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Schwere Baggertechnik beseitigt Ex-Militärplattenbau

17. Februar 2018

Betonplatten stürzen zu Boden, große Staubwolken treiben über die Bundesstraße 194 bei Stavenhagen. Was Abrissbagger vor Jahren im ehemaligen Militärobjekt Warenshof schon umgesetzt haben – einen Stadtumbau Ost – das kann man derzeit auf dem Weg von Waren nach Demmin in Stavenhagen beobachten.
Im Kasernen-Ortsteil Basepohl zerlegt ein großer Bagger mit einem speziellen Greifarm einen viergeschossigen Plattenbau, der früher als Wohnheim für ledige Angehörige – meist Offiziere – der Nationalen Volksarmee der DDR diente.

Innerhalb von etwa einem Monat wurde der WBS-70-Typenbau aus den 1970er Jahren erst entkernt und dann kam der Bagger.

Mit langem Greifarm reißt der Fahrer der Großmaschine erst die Deckenkonstruktion, danach die Platten – Geschoss für Geschoss – hinunter. „Es waren elf Fensterreihen im gesamten Block, jetzt stehen noch zwei Fensterreihen“, sagte der Fahrer des Baggers „Wir sind Müritzer“.

Für den Abriss bekam Stavenhagen aus dem „Rückbauprogramm zur Wohnungsmarktstabilisierung“ des Landes rund 90 000 Euro. Das reiche, um den Block abzureißen, den Schutt wegzuschaffen und die Fläche zu begrünen, sagte eine Sprecherin des Bauamtes.

Die gesamte NVA-Siedlung, zu der früher auch Hubschrauberpiloten zählten, entstand den 1970er Jahren. Zur Siedlung gehören noch weitere sieben Plattenbauten, aus denen die Fenster bereits ausgebaut sind. Diese gehören allerdings einem Privatmann und nicht der Stadt. „Wir wären froh, wenn die Häuser auch wegkämen“, sagte die Sprecherin. Nach Meinung des Baggerfahrers wäre das noch ein Jahr Arbeit.

Trotz der schönen Lage mit Blick auf dem Basepohler See sollen dort aber keine neuen Wohnhäuser entstehen. Wohnbebauung darf nicht an einem Industriegebiet sein. Dieses soll durch den aktuell laufenden Rückbau eines Kasernenteils noch mehr Platz für Unternehmen und Arbeitsplätze bieten.

 


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