenfalls lassen sich mittels künstlichem Rauch und einer Verdunklung des Gebäudes Einsätze unter Nullsicht darstellen, also Situationen in denen dicker Brandrauch die Sichtweite auf null reduziert.
„Feuerwehreinsätze sind oft Extremsituationen, und nicht auf alles im Einsatz kann man sich vorbereiten“, so Landrat Thomas Müller, selbst aktiver Feuerwehrmann, bei der Feier des Richtfestes. „Aber wir haben hier in Zukunft die Möglichkeit, eine Ausbildung sehr nah an der Realität durchzuführen. Davon profitieren nicht nur unsere angehenden Einsatzkräfte, sondern von gut ausgebildeten Frauen und Männern bei der Feuerwehr profitieren auch unsere Bürger. Ich bin stolz darauf, dass wir hier als erster Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern bei der Ausbildung neue Maßstäbe setzen.“
Das Gebäude in Stahlbetonweise wird auf einem etwa zehn Hektar großen Areal der Gemeinde Wulkenzin im Ortsteil Neuendorf errichtet. Hier sind bereits die Feuerwehrtechnische Zentrale mit Schulungs- und Übungszentrum sowie die Integrierte Rettungsleitstelle und ein Garagen- und Lagerkomplex verortet.
Ebenfalls Teil der Baumaßnahme sind ein eingeschossiges Sozialgebäude mit Umkleide-, Sanitär- und Technikräumen nebst einem Schulungsraum, sowie ein Unterstand für sechs Großcontainer als Stahlkonstruktion mit einem Pultdach. Der Unterstand wird der sicheren und geschützten Aufstellung von Containern des Brand- und Katastrophenschutzes dienen. Bereits in der Planungsphase wurde dabei die Installation einer Photovoltaikanlage berücksichtigt, die die Grundlast der Gebäude abfangen soll.
Die Gesamtkosten inklusive der Planungskosten belaufen sich nach aktueller Berechnung auf ca. 3,24 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
Fotos unten: Amtsleiter Zentrale Dienste/Schulverwaltung Dirk Rautmann, Amtsleiter Ordnungsamt Peter Handsche, der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz Sebastian Buse, Sachbearbeiter Zentrales Gebäudemanagement Hans-Jürgen Frehse und Landrat Thomas Müller (v.l.) nach dem Richtspruch.
Quelle: LK MSE












